Die Chronik von Erkenfara 1993

Aus www.erkenfara.com

Hawar des 4. Jahres bis Larn des 5. Jahres der dritten Ära

Vorwort

Im Sommer des 5. Jahres der dritten Aera Erkenfara's (Erkenfara Samstag) erschien Thurr-Orxam zuerst Grimbart Bolzenschneider und dann mir. Er fragte mich, ob ich die Chronik für dieses Treffen schreiben würde. (Ihm hatte wohl meine Charakter-Darstellung gefallen) Mit dem Einwand, daß die Bitte etwas spät kam und dem Hinweis, daß ich die Hilfe der anderen Reiche benötigen würde, sagte ich schließlich zu. (Wer widerspricht schon einem Elementar) Ich ging also durch das Lager und aus jedem Reich kam die Zusage, mir Material zukommen zu lassen.

Wunderbar!

Am Sonntag überreichte mir Tschierchill höchstpersönlich eine grobe Zusammenfassung der Geschehen im Reiche Avallon.

Wunderbar!

Knapp zwei Wochen nach dem Treffen erreichte mich eine gut ausgearbeitete und witzige Chronik aus Theostolos, verfaßt von Innozent 93.

Wunderbar!

Doch dann kam nichts mehr und ich schickte den Ratten-Express auf Reise. Prompt kam eine Karte von Narajana aus Northeim und deren gut ausgearbeitete Chronik über Thurr-Orxam zu mir.

Wunderbar!

Mitte August erreichte mich auch noch ein Schreiben von Philipp FitzDasar mit einer groben Aufstellung der Ereignisse aus Rhûn.

Das war's!

In den letzten zwei Wochen vor Redaktionsschluß des Erkenfara-Rundschreibens arbeitete ich mit Grimbart-Bolzenschneider (Daten aus den Unabhängigen Königreichen um Djabalar) die Chronik Erkenfara's aus. Dabei schlug auch der gefürchtete Dateienkiller mehrmals zu. Da die Beiträge aus Theostolos und Northeim wahnsinnig gut und mit viel Liebe gemacht sind, will ich diese den Völkern Erkenfara's nicht vorenthalten. Ich übernehme sie daher in die Chronik Erkenfara's.

Viel Spaß beim Lesen!

Winter, Hawar des 4. Jahres der III. Aera

In Audvacar wird das Gasthaus »Zum Brennenden Phoenix« mit großem Pomp von Weinrich Hopfenblume aus dem Land Avallon eröffnet. Doch schon am nächsten Tag geht das Gerücht durch Audvacar's Straßen, daß es wahrscheinlich doch nur eine Schenke, wie alle anderen werden wird. Denn die Adligen Erkenfara's und die Diplomaten aus den verschiedenen Reichen, werden wohl bis auf weiteres fernbleiben. Es sei denn, das Reich Rhûn ändert diesbezüglich seine Politik.

Geologen aus Theostolos entdecken auf der Insel Groß Likresch ein gewaltiges Granit Vorkommen, was die Baumeister dazu veranlaßt, die Burg Santanien zur Stadt auszubauen.

In Northeim wird auf der Insel Inish-Ard mit den Bauarbeiten zur Burg Dun-Caistean-Ard begonnen. Diese Wachburg hat nach Worten Narajanas die Aufgabe, den Norden des Reiches frühzeitig vor einfallenden Seevölkern zu warnen. Die bei der Burg Ath-Dara in den Wälder des Doire im Delta des Doireach angelegte Siedlung wird zur Stadt erhoben und erhält die Erlaubnis, sich mit Mauern zu umgeben. Um eine weitere Erschließung des Doire und der Inis-Ebene und damit eine Anbindung an das northeimische Straßennetz zu erleichtern, wird eine Brücke über den südwestlichen Arm des Doireach beschlossen. Im Verlauf des Monats kommen jedoch Meldungen der damit beauftragten Baumeister an den Hof. Sie besagen, daß man, bei allem Respekt vor dem zivilisatorischen Ehrgeiz der herrschenden Schicht, nun doch langsam diverse Fragen über die Sinnhaftigkeit seines Tuns satt habe, wenn neben der Baustelle ein unablässiger Strom von Menschen die bestehende Straße trockenen Fußes benutze. Da nun offensichtlich kein Wasser ist, wo ein Fluß sein sollte, konsultiert man die Priester des Reiches. Die Konsultation des großen Thurr-Orxam ihrerseits ergibt, daß die Schöpfung an jener Stelle zwar einen Fluß vorsah, der Elementar des Wasser jedoch das vorgesehene Naß im 3. Jahr der dritten Aera anderweitig verwendet habe. Zufrieden mit der eines Gottes würdigen Auskunft beschließt man die Verlegung der Bauarbeiten an den südlichen Arm des Doireach (wenn das Baumaterial schon mal da ist) Auf Inish-Cnoc wird derweil in den Bergen der Cnoc-Fola der Ausbau der Stadt Dun-Durlus-Drohea zur Höhen-Festung beschlossen. Die Stadt Cathair-Na-Biona, die an der strategisch wichtigen Küstenstraße zwischen Cathair-Na-Mart und Cara-Droma-Ruisg im Cean Saille-Gebiet liegt, wird zur See-Feste ausgebaut.

