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	<title>Eines northeimschen Barden Lied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-01T23:22:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in www.erkenfara.com</subtitle>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Eines_northeimschen_Barden_Lied&amp;diff=12969&amp;oldid=prev</id>
		<title>Isenstein: Die Seite wurde neu angelegt: „Es verlangt mich im Gemüte dränget mich zu dem Gedanken, &lt;br&gt; an das Singen gleich zu gehen zu dem Wort es bald zu bringen unseres Stammes Sang, &lt;br&gt; den alten hergebrachten nun zu singen.&lt;br&gt; Worte schmelzen mir im Munde,&lt;br&gt; Laute wollten mir entschlüpfen,&lt;br&gt; kommen mir auf meine Zunge, &lt;br&gt; zwängen, stoßen an die Zähne. Goldner Freund, mein guter Bruder, &lt;br&gt; komm, Gespiele meiner Kindheit! &lt;br&gt; Komm zugleich mit mir zu singen, &lt;br&gt; einer um den…“</title>
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		<updated>2025-08-17T13:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Es verlangt mich im Gemüte dränget mich zu dem Gedanken, &amp;lt;br&amp;gt; an das Singen gleich zu gehen zu dem Wort es bald zu bringen unseres Stammes Sang, &amp;lt;br&amp;gt; den alten hergebrachten nun zu singen.&amp;lt;br&amp;gt; Worte schmelzen mir im Munde,&amp;lt;br&amp;gt; Laute wollten mir entschlüpfen,&amp;lt;br&amp;gt; kommen mir auf meine Zunge, &amp;lt;br&amp;gt; zwängen, stoßen an die Zähne. Goldner Freund, mein guter Bruder, &amp;lt;br&amp;gt; komm, Gespiele meiner Kindheit! &amp;lt;br&amp;gt; Komm zugleich mit mir zu singen, &amp;lt;br&amp;gt; einer um den…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Es verlangt mich im Gemüte dränget mich zu dem Gedanken, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
an das Singen gleich zu gehen zu dem Wort es bald zu bringen unseres Stammes Sang, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den alten hergebrachten nun zu singen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Worte schmelzen mir im Munde,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laute wollten mir entschlüpfen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommen mir auf meine Zunge, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwängen, stoßen an die Zähne.&lt;br /&gt;
Goldner Freund, mein guter Bruder, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
komm, Gespiele meiner Kindheit! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Komm zugleich mit mir zu singen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
einer um den andern reden da wir nun zusammen kamen von zwei Seiten zueinander! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selten kommen wir zusammen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
eilt der eine zu dem andern in dem Grenzgebiet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem kargen, elend, armen Land des Nordens. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lass uns Hand in Hand nun legen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Finger ineinander fügen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
unsre liebsten Lieder singen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
unser Allerbestes bringen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Gehör den Goldnen geben, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
denen, die sich darnach sehnen in der wachsend jungen Jugend, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dem steigenden Geschlechte: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jene Worte eingegeben,&lt;br /&gt;
Sprüche alt gefügt, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
entnommen aus dem Gürtel Ramaeandras und aus NaCruachas Weite, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Schwertknauf [[Helvegr]]s, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
von dem Speerweg AnBhlarnas, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weatebixes Grenzgebieten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muinechaines Heidehügeln. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese sang der Vater einstmals an dem schönen Beilschaft schnitzend, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese lehrte mich die Mutter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hin und her die Spindel drehend, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass ein Kleinkind auf dem Boden ich noch kroch vor Kniender Großen ein gar ungebärdiger Milchbart, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
noch von Milch genährter Dumling. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Steineworte fehlten niemals, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
noch von Kreises Zauberlieder, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Altgewohnt im Lied war Stein, er versank im Zauber des Kreises. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab manch andres Wort gemerket, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zaubersprüche zugelernet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
von dem Wegrand aufgelesne, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
von dem Heidekraut geholte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Gesträuche abgestreifte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Geranke abgerissne, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus den Rispen ausgeriebne, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
von dem Fußsteig aufgehobne, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so im Stand des Hirtenbübleins, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gehend in der Herde Hütung, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf dem Rasen honig grasig, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den goldnen Hügel Höhen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und an [[Herdfeste]]s scheck’ger Seite.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst die Kälte gab Gesänge und im Regen rieselt Rede. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andre Worte wehten Winde, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten mir des Meeres Fluten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vögel fügten sinnvoll Sprüche, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baumeswipfel raunten Runen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese wickelt ich zum Knäuel, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
band in Bündel sie zusammen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lagen lange in der Kälte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
harrten dauernd unterm Sternenzelt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soll den Sang nun aus der Kälte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Frost das Lied ich langen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
meinen Scheffel in der Stube, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringen an des Tisches Ende, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter diese schönen Sparren, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
unters Dach, das hoch gehaltne. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
öffne ich der Lieder Lade, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mache frei der Verse Knäuel, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
knüpfe auf des Bündels Knoten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So will ich ein Lied wohl singen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein gar liebes klingen lassen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab erst Roggenbrot gegessen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich vom Gerstentrank genossen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kein Dünnbier gar mir reichen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun so sing ich magern Mundes, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
