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	<title>www.erkenfara.com - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=5468</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-06-01T09:32:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist Dir die Welt ein dunkles Tal&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser schweren Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stirbt das Land durch harten Stahl&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es bleibt nur noch Leid?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind Freunde unbegra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Futter für die Ra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Loddr kennt ein Ritual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Herr des Verlorenen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nimmt Dir die Qual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert&lt;br /&gt;
 und Wissen ist dann Macht‎&lt;br /&gt;
 doch Du bist leider schwer verwirrt&lt;br /&gt;
 und hast nicht mitgedacht?&lt;br /&gt;
 statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&lt;br /&gt;
 kannst du auch jemand fra-a-gen‎&lt;br /&gt;
 ob Land ob Leute oder Bier‎&lt;br /&gt;
 die Pedia, die Pedia&lt;br /&gt;
 die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=5467</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-06-01T09:19:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist Dir die Welt ein dunkles Tal&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser schweren Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stirbt das Land durch harten Stahl&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es bleibt nur noch Leid?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind Freunde unbegra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Futter für die Ra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Loddr kennt dann ein Ritual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Herr des Verlorenen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nimmt Dir die Qual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert&lt;br /&gt;
 und Wissen ist dann Macht‎&lt;br /&gt;
 doch Du bist leider schwer verwirrt&lt;br /&gt;
 und hast nicht mitgedacht?&lt;br /&gt;
 statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&lt;br /&gt;
 kannst du auch jemand fra-a-gen‎&lt;br /&gt;
 ob Land ob Leute oder Bier‎&lt;br /&gt;
 die Pedia, die Pedia&lt;br /&gt;
 die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-06-01T09:18:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist Dir die Welt ein dunkles Tal&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser schweren Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stirbt das Land durch harten Stahl&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es bleibt nur noch Leid?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind Freunde unbegra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Futter für die Ra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Loddr kennt ein Ritual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Herr des Verlorenen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nimmt Dir die Qual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert&lt;br /&gt;
 und Wissen ist dann Macht‎&lt;br /&gt;
 doch Du bist leider schwer verwirrt&lt;br /&gt;
 und hast nicht mitgedacht?&lt;br /&gt;
 statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&lt;br /&gt;
 kannst du auch jemand fra-a-gen‎&lt;br /&gt;
 ob Land ob Leute oder Bier‎&lt;br /&gt;
 die Pedia, die Pedia&lt;br /&gt;
 die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=5465</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-06-01T09:17:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist Dir die Welt ein dunkles Tal&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser schweren Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stirbt das Land durch harten Stahl&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es bleibt nur noch Leid?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind freunde unbegra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Futter für die Ra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Loddr kennt ein Ritual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Herr des Verlorenen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nimmt Dir die Qual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert&lt;br /&gt;
 und Wissen ist dann Macht‎&lt;br /&gt;
 doch Du bist leider schwer verwirrt&lt;br /&gt;
 und hast nicht mitgedacht?&lt;br /&gt;
 statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&lt;br /&gt;
 kannst du auch jemand fra-a-gen‎&lt;br /&gt;
 ob Land ob Leute oder Bier‎&lt;br /&gt;
 die Pedia, die Pedia&lt;br /&gt;