Vir Vachal versucht derweil erfolglos, mit einer Flotte nach Audvacar zu gelangen. Der an Bord befindliche Zauberer kann die von Rhûn's Zauberern aufgestellten magischen Wände nicht beseitigen. Gerüchte besagen, daß die Adligen Vir Vachals nun auf diplomatischem Wege eine Einigung mit Rhûn erzielen wollen.

Frühling, Naliv des 4. Jahres der III. Aera

Vir Vachal und Rhûn haben sich auf diplomatischem Weg geeinigt. Somit kann Vir Vachals Flotte ungehindert nach Audvacar gelangen und dort eine Botschaft errichten.

Spione aus Rhûn bringen in Erfahrung, daß der Diplomat aus Vir Vachal ein Heer in seinem Gepäck versteckt. Da dies aus Rhûn's Sicht gegen die Abmachung mit Vir Vachal verstößt, wird das Heer kurzerhand beschlagnahmt. Dabei kommt es zu einem Kampf, den das Heer Rhûn's klar gewinnt.

Sommer, Larn des 4. Jahres der III. Aera

Theostolos startet einen Feldzug gegen Rhûn, der unter dem Decknamen »Operation Nußknacker« geführt wird. Unter Führung von Kaiser Kahar Takim und seinem Gefolge wird mit Tausenden von Krieger und Reitern die rhûnische Festung Akanan berannt. Vor dem eigentlichen Sturm auf die Festung kommt es neben gegenseitigen Katapultbeschuß auch zu einem Zauberduell. Die Mannschaften bestanden aus Clemens au D'Or (Rhûn) und nach Angaben Rhûn's sechs Zauberern aus Theostolos. Theostolos hingegen meldet nur vier Zauberer im Aufgebot, nämlich Dolfin, Vladimir und Alan El Kerim und Magiefix. Die Zauberer aus Theostolos gehen als klarer Punktsieger aus diesem Duell hervor. Dieser Sieg versetzt die Truppen aus Theostolos in Euphorie, daß sie Akanan ohne größere Probleme erobern. Sofort nach der Erstürmung wird die Festung in Nev-Theosophia umbenannt.

Die Antwort aus Rhûn läßt allerdings nicht lange auf sich warten. Erzürnt über die Umbenennung ihrer Festung schiffen sie ein Heer vor der Festung aus, um diese zu erobern. Die Verteidiger aus Theostolos haben zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sonderurlaub vom Kaiser erhalten und sind dementsprechend sauer. Sie lassen ihre Wut an den Angreifern aus Rhûn aus, die auch prompt geschlagen werden. Doch Rhûn kämpft nicht nur zu Land. Eine Flotte unter Alric Cleadhbeamor und Philip Fitzdasar greift die Schiffe aus Theostolos an. Diese Seeschlacht spielt sich in Sichtweite von Nev-Theosophia ab. Von dort wird beobachtet, wie die Flotte Rhûn's siegreich aus diesem Kampf hervorgeht. Überlebenden Matrosen aus Theostolos zufolge soll Philip Fitzdasar während der Schlacht eigenhändig sein Schiff versenkt haben. Hilfreiche Hände haben ihn dann vor dem Ertrinken bewahrt, so daß Rhûn der Tod eines zweiten Fitzdasar erspart bleibt. Die nach dieser Doppelschlacht einsetzenden Verhandlungen zwischen Theostolos und Rhûn konnten schlimmere Auseinandersetzungen verhindern und einen Waffenstillstand bewirken.