singe ich bei bloßem Wasser, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
froh zu dieses Abends Ehren, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu des schönen Tages Ehren, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu des Morgens neu Genüsse, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
neu Beginn des jungen Tages. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hörte häufig also sagen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hörte oft im Liede singen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
einzeln nahen uns die Nächte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
einzeln leuchten uns die Tage, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
einzeln ward auch [[Northeim|Northeheime]]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gebar den ew‘gen Sänger Kave, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die zugleich in Lüften, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schöpfungstochter und ihm Mutter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war eine Maid in Lüften, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kave, kalte Schöpfungstochter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug die Jungfernschaft so lange, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
allezeit ihr Mädchen leben in der Lüfte leichten Räumen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf dem gleich gebahnten Boden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ward zuletzt die Zeit zu lang ihr, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
überdrüssig dieses Leben, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so all eines hinzubringen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
noch als Jungfrau zu verharren in der Lüfte leichten Räumen ewig ausgedehnte Erde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon ließ sie in raschem Abstieg nun sich in die Wogen nieder, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wohl auf weite Wasser rücken unermeßlich offne Meere, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam geweht ein starker Sturmwind aus dem Osten wild ein Wetter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
macht das Meer er mächtig schäumen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ließ die Wellen wallend schlagen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sturmwind wiegte dort die Jungfrau, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
spielte mit der Maid die Meerflut, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dem blauen Seegebiete schaumgekrönter Wellenkämme, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht der schwere Wind sie schwanger,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gibt das Meer ihr Mutterfülle. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und sie trug die Last des Leibes, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Fülle mit viel Schmerzen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hielt aus siebenhundert Jahre, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug dran neun der Menschenalter. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht geboren ward das Wesen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kein Geschöpf ans Licht gelangte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwamm sie so als Wassermutter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
schwamm nach Osten und nach Westen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
schwamm nach Norden und nach Süden, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hin zu allen Himmelsrändern, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wohl dahin in heft‘gen Wehen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
armen Leibes argen Schmerzen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht geboren ward das Wesen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kein Geschöpf ans Licht gelangte,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brach sie aus in bittre Tränen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte Worte solcherweise, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weh mir dieses Schicksals wegen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mir der Armen, die so wandert! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dahin bin ich jetzt geraten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterm Himmel hinzuirren, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
da der Sturmwind mit mir spiele, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass die Welle mich hier wiege auf den weiten Wasserstrecken ausgedehnter Wellen den. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besser wär es mir gewesen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in den Lüften Jungfrau bleiben, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
als nun derzeit in der Fremde, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wassermutter hier zu werden, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie ist kühl es hier zuweilen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie so mühsam die Bewegung, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in den Wellen so zu wallen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in den Wassern so zu wandern. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh du Gott dort oben, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
du des hohen Himmels Träger! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Komm du nun, du bist vonnöten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
rascher scheine auf das Rufen! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lös die Maid aus Pein und Plage und das Weib du aus den Wehen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
komm geschwind und eile schneller, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
schneller, wo du wirst ersehnet! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
War ein Weilchen hingegangen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kaum ein Augenblick, ein kurzer. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eilt herbei da großer Drache, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
flog umher auf schwankem Fülgel, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
einen Fels für sich suchend, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine Dauerbleibestelle. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Flog nach Osten, flog nach Westen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
flog nach Norden, flog nach Süden, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann kein passend Plätzchen finden, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kein auch noch so schlechtes Stellchen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wo der Fels stark genug, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich die Stätte zu bereiten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Flog umher und schwebte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dachte nach und überlegte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn mein Haus im Wind ich baue, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den Wellen meine Wohnung, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
würd der Wind den Stein verwehen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weit entführten es die Wogen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
grad er hob die Wassermutter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie, der Lüfte kalte Tochter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
