Morageb
| Morageb | |
|---|---|
| Reich | Theostelos |
| Lehnsherr | Gladius Tullius |
| Rüstort | Ruine? |
| Position | 607/33 |
Morageb war eine reiche Hafenstadt auf der Halbinsel von Carmoth. Einst galt sie als berüchtigtes Handelszentrum, Piratennest und Umschlagplatz für Waren aus den subtropischen und tropischen Wäldern des Hinterlandes. Im Jahr 4 n.d.A. wurde Morageb während des Großen Vaterländischen Krieges durch die Truppen des feindlichen Reiches Rhûn zerstört.
Heute ist Morageb nur noch eine Ruinenstadt. Zwischen überwucherten Mauern, eingestürzten Speicherhäusern und zerborstenen Kai-Anlagen stehen vereinzelte Fischerhütten. Die wenigen Bewohner leben von den reichen Fischgründen rund um die Halbinsel, meiden jedoch die eigentlichen Ruinen, denn dort sollen finstere Energien, Geister, Dämonen und entstellte Kreaturen umgehen.
Lage
Morageb liegt an der Küste der Halbinsel von Carmoth. Die Stadt wurde an einer geschützten Bucht errichtet, deren Zugang von weißen Stränden, tückischen Klippen und gefährlichen Riffen geprägt ist. Diese natürlichen Hindernisse machten den Hafen schwer angreifbar, aber auch für Ortsunkundige äußerst gefährlich.
Das Umland besteht aus dichten subtropischen und tropischen Wäldern. In früheren Zeiten lieferten diese Wälder Edelhölzer, Gewürze, Harze, seltene Früchte, Heilpflanzen und exotische Tierprodukte, die über Morageb in alle Richtungen verschifft wurden.
Geschichte
Vor seiner Zerstörung war Morageb eine erfolgreiche und wohlhabende Hafenstadt. Der Handelshafen unterhielt enge Verbindungen zur Handelsinsel Audvacar und war ein wichtiger Knotenpunkt für Kaufleute, Freibeuter, Schmuggler und Abenteurer.
Die Stadt war nicht nur für ihren Handel bekannt, sondern auch für ihren zweifelhaften Ruf. In den Tavernen am Hafen wurden Geschäfte geschlossen, Schatzkarten verkauft, Beute aufgeteilt und Mannschaften für Unternehmungen angeworben, über die ehrliche Händler lieber keine Fragen stellten. Offiziell war Morageb eine Handelsstadt, doch in den dunkleren Gassen und abgelegenen Werften blühte das Geschäft der Piraten.
Die reichen Lagerhäuser, prunkvollen Kontore und gut gefüllten Schatzkammern machten Morageb zu einem begehrten Ziel für Feinde.
Zerstörung im Großen Vaterländischen Krieg
Im Jahr 4 n.d.A. fiel das feindliche Reich Rhûn auf der Halbinsel von Carmoth ein. Morageb wurde angegriffen, geplündert und vollständig verwüstet.
Die Angreifer raubten die Reichtümer der Stadt, brandschatzten den Hafen und verschleppten einen Großteil der Bevölkerung als Sklaven. Nur wenige entkamen in die Wälder oder auf die See. Von der einst mächtigen Hafenstadt blieben nur ausgebrannte Ruinen, geborstene Mauern und verlassene Tempel zurück.
Besonders gefürchtet ist bis heute die schwarze und verbotene Magie, welche die Angreifer während der Plünderung einsetzten. Sie hinterließ finstere Energien in den Straßen, Kellern und Gewölben der Stadt.
Stadtbild
Morageb war in seiner Blütezeit eine vielschichtige Hafenstadt mit mehreren Stadtteilen.
Der Hafen war das Herz der Stadt. Lange Kaianlagen, steinerne Molen, Werften und Lagerhäuser säumten einst die Bucht. Von hier aus gingen Waren nach Audvacar und zu anderen Handelsplätzen. Heute ragen nur noch gebrochene Pfähle aus dem Wasser, und die Reste alter Kräne verrotten im salzigen Wind.
Bei Ebbe sollen in den Schlickflächen noch immer verrostete Anker, geborstene Schiffsrümpfe und versunkene Kisten sichtbar werden. Manche Fischer behaupten, nachts Laternen unter der Wasseroberfläche zu sehen.
Hinter dem Hafen lagen enge, verwinkelte Gassen, in denen Tavernen, Spielhäuser, Bordelle, Pfandleiher und Hehler ihre Geschäfte betrieben. Hier trafen sich Kapitäne, Händler, Schmuggler und Söldner.