Wiederholte Meldungen von zahlreichen beladenen Flotten Rhûn an den Gewässern zu Northeim führen zur Mobilmachung von deren Nord-Flotte. Diese sticht mit dem Auftrag zur Wachsamkeit, ohne jedoch provokativ zu wirken, in See. An Bord befindet sich ein Expeditions-Corps Bhlarnischer Reiterei. Diplomaten eines am anderen Ende der Welt gelegenen Reiches erscheinen am Hof in Herdfeste und berichten von Plänen einer rhûnischen Invasion auf Inish Ailthe. Helvegr fordert daraufhin die sofortige Einschiffung größerer Truppenkontingente. Narajana sieht der Entwicklung mit Sorgen entgegen, ist doch das Reich (nach eigenen Angaben) auf einen offen ausgetragenen Seekrieg nicht vorbereitet. Die Lage entspannt sich jedoch im Laufe des Monats.

Meldungen erreichen den Hof, daß eine große Streitmacht aus Theostolos eine Festung Rhûn's berannt und dank hervorragender Führung eingenommen hat. Diplomaten aus Rhûn, im direkten Auftrag von Philip Fitzdasar geschickt, treffen in der Festung Cathair-Na-Mart mit Vertretern Northeims zu Gesprächen zusammen. Sie lassen verlauten, man habe die Bewegung der northeimischen Flotte mit Sorge verfolgt. (Die Flottenparade sah wohl doch etwas provokativ aus.) Sie warnen außerdem vor einem Eingreifen in den rhûnischen Konflikt mit den Theokraten. Die Vertreter Northeims verweisen wiederum auf die gesichteten Flotten Rhûn's direkt an der Grenze, was auf eine Bedrohung durch Rhûn hinweise.

Mitten in die Gespräche platzt die Nachricht von einer gewaltigen Seeschlacht, in welcher fast der gesamte Adel Rhûn's umgekommen sei. Unter diesen Eindruck trennen sich die verhandelnden Parteien mit der Versicherung Northeims, die nachbarschaftlichen Beziehungen im bisherigen Maße weiterzuführen.

Am Tag der Sommersonnenwende findet das große Wagenrennen in Audvacar statt. Philip Fitzdasar ließ mir über einen Boten die Nachricht zukommen, daß er einen Bericht darüber in die Sportseite des Erkenfara-Rundschreibens schreiben will.

Da ich, Firlefanz, selber an diesem Rennen mit meinem Ratten-Gespann teilgenommen habe, werde ich an dieser Stelle nur ein paar Warnungen an die Fahrer zukünftiger Rennen geben. Direkt vor dem Start solltet ihr Meditation, Gebete und Gesänge unterlassen. Ihr könntet sonst, wie Innozent 93. aus Theostolos, das Startsignal überhören und im weiteren Verlauf des Rennens dann Staub schlucken. Weiterhin ist es äußerst gefährlich, während der Fahrt in der Fan-Kurve Autogramme zu geben, wie Varkas Skelleftez von Amelond aus Rhûn erfahren mußte.

Ganz abzuraten ist von dem Gewinn dieses Wagenrennens! Mirvur Hee'sa aus Vir Vachal springt nach seinem Sieg wie eine verliebte Fee durch die Auen und brabbelt ständig:

»Ich bin der Größte.
Ich bin der Schönste.
Ich bin der schnellste!«

Die fähigsten Heiler aus Vir Vachal können seinem verwirrten Geist bis auf weiteres nicht helfen.

In Yaromo wurde mit einem traditionellen Fest der Mann aus Yaromo Hadad Ibn Jalal Al Din über seinen zweiten Platz beim Wagenrennen, sowie der Sieg Vir Vachal's, bis in die frühesten Morgenstunden gefeiert. Der »Xet« und das flüssiges Gold »Xier« floß in Strömen in die durstigen Kehlen der Krieger Yaromo's.

