Regelwerk von 1990

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Eine Welt stellt sich vor

Um die Landschaft an größeren Brettspielen wieder etwas zu erweitern, wurde inzwischen eine weitere Karte vorgeplant, auf der nach Regel des Spieles PHOENIX gespielt werden kann.

Die Spielveranstaltung ist als Zelttreffen konzipiert und soll voraussichtlich im Rhein-Main-Gebiet auf dem Gelände des „Sportpark Heide“ in Diedenbergen stattfinden. Für das Vorfeld der Organisation stehen die Namen Michael M., Henning T., Rene R. und Andree W.

Bei vorhandenem Interesse Eurerseits wird nachstehendes Konzept noch in diesem Jahr realisiert, so daß einem geregelten Spielfluß ab 1990 nichts mehr im Wege steht.

Legende Erkenfara’s

ERKENFARA war einst ein einziger, fruchtbarer Großkontinent inmitten von Zeit und Raum des PHOENIX. Jenes Wesens, das sich von Zeit zu Zeit mit den Gewalten elementarster Kräfte verbrannte, um danach verjüngt und um diese elementaren Gewalten gestärkt, weiterzuleben.

Um diese Welteninsel ERKENFARA herum gab es nur seichte Gewässer voller Fische und anderen Nahrungsquellen. Die Menschen auf ERKENFARA lebten friedlich und zufrieden miteinander, da die Fruchtbarkeit dieser Welt ihnen an nichts mangeln ließ.

Eines Tages landete der PHOENIX im Zentrum dieser Welt ERKENFARA, um sich wie von Zeit zu Zeit üblich, zu verjüngen. Die Gewalten, die er entfesselte, bersten den Kontinent in vier annähernd gleichgroße Teile, die förmlich auseinander gesprengt wurden. In der Nord-Südachse verblieb eine Zone kleiner bis großer Inseln, während die Ost-Westachse fast ohne derartige Bruchstücke zerriß.

Im Zentrum blieben tiefste Meeresgräben zurück, die sich um den Platz, auf dem der PHOENIX sich niederließ wie ein Ring zusammenschlossen.

Dieses Zentrum der Unwetter, in dessen Mitte sich die Stadt der Händler bildete, wurde zum Sinnbild einer neuen Ära. Die Menschen, die bisher friedlich zusammenlebten, spalteten sich in verschiedene Clans auf, die eigene Völker und Kulturen bildeten. Jeder dieser Clans machte andere für das Unheil, das über diese Welt kam, verantwortlich. Und es kam zu einem gewaltigen Krieg unter der Menschheit, in dem sich die Völker fast gegenseitig ausrotteten. Die letzten acht Völker zogen sich zurück, um sich von den dramatischen Ausmaßen des verlorenen Krieges zu regenerieren.

Das weiterhin fruchtbare Land und die Zeit heilten die größten Wunden und die acht Völker schicken sich an, ihre Einflußgebiete wieder zu vergrößern...

Finanzielles

Den Spielern wird folgendes Spielmaterial zur Verfügung gestellt:

  • Spielplan, bestehend aus einer ca. 269 cm mal 332 cm Segmentkarte, die auf Holzplatten aufgeklebt ist. Herstellungskosten: ca. 700 DM.
  • Drei Spielregeln pro Volk bzw. Clan, sowie eine kleinere Symbolkarte, deren Rastergröße gleichzeitig für den Folienzug bindend ist.
  • Pro Spielveranstaltung im voraus die für den Spielablauf notwendigen Vordrucke zur Abfassung der Spielzüge und Durchschlagpapier.
  • Eine Kopie mit dem für ERKENFARA üblichen Grundwappen.
  • Nach jeder Spielkampagne eine Publikation, deren Inhalt aus segment- und spielbezogenen Informationen besteht. Diese Info wird vom Obmann erstellt. Beiträge aus den jeweiligen Kulturen sind jedoch erwünscht.