Viele dieser Gebäude sind heute eingestürzt oder vom Dschungel überwuchert. Zwischen den Ruinen wachsen Würgefeigen, Lianen und giftige Blütenpflanzen. Dennoch sollen in verborgenen Kellern noch alte Beutetruhen, Schmugglerlager und versiegelte Verstecke liegen.
In den höher gelegenen Teilen der Stadt befanden sich die Kontore reicher Händlerfamilien. Von hier aus wurde der Handel mit Audvacar und den umliegenden Küsten kontrolliert. Einige dieser Häuser waren kleine Festungen mit Innenhöfen, Zisternen und privaten Schatzkammern.
Gerüchte erzählen von verschlossenen Gewölben, in denen Münzen, Edelsteine, Schuldscheine und magische Handelsartefakte lagern. Doch viele dieser Orte gelten als verflucht.
Die Oberstadt lag auf den felsigen Anhöhen über dem Hafen. Dort wohnten die reichsten Bürger, Kapitäne und Handelsherren. Von den Villen sind heute nur noch Säulen, Mosaikböden und überwucherte Mauern erhalten.
Von den Klippen aus hat man einen weiten Blick über die weißen Strände, die gefährlichen Riffe und das offene Meer. Viele Ruinen der Oberstadt sind durch Erdrutsche, Wurzelwerk und dämonische Verseuchung instabil geworden.
Gegenwart
Heute ist Morageb keine Stadt mehr, sondern ein gefährlicher Ort voller Erinnerungen und Schrecken. Einige kleine Fischerhütten stehen am Rand der alten Bucht, weit genug von den eigentlichen Ruinen entfernt. Die Fischer leben von den reichen Fischgründen rund um die Halbinsel und meiden die alten Straßen nach Einbruch der Dunkelheit.
Die weißen Strände locken Reisende mit ihrer Schönheit, doch die Riffe und Klippen machen eine Landung gefährlich. Nur erfahrene Einheimische kennen sichere Wege durch die Brandung.
Die Ruinen selbst gelten als Schatzkammer und Todesfalle zugleich. Abenteurer, Schatzsucher und Glücksritter kommen immer wieder nach Morageb, doch viele kehren nicht zurück.
Morageb ist berüchtigt für zahlreiche übernatürliche und natürliche Gefahren.
- Schwarze Magie: Die verbotenen Rituale der Angreifer haben Spuren hinterlassen. Manche Orte sind von kalter Finsternis erfüllt, andere verzerren Geräusche, Zeitgefühl oder Erinnerungen.
- Geister der Verschleppten: In den Gassen sollen die Stimmen jener zu hören sein, die bei der Plünderung getötet oder als Sklaven fortgeführt wurden.
- Dämonische Erscheinungen: Durch die magischen Verwüstungen gelangten Dämonen und niedere Schattenwesen in die Welt der Lebenden.
- Mutierte Tiere: Die Tiere der Wälder und Ruinen wurden durch die finsteren Energien verändert. Riesige Krabben, giftige Affen, blinde Dschungelkatzen und schuppige Aasfresser streifen durch die Stadt.
- Riffe und Klippen: Die Küste ist schwer zu befahren. Zahlreiche Wracks liegen vor Morageb unter der Wasseroberfläche.
- Überwucherung: Der Dschungel hat viele Gebäude verschlungen. Unter Wurzeln und Moos verbergen sich Schächte, Keller und Fallgruben.
Gerüchte und Legenden
Über Morageb kursieren zahlreiche Geschichten:
- In den Kellern eines alten Kontors soll noch der Schatz eines Piratenfürsten verborgen sein.
- Eine Geisterflotte soll bei Neumond in der Bucht erscheinen.
- In einem überwucherten Tempel brenne noch immer ein schwarzes Feuer aus der Zeit der Zerstörung.
- Manche Fischer berichten von Stimmen, die aus Muscheln und leeren Krügen flüstern.
- Tief unter dem Hafen soll ein versiegeltes Tor liegen, durch das die Dämonen einst in die Stadt gelangten.
- Ein Teil der verschleppten Bevölkerung soll vor ihrer Gefangennahme Schätze in Brunnen, Mauern und Gräbern versteckt haben.
In alten Berichten hat die Stadt "Carmoth" die gleichen Koordinaten (607/33), doch dies war ein Irrtum der Navigatoren mit ihren unzureichenden Instrumenten.