Sommer, Hel des 4. Jahres der III. Aera

Auf der Northeimischen Insel Inish-Ard führt der starke Zuzug aus den Wäldern der Insel zur Höhen-Burg Dun-Caistean-Ard zur Verleihung des Stadtrechtes. Die Bevölkerung wird angewiesen, Stadtmauern zu errichten. Unter dem Eindruck der den Palast erreichenden Meldung, daß Avallon eine Burg in den Na-Rosa-Bergen erbaut, betreibt Helvegr den weiteren Ausbau der Stadt Ath-Dara zur Festung. Womöglich ist hier das erste Beispiel einer bilateralen Aufrüstung zu sehen. Zur Sicherung des See-Handelsweges längs des An-Còirreach wird in den Wäldern der Ros Fola an der Küste mit der Errichtung einer Befestigung namens Dun-Castelan-Nayr begonnen.

In den Elfenwäldern des Königreiches Mel-Celebea, welches im Süden der U.K. um Djabalar liegt, werden die ersten Setzlinge eines Hains gepflanzt. Die daraus entstehenden Bäume sollen den Elfen als Heimstadt und Armath Ardan als Regierungssitz dienen. Da dieser gerade als Gast in Yaromo weilt, wird Aglar Tilsarn mit der Aufsicht der Pflanzungen betraut. Nachdem die Setzlinge alle in den Waldboden gepflanzt sind, vollzieht Aglar Tilsarn das Ritual der Wachstumssprüche, denn der Hain soll in einem Jahr zur vollen Größe gewachsen sein.

Derweil spitzt sich auf der Insel des Fürsten Haifar die Lage merklich zu, als eine Flotte aus Vir Vachal den Bau einer Burg auf der rhûnischen Austauschgemark stoppt. Da die Adligen der U.K. um Djabalar von Rhûn nicht von diesem Bau unterrichtet wurden, zweifelt man nun sehr an den guten Absichten von Rhûn. Da sich auch Vir Vachal durch diese entstehende Burg bedroht sieht, finden diplomatische Verhandlungen zwischen den U.K. um Djabalar, Rhûn und Vir Vachal statt. Man kommt schließlich zu der Einigung, daß Vir Vachal gegen ein Entgeld die Burg von Rhûn übernimmt und den Bau vollendet. Rhûn bekommt eine Austauschgemark der Unabhängigen Königreichen im Süden von Haifars Insel. Da sich nunmehr drei Reiche auf einer Insel befinden, sind meines Erachtens nach, erneute Unstimmigkeiten um diese Insel, nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe, die anderen Parteien werden nicht vergessen, daß diese Insel den Unabhängigen Königreichen um Djabalar gehört.

Spione berichten, daß das Reich Eoganachta soeben aus seinem Winterschlaf erwacht ist, in dem es ein Halbes Jahr lang lag. Über die Träume der Adligen ist jedoch nichts in Erfahrung zu bringen.

Nach langer Seefahrt ist eine Flotte aus den Unabhängigen Königreichen um Djabalar an die Küste von Yaromo gelandet. Die Fracht bestand aus einem Bautrupp von Zwergen, da sie die Kunst der Steinarbeiten am besten ausüben können. Sie sollen an dem Mammut-Projekt, des Baus eines Tunnels im Xalarvas-Massiv, die Leitung übernehmen.

Herbst, Jawan des 4. Jahres der III. Aera

Die Adligen des Reiches Eoganachta sind noch gar nicht so richtig wach, da klopften schon Truppen des Reiches Avallon an seine Tore. Sie sind, wie immer, auf der Suche nach dem heiligen Faß. Als ein Zauberer aus Eoganachta noch schlaftrunken »Schert Euch zum Teufel«, murmelt, wird er kurzerhand in einem Zauberduell besiegt.

Ein weitere Zauberertreffen fand an der Küste Theostolos' statt. Zwei Magier Yaromo's forderten einen mutigen Magier aus Theostolos auf, sich in einem Duell zu messen. Angesichts der Tatsache, eines ungerechten Verhältnis (2:1) glaubten die beiden Magier aus Yaromo nicht an ein Duell, aber man sollte die Magier aus Theostolos nicht unterschätzen. Ein Magier griff ohne große Vorreden an und verlor. Die Macht der beiden Magier aus Yaromo hatte er wohl doch unterschätzt. Aber nach diesem Vorfall, wollte kein anderer Magier ein weiteres Duell mit den Magiern aus Yaromo ausfechten.