Die Welt ERKENFARA soll sich selbsttragend finanzieren und erfordert keine zusätzlichen Mitgliedschaften in irgendeinem Verein. Dafür muß aber ein einmaliger Spielbeitrag in Höhe von ca. 30 DM pro Spieler, bzw. von ca. 90 DM pro Reich im voraus gegen Quittung entrichtet werden.

Pro Spielveranstaltung fallen voraussichtlich folgende Zusatzkosten an:

Betrag Zweck
ca. 10,- DM Eintritt pro Person an den Veranstalter; für Platzmiete und Mietkosten des entsprechenden Großzeltes, in dem die Karte aufgebaut wird
ca. 15,- DM pro Spieler und Jahr für das laufend benötigte Spielmaterial und sonstige Nebenkosten

Über die spielbezogenen Beiträge darf eine ordnungsgemäße Buchführung erwartet werden, in die nach jeder Spielkampagne Einsicht gewährt wird.

Grundsätzlich sind jedoch alle Zahlungen gegen Quittung im voraus zu leisten.

Organisatorisches

Wie zuvor schon erwähnt, werden die Spielveranstaltungen als Zelttreffen organisiert. Der Veranstalter des Treffens ist nicht der Obmann, sondern eine rechtlich dritte Person, um eine umfangreichere Gesamtorganisation bieten zu können.

Die Mitspieler müssen eigene Schlafzelte mitbringen, die kreisförmig um das Spielzelt angeordnet aufgebaut werden. Wobei jedes Reich sein(e) Zelt(e) an seiner entsprechenden Kartenposition aufschlägt.

Existenzklärung

  • Ein Volksvertreter und Mitspieler gilt als existent und spielberechtigt, wenn er in Gewandung an der Spielveranstaltung teilnimmt.
  • Ein Heer, ein Zauberer oder sonstiger Charakter gilt als existent, wenn es/er als ZINNFIGUR auf der Spielkarte vorhanden ist und die dem jeweiligen Reich entsprechende Grund- und Bannerfarbe als Sockelfarbe enthält.
  • Eine Flotte gilt als existent, wenn sie als Schiff aus Holz oder als Zinnfigur auf dem Spielplan vorhanden ist.
  • Improvisationen werden hierbei zu keiner Zeit gemacht!

Heraldik

Das Spielgeschehen spielt wie üblich in einer dem Mittelalter verwandten Zeit, in der die Heraldik eine übergeordnete Rolle spielt.

Jedem Volk wird eine Bannerfarbe erteilt, die der Grundfarbe des jeweiligen Wappens entspricht.

Das Wappen jeden Volkes, Clans, enthält unten abgebildete Grundelemente, wobei der PHOENIX als rotes Symbol auf weißem Untergrund in der rechten, heraldisch linken, oberen Ecke des Wappens positioniert bleibt.

Das Volkssymbol und/oder Siegelzeichen wird auf der freien Fläche des Schildes und/oder als Helmzier auf die Krone des im Wappen enthaltenen Turnierhelmes gezeichnet.

Vor Spielbeginn sind die jeweiligen Wappen nebst Kultur an den Obmann zu schicken, bevor den jeweiligen Spielern die Spielunterlagen zugeschickt werden. Die angefertigten, farbigen Wappen gelten fortan für dieses Volk als bindend. Wappenbesserungen obliegen danach ausschließlich dem Obmann.

Da die Spielveranstaltungen als Zelttreffen organisiert sind, wäre es wünschenswert, wenn jedes Zelt eines Volkes mit dem entsprechenden Wappen oder Schild geziert wäre.

Regelergänzung für Erkenfara

Wie auf den PHOENIX-Welten so üblich, stellt AUDVACAR, die Stadt der Händler, das Zentrum ERKENFARA’s dar.

AUDVACAR ist von einem Gebiet tiefster Gewässer und schwersten Stürmen umgeben, in dem Schiffe nur die Hälfte ihrer sonst üblichen Reichweite haben. Denn es können in dieser Zone keine Segel gesetzt werden und starke Überwasserströmungen machen es den Ruderern schwer.

