Kultur der Provinz Askatia: Unterschied zwischen den Versionen
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Das dem Urreich von [[Theostelos]] in geographischer und kultureller Hinsicht am nahestehendste Land ist [[Askatia]], welches heute von Innozent 93., dem Ordensbruder Zakhar Takima, regiert wird und seit vielen Jahrhunderten eng mit der Geschichte der Herrscher von Shon Ai verbunden war. Auch heute ist Askatia aufs Engste mit der Zukunft des Reiches Theostelos verknüpft. | |||
Die Provinz Askatia setzt sich zusammen aus zwei Teilen: zum einen das Inselreich, zum anderen der kontinentale Teil der Provinz, der meistens schlicht und einfach Westprovinz genannt wird. Westprovinz deshalb, weil es die westliche Hälfte der Gesamtprovinz Askatia ist, obwohl es im Osten Theostelos liegt. Ein weiteres Manko der beg. ausführlichen Reichskarten und Kartographen ist für Verwirrung gesorgt. Es gibt die Provinz Askatia, wie eben beschrieben, und die Stadt Askatia. Deshalb bitte ich bei Volkszählungen das Wort „Stadt“ hinzuzufügen, damit bei der Reichspost keine Verwirrung auftritt. Die Stadt Askatia ist auch die Hauptstadt. Die der Provinz zwar nur, aber dafür für beide Teile. | |||
Das Leben ist ruhig in Askatia (der Provinz), wäre da nicht die Reichsarmee, die die Bevölkerung mit ihren Manövern ständig auf Trab hält. Und die, die lesen und schreiben können, informieren sich durch den „Askatianer“ — der Zeitung Askatias (der Provinz und der Stadt) mit seiner Auflage von etwa 20.000 Exemplaren plus einem Exemplar für den Fürsten. | |||
Der beliebteste Sport innerhalb der Provinz ist das sogenannte „Kreisspiel“. Bei diesem Spiel wird das Spielfeld in vier kleine und einen großen Kreis unterteilt. Es kämpfen zwei Mannschaften mit jeweils 11 Spielern darum, möglichst viele Tore beim Gegner zu erlangen. Schlagender Körperkontakt während des Spieles ist erlaubt und normal. | |||
Die beliebteste Sportart ist im Inselreich und an der Küste der Westprovinz eine Kampfsportart, bei der ein oder mehrere Schwimmer in einem Becken gegen einen oder mehrere Kampffische kämpfen. | |||
Am wichtigsten für alle Bauern und Fischer ist das berühmte Orakel von Weit Esak in der Westprovinz; gegründet von der Zornbruderschaft im Innozenz unter Innozent 92. Diese ausgesuchten Wahrsager und Göttermedien haben sich zum Ziel gesetzt, das Wetter vorhersagen zu können. Ihre Fehlerquote ist aber noch Opfer mancher Flüche und Witze, hier nur kurz das Kreisspiel des Abtes Altostratus, der auf dem Weg zu einer Ziegenbeschwörung wegen einer Dürre unverhofft in eine Überschwemmung geriet und fast ertrank. | |||
=== Die Stadt Askatia === | |||
Die Stadt Askatia, gelegen im Südwesten des Inselreiches, ist eine sehr junge aufstrebende Stadt. Am Anfang, das heißt vor der Reichsgründung, befand sich nur ein kleines Fischerdorf mit einem befestigten Freihafen an der Stelle. Die Bevölkerung mußte um das Überleben kämpfen und hatte wenig Zeit für Politik. | |||
Als das Reich Theostelos sich weiter ausdehnte, landeten schließlich die Kriegsvölker zu jenem Punkt, wo sich das Dorf befand. Die Soldaten ließen die Bevölkerung weitestgehend in Ruhe und befreiten sie sogar von ihren guten Dorfschulzen und Geldbesitzern. Dadurch waren die Fischer so erfreut, daß sie willig mit dem neuen Herren zusammenarbeiteten. Innerhalb weniger Monate wurde aus dem kleinen Fischerdorf ein Versorgungsposten der Armee. Schließlich wurde die wichtige, unter Umständen kriegsentscheidende Position dieses Vorpostens von den Strategen des Reiches entdeckt. Ein größeres Hafenbecken wurde ausgehoben, eine Burg erbaut und schließlich eine Mauer darum gezogen. | |||
Damit begann die neue Zeitrechnung der Dorfbewohner, die nun die Soldaten als wichtigsten Abnehmermarkt für ihren Fisch entdeckten. Die Soldaten wiederum holten ihre Familien nach, die ihrerseits Händler anzogen. Der Kreis war ihnen hold. Die Netze der Fischer waren voll, die Geschäfte der Händler reichlich und die Sorgen der Strategen beträchtlich. Die Erkenntnis setzte sich schnell durch, daß das einstige Dorf der Insel nur unzureichenden Schutz im Falle eines Angriffs bieten würde. Deshalb beschlossen die weitsichtigen Strategen von Theostelos, die Burg weiter zu befestigen. | |||