beide Kniee aus dem Meere, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus der See die Schulterblätter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
recht ein Plätzchen für den Drachen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
zum beliebten luft‘gen Hort. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drache, großer Flügelschwinger, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
schwebte gleitend schnellen Schwunges, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gewahrt der Wassermutter Knie auf bläulich klarem Rücken wähnt, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es wär ein steinig Fels, richtig fester Grund. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hin nun fliegt er, schwebet langsam, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
lässt sich auf dem Kniee nieder. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Gelege steinig Eier legt er, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
steinig Eier sechse, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
war das siebente von Eisen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf den Eiern saß er brütend, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wärmte wohl auch Kaves Kniee, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brütet einen Tag, den zweiten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brütet auch am dritten Tage, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Merkt es schon die Wassermutter,&lt;br /&gt;
Wassermutter, Lüfte Jungfrau, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
spürte, dass es heißer würde, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brennend heiß die Haut sie fühlte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
meinte, dass die Kniee brennten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alle Adern ganz zergingen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zuckt zusammen mit dem Kniee, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
schüttelt schnell gleich ihre Glieder, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
roll‘n ins Wasser alle Eier, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gut der Meerflut zum Entführen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alle Schalen spring‘n in Splitter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
springen da in viele Stücke. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch die Eier nicht versinken, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mischen sich nicht mit dem Wasser, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun verwandeln sich die Stücke, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
schön gestalten sich die Splitter. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier des Eies untre Hälfte wird hienieden Mutter Erde, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
da des Eies obre Hälfte bringt des Himmels hohen Bogen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alles Gelben obre Hälfte  wird zu lichten Sonnenstrahlen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alles Weißen Oberfläche wird zu mildem Mondesgälnzen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
was an Hellem an dem Ei war, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird zu Sternen hoch am Himmel, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
was da war an farbgen Flecken wird Gewölke in den Lüften. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Zeiten schwinden schnelle, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jahre rücken weiter immer, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei der neuen Sonne Leuchten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei des jungen Mondes Glanze. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwamm die Wassermutter immer, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wassermutter, Lüftetochter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den Wellen losen Wassern, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nebelfeuchten Flutenflächen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor sich nur das dunkle Wasser, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hinter sich den hellen Himmel. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt nun in dem neunten Jahre, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu der Zeit des zehnten Sommers, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hob ihr Haupt sie aus dem Meere, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre Stirne aus der Seeflut. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel Geschöpf hervorzubringen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unerschaffnes darzustellen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
fing sie an auf Meeresflächen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
unermessen offner Seeflut. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wo die Hand sie hin nur streckte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
da entstanden Landesspitzen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wo sie mit dem Fuße hintrat, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
da grub sie den Fischen Gruben. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wo sie ohne Absicht tauchte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
senkt sie ein die Meerestiefen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wo sie sich zur Seite wandte, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
da erschienen ebne Strände, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
lenkt den Fuß sie nach dem Lande, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so entstanden Lachseschluchten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hielt sie mit dem Haupte landwärts, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachte sie hervor die Buchten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwamm dann weiter weg vom Lande, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruht ein wenig auf dem Rücken, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
warf da Klippen auf im Meere, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
macht geheime Riffe ragen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wo die Schiffe oft zerschellen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wo der Männer Leben endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So die Welt ist wohl entstanden, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
damals in noch dunklen Tagen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
war der Götter Wille, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wohl es Menschen in die Welt zu bringen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
um der Unterhaltung willen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie so mache Ränke flocheten, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
um den Menschen dies zu kunden, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Barden durch die Weiten streifen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieder von gar vielen Taten diese zu berichten wissen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so achtet wohl und lauschet gut, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn wieder ihr Gesang vernehmet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist er eines Barden Mund entsprungen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissen Euch darob ereilt, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ziehe ich nun bald auch weiter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mein Gesang bei Euch verbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Northeim]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Isenstein</name></author>
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