Rundschreiben an die Edlen des Phoenix

Seid gegrüßt, Ihr Edlen des Phoenix, die Ihr fortan Graue Eminenzen oder Herrscher genannt seid!

Zur Wintersonnenwende des Jahres „0“ sollt Ihr nun näheres über Eure Welt und Eure acht Kulturen auf ihr erfahren. Denn nun erst kann ich Euch diesem Rundschreiben das Gesamtergebnis Eurer schriftlich niedergelegten Kulturen beilegen.

Folglich ist die Zeit nun zu kurz, um vor dem Treffen die ersten vier Spielzüge, wie anfangs mal angesprochen, in schriftlicher Form abzufassen. Aber inzwischen halte ich persönlich das auch für besser so.

Bevor ich Euch nun mit kulturellen Fakten überhäufe, möchte ich erst ein paar weitere organisatorische Sachen und den Stand der Dinge mitteilen.

Dieses „Hauptrundschreiben“ stellt gleichzeitig unseren 1. „Rat der grauen Eminenzen“ dar, in dem ich ein paar wichtige Punkte zur offiziellen Abstimmung stellen möchte. Die hier zu fassenden Entschlüsse stellen danach eine Erkenfara-interne Zusatzregel dar!

Abstimmungspunkte

1. Integriertes Rollenspiel

Der Gedankengang mit dem integrierten Rollenspiel hat sich inzwischen soweit manifestiert, daß ich diesen Punkt hiermit offiziell zur Abstimmung stellen möchte. Denn Werner M. und Michael M. haben sich diesbezüglich bereit erklärt, als Spielleiter zu kooperieren.

Das Rollenspiel würde dann ebenfalls auf der Welt Erkenfara spielen und würde jedoch nur am Samstag Nachmittag gespielt werden. An diesem Spiel dürften dann nur REP’s teilnehmen, die vom Rang her den Burgherrn nicht überschreiten. Ferner dürfte jedes Reich nur je einen REP ins Rollenspiel schicken.

Die im Rollenspiel gesammelte Erfahrung ist ins Brettspiel übertragbar und umgekehrt, da beide Spiele SYNCHRON laufen sollen! Dabei bleibt die Übertragbarkeit in spieltechnisch vertretbarem Rahmen, um ein abgerundetes Gesamtgeschehen zu ermöglichen.

Das Rollenspiel soll erst im Jahr 1992 starten, da wir auf dem kommenden Treffen erst noch die Details der Rollenspielregel abklären müßten. Daher habt Ihr für eine weitere REP-Suche genügend Zeit. Bisher scheinen aber auch nur zwei Reiche Probleme mit dieser Thematik zu haben...

2. Anrede während des Treffens

Wie einige unter Euch finde auch ich, man sollte sich während dem Treffen nur mit seinen Rang und Namen ansprechen, auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Aber wenn man sich, wie jeder von uns/Euch die anderweitig geforderte Mühe macht, kommt es auf diese Umgewöhnung wahrlich nicht mehr an.

3. Wappenstiftung

Zwischenzeitlich habe ich mich von PRO HERALDICA, Deutsche Forschungsgesellschaft für Heraldik und Genealogie mbH, über WAPPENSTIFTUNGEN beraten lassen.

Eine Wappenstiftung ist das Eintragen eines neuen Wappens nach abgleichen sämtlicher bestehenden Wappen. Ein gestiftetes Wappen ist wie ein Firmenlogo mit einem Copyright verbunden und umfaßt u.a. eine diesbezügliche Urkundenmappe mit dem von Pro Heraldica erarbeiteten Wappen, auf das man selbst zuvor Einfluß nehmen kann.

Eine derartige Wappenstiftung würde komplett DM 2.500,- kosten. Wie wäre es, wenn Phoenix oder zumindest Erkenfara ein derartiges Wappen stiften würde, das alle Edlen, Mitspieler, auf Lebenszeit führen dürften?