Die Freude über diese Erkenntnis war groß, und das Geld floß. Ein weiteres Hafenbecken wurde ausgehoben und die neuen Ansiedlungen außerhalb der alten Mauer wurden mit einer großen, neuen Mauer umgeben. Die gesamte Siedlung wurde völlig neu konzipiert. Dabei blieben alle landwirtschaftlichen und militärisch benutzten Gebäude außerhalb der alten Mauer, während der Handelsplatz und die meisten Wohnhäuser innerhalb der neuen Stadtmauer errichtet wurden. Das Leben ist vielfältig geworden in Askatia (der Stadt). Die Landwirtschaft hat die Fischerei auf Platz zwei verdrängt. | |||
Den größten Einfluß in der Stadt haben nach der Kreispriesterschaft aber noch immer die Seesterne. Die Gemeinschaft der Seesterne ist eine Organisation, in der alle seefahrenden Berufe organisiert sind. Da sind natürlich die Fischer, die größte Gruppe innerhalb der Seesterne, da sind die Kapitäne, die Lotsen, die Matrosen und, als besonderes, die Fischmenschen. Die Fischmenschen sind aber nicht sonderlich interessiert an der Reichspolitik und lassen sich meistens von den Lotsen vertreten. | |||
Nicht ganz soviel Einfluß hat die Organisation der Steinreichen, oder der Landratten, wie sie von den Seesternen genannt werden. In den Steinreichen sind alle Fährtensucher, Köhler und Waldarbeiter vereinigt. Sie versuchen ständig, den Wald zu schützen. Diese Organisation stützt sich weniger auf die Anzahl der Mitglieder, sondern mehr auf die ständig wachsende Sympathie in der Bevölkerung. | |||
Die mächtigste Organisation war da noch die Bruderschaft der Schuhläufer. Die Gemeinschaft der Bauern, Müller und Fuhrleuten. Säulesucher werden sie genannt von den Seesternen und Rindblecher von den Intellektuellen. | |||
Das führt uns zur Organisation der Nerdlinge, einer extrem kleinen Gruppe von Intellektuellen, hauptsächlich Alchemisten, Lehrer, Zauberer und arbeitslosen Künstlern. | |||
Die Situation zwischen den Organisationen ist im Prinzip sehr einfach. Die Seesterne und die Steinreichen beschimpfen sich gegenseitig. Es kommt vereinzelt zu Schlägereien. Die Schuhläufer und alle drei zusammen hetzen gegen die Nerdlinge. | |||
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[[Kategorie:Theostelos]] | [[Kategorie:Theostelos]] | ||
[[Kategorie:Erkenfara Info]] | |||
[[Kategorie:Erkenfara Info 1991]] | |||
Aktuelle Version vom 18. Juni 2026, 16:32 Uhr
Vorhanden in
Das dem Urreich von Theostelos in geographischer und kultureller Hinsicht am nahestehendste Land ist Askatia, welches heute von Innozent 93., dem Ordensbruder Zakhar Takima, regiert wird und seit vielen Jahrhunderten eng mit der Geschichte der Herrscher von Shon Ai verbunden war. Auch heute ist Askatia aufs Engste mit der Zukunft des Reiches Theostelos verknüpft.
Die Provinz Askatia setzt sich zusammen aus zwei Teilen: zum einen das Inselreich, zum anderen der kontinentale Teil der Provinz, der meistens schlicht und einfach Westprovinz genannt wird. Westprovinz deshalb, weil es die westliche Hälfte der Gesamtprovinz Askatia ist, obwohl es im Osten Theostelos liegt. Ein weiteres Manko der beg. ausführlichen Reichskarten und Kartographen ist für Verwirrung gesorgt. Es gibt die Provinz Askatia, wie eben beschrieben, und die Stadt Askatia. Deshalb bitte ich bei Volkszählungen das Wort „Stadt“ hinzuzufügen, damit bei der Reichspost keine Verwirrung auftritt. Die Stadt Askatia ist auch die Hauptstadt. Die der Provinz zwar nur, aber dafür für beide Teile.
Das Leben ist ruhig in Askatia (der Provinz), wäre da nicht die Reichsarmee, die die Bevölkerung mit ihren Manövern ständig auf Trab hält. Und die, die lesen und schreiben können, informieren sich durch den „Askatianer“ — der Zeitung Askatias (der Provinz und der Stadt) mit seiner Auflage von etwa 20.000 Exemplaren plus einem Exemplar für den Fürsten.
Der beliebteste Sport innerhalb der Provinz ist das sogenannte „Kreisspiel“. Bei diesem Spiel wird das Spielfeld in vier kleine und einen großen Kreis unterteilt. Es kämpfen zwei Mannschaften mit jeweils 11 Spielern darum, möglichst viele Tore beim Gegner zu erlangen. Schlagender Körperkontakt während des Spieles ist erlaubt und normal.
Die beliebteste Sportart ist im Inselreich und an der Küste der Westprovinz eine Kampfsportart, bei der ein oder mehrere Schwimmer in einem Becken gegen einen oder mehrere Kampffische kämpfen.