Herbst, Lud des 4. Jahres der III. Aera

Avallon führt die Suche nach dem heiligen Faß im Reich Eoganachta weiter durch. Dabei kommt es zu einem Kampf mit einem Heer der Einheimischen, das jedoch besiegt werden kann.

Winter, Agul des 4. Jahres der III. Aera

Eoganachtas Zauberer sind nun richtig wütend. Sie können den Zauberer aus Avallon in ein Duell verwickeln. Nachdem sich der Qualm der Feuerkugeln gelegt hat, erklären die Elementare Eoganachtas Zauberer zum klaren Punktsieger.

Da die Suche nach dem heiligen Faß in Eoganachta nicht so recht fruchten will, wendet sich die Flotten Avallons gegen zwei Flotten aus Rhûn. Sie bemerken, daß auf einem Schiff eine ziemlich wichtige Ladung sein muß. Ohne Vorwarnung werden beide Flotten überfallen und versenkt. Dabei fällt den Seeleuten Avallons Steinschlag-Ogerus De gich Ka'laal in die Hände. Dieser war gerade auf dem Weg in die Verließe des Philip Fitzdasar. Avallon weiß noch nicht so recht, was es jetzt mit dem Oger anfangen soll. Vorläufig wird er jedoch in sichere Verwahrung genommen.

Philip Fitzdasar ist auf das äußerste erbost über den Verlust seines Ausstellungsstückes und legt einen scharfen Protest bei den Diplomaten auf Audvacar ein.

Die Setzlinge in den Elfenwäldern von Mel-Celebea im Süden der Unabhängigen Königreiche um Djabalar gedeihen prächtig. Doch erreicht die Elfen eine Besorgnis erregendes Gerücht: Elfenfürst Armath Ardan, der immer noch als Gast in der Obhut des Reiches Yaromo weilt, soll dort seiner Oma ihr klein Bäumchen versoffen haben.

Winter, Hawar des 5. Jahres der III. Aera

Um die Position Northeims im Norden Erkenfaras weiter zu stärken, wird der Ausbau der Stadt Dun-Caistean-Ard zur Höhen-Festung beschlossen. Dun-Castelan-Nayr entwickelt sich wie erwartet aufgrund des starken Handelsverkehrs prächtig. Sie hat eine Bevölkerungszahl erreicht, die eine Stadt-Erhebung angemessen erscheinen läßt. Somit ergeht der Auftrag von Narajana, die Stadt mit Mauern zu schützen. Entgegen einer starken Fraktion, welche zur Befestigung der Insel Inish-Ailthe rät, setzt sich der Stadthalter Northeims, Kanovar, welchem der Handel auf den Seestrasse obliegt, durch. Er will kein Mißfallen unter der Bevölkerung von Inish-Ailthe hervorzurufen, die inzwischen stark von der Kultur Rhûns geprägt ist. Statt dessen gründet er auf der Nachbarinsel Inish-Droma die Burg Dun-Caistean-Ainn.

Verärgert über den Überfall der avallonschen Flotte trifft Rhûn Gegenmaßnahmen. Flottenverbände werden dem Gegner entgegen geschickt. Allen voran tritt der Hochkönig von Rhûn, Albanac, in Aktion. Er fordert die Zauberer Avallons zum Duell heraus! Nach tagelangem, ermüdendem Kampf gibt Albanac sich jedoch eine Blöße, wird besiegt und muß fliehen. Der Gegenschlag Rhûns, welcher die Flotte Avallons versenken soll, ist ein Schlag ins Wasser. Rhûn verliert die Schlacht.