Bedenkt man, daß Calygon und Erkenfara zusammen ca. 80 bis 90 Mitspieler haben, so wäre der Einzelbetrag pro Kopf im zweistelligen DM-Bereich und damit erschwinglich.

Da wir ja nur für Erkenfara stimmen können, ergeht hiermit die Bitte an Helge, diesbezüglich auf Calygon eine derartige Umfrage zu starten. An Euch alle jedoch die Bitte, diese Thematik mit Euren einzelnen REP’s durchzusprechen.

Sollte ich bis Ende Februar 1991 zu den zuvor genannten Punkten Euer schriftliches Abstimmungsergebnis vorliegen haben, so könnte ich im nächsten Rundschreiben konkreter auf z.B. das Rollenspiel eingehen.

Regelungen und Regelfragen auf Erkenfara

Bisher tauchten nur wenige Fragen zum Spielbeginn und Spielbetrieb auf, so daß ich darauf etwas eingehender Antworten will.

1. Großfeldnummerierung

Begonnen wird im obersten linken Großfeld mit der Nummer 101. Nun wird fortlaufend senkrecht bis 106 weiternummeriert.

Die rechts daneben liegende Großfeldreihe beginnt oben mit 201 und reicht bis 207; usw.

701 ist dann das halbe nördliche Großfeld, da auch die halben Großfelder nummeriert sein müssen.

2. Bewegungsregel

In der Phoenixregel ist im spieltechnischen Teil, Kapitel 6.1.4. das Hochland nachzutragen! Auch im Hochland können sich Reiter 3 Kleinfelder weit bewegen, wie in Kapitel 4.1.3. auch beschrieben!

3. Rüstregel

Hier wird für unseren Spielstart die bestehende Phoenixregel nur bedingt gültig. Denn auf Erkenfara DARF IN DEN ERSTEN DREI ZÜGEN ÜBERALL IM EIGENEN REICHSGEBIET GERÜSTET WERDEN!

Das Spiel startet im Hawar des Jahres 0, also mit einem Rüstmonat. Doch zur Beschleunigung des Spielbetriebes sei Euch genehmigt, auch in den beiden nachfolgenden Monaten, Zügen, zu Rüsten. Hebt also im ersten Monat noch etwas Geld auf!

Am Ende des vierten Monat gibt es dann Einnahmen, die zu Beginn des fünften Zuges verrüstet werden dürfen. Ab jetzt jedoch nur noch in den Rüstorten!

Am Ende des fünften Monats werden dann die Rüstorte gemäß den im 5. Monat anwesenden REP’s auf die Reiche verteilt. Das heißt, jedes Reich positioniert diese Rüstorte nach eigenem Gutdünken im jeweils eigenen Reichsgebiet.

In diesen Rüstorten darf dann aber erst im neunten Zug gerüstet werden.

Reiche, die im fünften Zug weniger als 4 REP’s ihr Eigen nennen, dürfen die noch fehlenden Rüstorte entsprechend später, kostenlos, errichten, wenn die fehlenden REP’s gefunden wurden! Folglich sind solche Reiche etwas, aber nicht wesentlich benachteiligt. Aber es war ja auch ausreichend Zeit vorhanden, sich REP’s zu suchen.

Soweit zu den bisher noch offenen Fragen. Ich hoffe, Euch ist nun alles klar!?

Organisatorische Hinweise

Nachdem ich nur bis Anfang Dezember auf Eure bisher letzten Beiträge gewartet habe, möchte ich Euch an dieser Stelle noch ein paar organisatorische Regelungen ins Gedächtnis rufen, um künftig eine bessere Kontinuität des Spielbetriebes und Informationsflußes zu erreichen:

Mir fehlen z.B. noch sämtliche Wappen der Adligen folgender Reiche:

  • Avallon
  • Shon’Ai
  • Yaromo
  • Rhûn
  • Northeim

Da diese Wappen Eure Erkennungssymbole sein werden, solltet Ihr Euren REP’s mal mächtig Dampf machen!