Am wichtigsten für alle Bauern und Fischer ist das berühmte Orakel von Weit Esak in der Westprovinz; gegründet von der Zornbruderschaft im Innozenz unter Innozent 92. Diese ausgesuchten Wahrsager und Göttermedien haben sich zum Ziel gesetzt, das Wetter vorhersagen zu können. Ihre Fehlerquote ist aber noch Opfer mancher Flüche und Witze, hier nur kurz das Kreisspiel des Abtes Altostratus, der auf dem Weg zu einer Ziegenbeschwörung wegen einer Dürre unverhofft in eine Überschwemmung geriet und fast ertrank.
Die Stadt Askatia
Die Stadt Askatia, gelegen im Südwesten des Inselreiches, ist eine sehr junge aufstrebende Stadt. Am Anfang, das heißt vor der Reichsgründung, befand sich nur ein kleines Fischerdorf mit einem befestigten Freihafen an der Stelle. Die Bevölkerung mußte um das Überleben kämpfen und hatte wenig Zeit für Politik.
Als das Reich Theostelos sich weiter ausdehnte, landeten schließlich die Kriegsvölker zu jenem Punkt, wo sich das Dorf befand. Die Soldaten ließen die Bevölkerung weitestgehend in Ruhe und befreiten sie sogar von ihren guten Dorfschulzen und Geldbesitzern. Dadurch waren die Fischer so erfreut, daß sie willig mit dem neuen Herren zusammenarbeiteten. Innerhalb weniger Monate wurde aus dem kleinen Fischerdorf ein Versorgungsposten der Armee. Schließlich wurde die wichtige, unter Umständen kriegsentscheidende Position dieses Vorpostens von den Strategen des Reiches entdeckt. Ein größeres Hafenbecken wurde ausgehoben, eine Burg erbaut und schließlich eine Mauer darum gezogen.
Damit begann die neue Zeitrechnung der Dorfbewohner, die nun die Soldaten als wichtigsten Abnehmermarkt für ihren Fisch entdeckten. Die Soldaten wiederum holten ihre Familien nach, die ihrerseits Händler anzogen. Der Kreis war ihnen hold. Die Netze der Fischer waren voll, die Geschäfte der Händler reichlich und die Sorgen der Strategen beträchtlich. Die Erkenntnis setzte sich schnell durch, daß das einstige Dorf der Insel nur unzureichenden Schutz im Falle eines Angriffs bieten würde. Deshalb beschlossen die weitsichtigen Strategen von Theostelos, die Burg weiter zu befestigen.
Die Freude über diese Erkenntnis war groß, und das Geld floß. Ein weiteres Hafenbecken wurde ausgehoben und die neuen Ansiedlungen außerhalb der alten Mauer wurden mit einer großen, neuen Mauer umgeben. Die gesamte Siedlung wurde völlig neu konzipiert. Dabei blieben alle landwirtschaftlichen und militärisch benutzten Gebäude außerhalb der alten Mauer, während der Handelsplatz und die meisten Wohnhäuser innerhalb der neuen Stadtmauer errichtet wurden. Das Leben ist vielfältig geworden in Askatia (der Stadt). Die Landwirtschaft hat die Fischerei auf Platz zwei verdrängt.
Den größten Einfluß in der Stadt haben nach der Kreispriesterschaft aber noch immer die Seesterne. Die Gemeinschaft der Seesterne ist eine Organisation, in der alle seefahrenden Berufe organisiert sind. Da sind natürlich die Fischer, die größte Gruppe innerhalb der Seesterne, da sind die Kapitäne, die Lotsen, die Matrosen und, als besonderes, die Fischmenschen. Die Fischmenschen sind aber nicht sonderlich interessiert an der Reichspolitik und lassen sich meistens von den Lotsen vertreten.
Nicht ganz soviel Einfluß hat die Organisation der Steinreichen, oder der Landratten, wie sie von den Seesternen genannt werden. In den Steinreichen sind alle Fährtensucher, Köhler und Waldarbeiter vereinigt. Sie versuchen ständig, den Wald zu schützen. Diese Organisation stützt sich weniger auf die Anzahl der Mitglieder, sondern mehr auf die ständig wachsende Sympathie in der Bevölkerung.
Die mächtigste Organisation war da noch die Bruderschaft der Schuhläufer. Die Gemeinschaft der Bauern, Müller und Fuhrleuten. Säulesucher werden sie genannt von den Seesternen und Rindblecher von den Intellektuellen.
Das führt uns zur Organisation der Nerdlinge, einer extrem kleinen Gruppe von Intellektuellen, hauptsächlich Alchemisten, Lehrer, Zauberer und arbeitslosen Künstlern.
Die Situation zwischen den Organisationen ist im Prinzip sehr einfach. Die Seesterne und die Steinreichen beschimpfen sich gegenseitig. Es kommt vereinzelt zu Schlägereien. Die Schuhläufer und alle drei zusammen hetzen gegen die Nerdlinge.