Frühling, Rim des 5. Jahres der III. Aera

Diplomaten Avallons erscheinen in Northeim am Hof der Herdfeste und tragen den Wunsch nach dem Erwerb einer Gemarkung der Insel Inish-Droma vor. Dieser wird von Helvegr aufs schärfste zurückgewiesen. Diener berichten, er habe im stillen Kämmerlein gesagt: »Wenn das so weitergeht, befinden sich Northeim in einigen Jahren gänzlich im Besitz diese schwatzhaften Volkes!«

Frühling, Naliv des 5. Jahres der III. Aera

In weiteren Verhandlungen Northeims mit den Gesandten Avallons kann ein Kompromiß gefunden werden, welcher beide Seiten befriedigt. Der aufgebrachte Helvegr wird insofern versöhnt, als das im nächsten Bereich seiner Festung Dun-Durlus-Helvegr, auch Herrenbich gehe-nannt, zwei Gemarkungen von Avallon an Northeim wechseln. Damit wird seinem etwas übertriebenen Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen. Helvegrs Ausspruch: »Nun kann man endlich wieder frei durchatmen!« ist allerdings nicht verbürgt.

Die Flotten von Yaromo erreichen nach langen Monaten endlich die Insel der Händler. Die Truppen des Reichen landen friedvoll auf Audvacar. Als ein Zeichen ihrer Gastfreundschaft haben sie den Gefangenen in ihrer Obhut befindlichen Elfenfürsten Armath Arodan zur Insel mitgenommen. Unbestätigten Gerüchten zufolge, war er nicht von den Xet-Fässern fernzuhalten und mußte zwangsläufig mitgenommen werden. Der Bautrupp aus U.K. um Djabalar ist nach einem sieben monatigen Marsch durch die weiten der Xarvi-Wüste ohne größere Verluste an dem Xalarvas Massiv angekommen, um dort mit dem Bau des Tunnels zu beginnen. Die Ankunft wurde nach alter Yaromoscher Tradition ordentlich gefeiert.

Sommer, Larn des 5. Jahres der III. Aera

Von Vertretern Northeims am Hofe zu Camelot in Avallon wird von Plänen einer Befestigung auf der Insel Inish-Droma berichtet, welche Avallon zu errichten gedenkt. Diese Botschaft führt beim northeimischen Stadtherren Kanovar zur Äußerung: »Ich habe doch geahnt, daß da was im Hanf ist!« Er brüstet sich gegenüber Helvegr mit seinen Vorahnungen, durch welche er im Monat Hawar den Bau-Beginn einer northeimischen Befestigung eben dort initiiert hatte. Was Helvegr seinerseits zu den Worten verleitet: »Von dem bescheuerten Platz aus kann man die Baustelle noch nicht mal beschießen, was nur einem (nasenrümpfend) Stadtverräter passieren kann!« Der darauf folgende Tumult zieht sich noch ein paar Stunden hin. Es kommt aber niemand ernsthaft zu Schaden und ein glücklicher Innenarchitekt freut sich, wegen eines guten Auftrags.

Derweil geht Avallons Suche nach dem Heiligen Faß in Eoganachta weiter. Im vorbeigehen wird ein Heer Eoganachtas mit Katapulten beschossen. Das Angst verbreitende Gerücht, man habe das heilige Faß getroffen und zerstört, erweist sich jedoch als falsch.

Die Setzlinge, die vor einem Jahr in den Wäldern von Mel-Celebea im Süden der Unabhängigen Königreiche um Djabalar gepflanzt wurden, sind zu einem prächtigen Hain heran gewachsen. Auf die Namensgebung dieser Elfenstadt wird zunächst verzichtet, da diese vom Fürst Armath Ardan selber vorgenommen werden soll.

In diesem Zusammenhang möchte ich, Firlefanz, Generaldespot von Firle-Fanta, noch einmal Grimbart Bolzenschneider, Herrscher und Hüter von Kharacz-Mithril und obersten König der Unabhängigen Königreich um Djabalar an ein Versprechen erinnern:

Du hast mir die Bewilligung einer 250-Hektar-Mülldeponie für unverdiente Koboldveteranen in unmöglicher Lage zugesichert. Bisher habe ich aber weder eine Baugenehmigung, noch finanzielle Mittel von die gesehen. Ich weiß ja, daß die Unabhängigen Königreiche sich von ihrem Krieg gegen Yaromo erst einmal erholen müssen, aber dieser Krieg liegt nun eineinhalb Jahre zurück. Langsam kommt mir der Gedanke, du zählst inzwischen heimlich deine Dividenden.

Nachschlag

Am Tag der Sommersonnenwende des 5. Jahres der III. Aera fand dann auch noch eine Hochzeit statt. Phillip Fitzdasar will dieses Ereignis in seiner Funktion als Barde würdigen, worauf ich sehr gespannt bin.