Für die kommende Spielkampagne braucht Ihr ferner mindestens ein Zelt pro Reich, das es möglichst mit entsprechenden Wappen oder Symbolen zu verzieren gilt! Bei Eurer Ausrüstung dürfen die Zugfolien und die Gewandung nicht vergessen werden!

Als nützlich haben sich meist auch folgende Ausrüstungsbestandteile bewährt:

  • Schreibzeug
  • Folienstifte
  • Kleber
  • Schere
  • Trinkgefäße
  • zeitgemäße Schreibmöbel, z.B. stabile Transportkiste für Eure Utensilien

Die 10 Gebote Erkenfaras

Nr. Gebot
1 Der Obmann ist während des Spielbetriebes als oberster Richter anzuerkennen. Er ist der Hüter der Gesetze und als einzigster berechtigt, Wappenbesserungen und andere Ehrungen auszusprechen.
2 Heere sind als bemalte Zinnfiguren darzustellen, oder regeltechnisch unbedeutend. Analog sind Schiffe als Holz- oder Zinnfiguren darzustellen.
3 Zinnfiguren haben die Bannerfarbe des betreffenden Reiches als Sockelrand zu tragen.
4 „Real Existierende Personen“, REP’s, müssen um regeltechnische Gutpunkte zu besitzen:
a) In einer ihrer Kultur entsprechenden Gewandung auf dem Treffen anwesend sein.
b) Als eine möglichst ihrer Gewandung entsprechende, zumindest farblich, Zinnfigur dargestellt werden.
5 Die einzelnen Spielzüge sind schriftlich in Form eines FOLIENZUGES zu verfassen und VOR (!) der Ausführung beim Obmann abzugeben.
6 Jedes Reich hat eine Grundzugzeit von 10 Minuten, ohne Kampfhandlungen. Heere, die binnen dieser Frist nicht gezogen wurden, bleiben stehen!
7 Die Truppenbewegungen sind von einem Adligen in Gewandung durchzuführen, während ein zweiter Adliger ebenfalls in Gewandung die einzelnen Züge laut vorliest und dabei jede neu eroberte Gemark laut verkündet.
8 Während des Spielbetriebes dürfen maximal 2 Adlige pro Reich im Kartenzelt anwesend sein. Verhandlungen zwischen einzelnen Reichen sind außerhalb des Kartenzeltes zu führen, um den Spielbetrieb nicht zu stören.
9 Kämpfen hat eine befristete Kriegserklärung vorauszugehen. Andernfalls hat das verteidigende Heer eine vom Obmann auszuwürfelnde Zahl an Gutpunkten im Kampf, X-Wurf!.
10 Neu eroberte Gemarken sind sofort durch den Anfangsbuchstaben des betreffenden Reiches zu markieren. Dafür ist ausschließlich ein blauer Folienschreiber erlaubt. Ferner muß diese Markierung so klein sein, daß man noch Bauwerke und Rüstorte einzeichnen kann. Die Markierung ist jeweils im nordwestlichen Viertel der entsprechenden Gemark zu platzieren.

Bannerfarben und Positionen der Reiche

Reich Bannerfarbe Position
Rhûn schwarz Großfeld 503
Waranag purpur Großfeld 404
Shon’ai hellbraun Großfeld 406
Yaromo gelb Großfeld 508/509
Dynastie orange Großfeld 1009
Vir’Vachal dunkelgrün Großfeld 1206
Avallon hellgrün Großfeld 1204
Northeim grau Großfeld 1103/1203

Sonstiges zu Erkenfara

Die zuvor genannten 10 Gebote Erkenfara’s klingen eventuell für einige von Euch etwas hart. Aber wer den bisherigen Spielbetrieb von Phoenix 1 oder Calygon kennt, wird sicher verstehen, worauf ich mit dieser straffen Organisation abziele.

Bisher wurde der Spielbetrieb zwar schon oft versucht, in kalkulierbare Zeitabläufe zu pressen. Doch der diesbezügliche Erfolg fiel eher bescheiden aus. Da bisher keine festen Pausenzeiten vereinbart wurden, kam das leibliche Wohl der Mitspieler oft zu kurz. Ein gemütliches Beisammensein in einer Spielpause ist uns in 10 Jahren auch nur einmal gelungen. Und das Spiel soll ja in erster Linie Spaß machen und angenehme Erinnerungen und Anekdoten mit sich bringen.

Mit den 10 Geboten will ich uns die 10jährige Phoenix-Erfahrung zu Nutzen machen, die ich seit 1980 gesammelt habe. Und ich bin guter Dinge, daß es auch klappen wird.

Durch die außerplanmäßig lange Wartezeit bezüglich Eurer Beiträge ist die Originalkarte des Segmentes inzwischen klebetechnisch fertiggestellt. Das bedeutet, die Höhenstufen 0 und 1 sind zusammengeklebt. Da die Karte nun endgültig dreidimensional wird, fehlt noch der „holztechnische Teil“ — die Höhenstufen 2, 3 und 4, sowie der feste Unterbau.

Und nachdem sich der Name „Erkenfara“ hoffentlich in Eure Köpfe eingebrannt hat, sollt Ihr nun auch erfahren, was Erkenfara bedeutet:

Erkenfara kommt aus dem Alt-Englischen und heißt „Welt der Adligen Wanderer“.

Die sagenumwobene Stadt der Händler heißt „Audvacar“, was „reiche, wachsame Stadt“ heißt und ist aus dem Keltischen und Teutonischem Sprachgebrauch abgeleitet.

Wie Ihr wißt, soll Erkenfara durch erweiterte Spielideen, z.B. Rollenspiel, 3D-Karte, Zeltcon, etc., eine etwas elitärere Version des Spieles Phoenix werden. Dabei sind wir natürlich auf Eure Mitarbeit angewiesen. Es liegt also nicht zuletzt an Euch, wie dicht wir gemeinsam an die Zielsetzung herankommen...!

Die in der Spielvorstellung 1988 erstmals erwähnten, geplanten Turniere sind im Gedankengut noch nicht ausgereift und damit noch nicht spruchreif. Bevor hierzu konkreteres Gedankengut gesammelt wird, will ich mich erst von Euren Gewandungen und dergleichen mehr überzeugen können. Denn wenn Turniere durchgeführt werden, dann nur in entsprechend zeitgemäßen Gewandungen mit zeitgemäßen Waffen in einer zeitgemäßen Atmosphäre. Nutzt also die kalte Jahreszeit, Euch schon jetzt auf das Fest des Phoenix vorzubereiten!

In diesem Zusammenhang sei Euch mitgeteilt, daß das Reich Northeim nach einer anfänglichen Eröffnungszeremonie mit der Durchführung des ersten Spielzuges beginnt und dann im Uhrzeigersinn die anderen Reiche ihre Bewegungen durchführen werden. Im zweiten Monat zieht dann das Reich Avallon zuerst, usw. Ihr könnt also schon Eure ersten Spielzüge schriftlich / grafisch vorbereiten — und solltet dies auch tun!

Im Anschluß an diese Zeilen findet Ihr die REP-Liste der Reiche, wobei unschwer zu erkennen ist, daß in Northeim noch REP’s gesucht werden. Wer von Euch noch Interessenten kennt, sollte diesbezüglich Vermitteln helfen.

Dieses Rundschreiben findet dann mit Euren Kulturen den Abschluß. Die Kulturen sind im Spielverlauf nach jeder Spielkampagne zu ergänzen. Das heißt, Ihr solltet über die Geschehnisse in und um Eure Reiche danach berichten, was ich dann als Ergänzungen, Kapitel 3, etc., im nächsten Jahr wieder publizieren will. Es ist also sinnvoll, die „Erkenfara-Saga“ separat zu sammeln.

Abschließend wünsche ich Euch nun einen guten Rutsch ins neue Jahr — ins Jahr 0 auf Erkenfara.

Thurr-Orxam, alias Andy


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