Auch fand neben dem Spiel ein Miniewettbewerb statt. Er hat mir als Teilnehmer sehr viel Spaß gemacht (den Zuschauern wohl auch). Im Verlauf des Samstagabend, als alle schon das Hochzeitsmahl genossen, verkündete das Minie-Gericht in einer Zeremonie (die leider keinen der Hochzeitsgäste interessiert hat) die Sieger des Minie-Wettbewerbs (sie waren zudem noch die einzigen Teilnehmer) zu Ehren:

Sandro de la Gastor (Theostolos)

Mirvur Hee'sa (Vir Vachal, Der Größte, der Schönste, usw.)

Firlefanz (U.K. im Djabalar / myself)

Die wegen des Schmachliedes von Philip Fitzdasar kurzerhand gegründete Gilde der Beutelschneider wurde im Verlauf des Treffens von den Elementaren geächtet. Sie zeigten mit drohendem Zeigefinger auf die 2(+1) Mitglieder und verurteilten die Verletzung des Erkenfara-Bürokratismus. (Die Gilde kann immerhin nachträglich angemeldet werden!)

Das zum Zeitpunkt des letzten Rundschreibens für das Miniegericht noch keine Anmeldung vorhanden war (ich hab jedenfalls keine gesehen), erregt offensichtlich nicht den Ärger der Elementare. Vielleicht werden ja Einige von den Elementaren bevorzugt.

Zu der Gilde der Beutelschneider möchte ich noch folgendes sagen: Als ein Gründungsmitglied neben Palaver (& Avarell van Dotter) sah und sehe ich die Sache als Spaß an, den man mal für ein Treffen machen kann. Ich habe nach dem Treffen Henning zweimal mit einer Ausarbeitung zur Gilde angeschrieben. Auch habe ich mehrmals versucht, ihn telefonisch zu erreichen. (Ich weiß, ich bin auch sehr schwer per Telefon zu erreichen!) Da die Gilde Hennings Einfall ist, wollte ich keinen Alleingang diesbezüglich unternehmen. Bis jetzt kam allerdings noch kein Lebenszeichen von Henning zu mir durch, was mich zu Folgendem veranlaßt:

Ich distanziere mich von zukünftiger Aktivitäten der Gilde der Beutelschneider (wenn sie jemals gegründet werden sollte). Die Geschehen auf dem Letzten Erkenfara-Treffen sehe ich als einen Spaß an, den man sich einmal erlauben kann.

(Anmerkung der RED.: Avarell van Dotter betreibt mit Sicherheit weiterhin die Gilde der Beutelschneider...)

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei all denen bedanken, die mir ihre Reichs-Chronik zugeschickt haben; speziell bei Innozent 93. und Narajana. Da drei Reiche nichts von sich Hören ließen, vermute ich, daß:

  • Yaromo sich vom Krieg gegen die Unabhängigen Königreichen um Djabalar erholen muß und/oder die Post in U.K. im Djabalar fürchterlich langsam/unzuverlässig ist !!!!!
  • Eoganachta nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf doch noch nicht so richtig wach ist!!!!
  • Vir Vachals Adlige viel zu sehr mit der Heilung von Mirvur Hee'sa beschäftigt wären.

Diese Chronik ist natürlich subjektiv!

Für zukünftige Treffen möchte ich Thurr-Orxam raten, einen Chronisten noch vor dem ersten Spielzug zu finden und nicht erst am Samstag, wenn fast alles vorbei ist.

Auch sollten die Treffen und Zeremonien der einzelnen Gruppen (Reichsverkündungen, Magierkonzil, Minne-Gericht, usw. besser koordiniert werden. Es war halt alles etwas gedrängt auf einen Tag gelegt.

Ferner sollten die Elementare Vergehen gegen die Erkenfara-Bürokratie gleich behandeln. (Nicht nur den erhobenen Zeigefinger gegen eine einzige unangemeldete Gruppe.)

Ansonsten hat mir das Treffen sehr gefallen und die Arbeit als Chronist viel Spaß gemacht, auch wenn ich die Chronik unter den Voraussetzungen des letzten Treffens nicht mehr schreiben werde.

Ende und Aus

Jürgen