 die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=5464</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-06-01T09:16:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist Dir die Welt ein dunkles Tal&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser harten Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stirbt das Land durch harten Stahl&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es bleibt nur noch Leid?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind freunde unbegra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Futter für die Ra-a-ben&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Loddr kennt ein Ritual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Herr des Verlorenen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nimmt Dir die Qual&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert&lt;br /&gt;
 und Wissen ist dann Macht‎&lt;br /&gt;
 doch Du bist leider schwer verwirrt&lt;br /&gt;
 und hast nicht mitgedacht?&lt;br /&gt;
 statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&lt;br /&gt;
 kannst du auch jemand fra-a-gen‎&lt;br /&gt;
 ob Land ob Leute oder Bier‎&lt;br /&gt;
 die Pedia, die Pedia&lt;br /&gt;
 die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<updated>2023-05-15T08:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert ‎&amp;lt;br /&amp;gt;und Wissen ist dann Macht‎&amp;lt;br /&amp;gt;doch Du bist leider schwer verwirrt&amp;lt;br /&amp;gt;und hast nicht mitgedacht? &amp;lt;br /&amp;gt;statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&amp;lt;br /&amp;gt;kannst du auch jemand fra-a-gen‎&amp;lt;br /&amp;gt;ob Land ob Leute oder Bier‎&amp;lt;br /&amp;gt;die Pedia, die Pedia &amp;lt;br&amp;gt;die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=4654</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-05-15T08:49:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
 und Sie in Dich zurück?&lt;br /&gt;
 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert ‎&amp;lt;br /&amp;gt;und Wissen ist dann Macht‎&amp;lt;br /&amp;gt;doch Du bist leider schwer verwirrt&amp;lt;br /&amp;gt;und hast nicht mitgedacht? &amp;lt;br /&amp;gt;statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&amp;lt;br /&amp;gt;kannst du auch jemand fra-a-gen‎&amp;lt;br /&amp;gt;ob Land ob Leute oder Bier‎&amp;lt;br /&amp;gt;die Pedia, die Pedia die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2023-05-15T08:47:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Musik:&#039;&#039;&#039; Der Löwe ist los&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Text:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hast du dich manchmal schon gefragt&lt;br /&gt;
 wer gibt dir Rat und Tat?&lt;br /&gt;
 Der Kreis hat viel dazu gesagt&lt;br /&gt;
 es hilft dir der Prälat&lt;br /&gt;
 Willst du dich Bekla-a-gen&lt;br /&gt;
 in allen Lebensla-a-gen&lt;br /&gt;
 sei es aus Liebe oder Wut&lt;br /&gt;
 die Götter des Kreises&lt;br /&gt;
 sie hören dich gut&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läufst Du durch die Wüstenei&lt;br /&gt;
 weil dein Kamel verreckt?&lt;br /&gt;
 Zieht ein Sandsturm nun herbei&lt;br /&gt;
 und du bist schlecht versteckt?&lt;br /&gt;
 Hast du den Weg verlo-ho-ren&lt;br /&gt;
 und Sand in deinen Oh-ho-ren?&lt;br /&gt;
 bist ohne Hilfe du nun dran?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den BEK einfach an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Geht es los auf große Fahrt&lt;br /&gt;
 sobald erst kommt die Flut?&lt;br /&gt;
 Das Wetter hat grad aufgeklart,&lt;br /&gt;
 die Winde stehen gut?&lt;br /&gt;
 Und trotzdem die Galee-e-re&lt;br /&gt;
 ein Spielball wird der Mee-e-re?&lt;br /&gt;
 Gehst du gerade über Bord?&lt;br /&gt;
 Kasson schickt Delfine&lt;br /&gt;
 die bringen dich fort&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt, sie hält den Atem an,&lt;br /&gt;
 Die Leute schau&#039;n entsetzt&lt;br /&gt;
 Wind bläst um alle Ecken dann,&lt;br /&gt;
 Die Zelte sind zerfetzt?&lt;br /&gt;
 Verschlammt sind die Gewä-hän-der&lt;br /&gt;
 Quer durch alle Lä-än-der?&lt;br /&gt;
 Das Treffen versinkt im Morast?&lt;br /&gt;
 Cumulus, Cumulus&lt;br /&gt;
 der ist eine Last&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Stehst Du alleine in der Schlacht&lt;br /&gt;
 und hast dich gut gewehrt?&lt;br /&gt;
 Oder hast nach langer Wacht&lt;br /&gt;
 die Feinde schwer versehrt?&lt;br /&gt;
 Ist deine Wehr gebro-ho-chen&lt;br /&gt;
 und dein Leib durchsto-ho-chen?&lt;br /&gt;
 kämpfst du bis zum letzten Mann?&lt;br /&gt;
 dann bete dann bete&lt;br /&gt;
 den Horus jetzt an&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Läuft deine Ehe nicht mehr gut&lt;br /&gt;
 weil dein Gemahl versagt?&lt;br /&gt;
 Fehlt ein wenig dir die Glut&lt;br /&gt;
 weil ihr euch nicht vertragt?&lt;br /&gt;
 benötigst du jetzt Li-i-ebe&lt;br /&gt;
 und hoffst auf heiße Tri-i-be&lt;br /&gt;
 dann bete diese Göttin an&lt;br /&gt;
 die Nuit die Nuit&lt;br /&gt;
 die macht alles stramm&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Schleichst du mitten in der Nacht&lt;br /&gt;
 alleine durchs Revier?&lt;br /&gt;
 Versprach dir jemand große Macht&lt;br /&gt;
 für Mord an Mensch und Tier?&lt;br /&gt;
 Opferst du Blut und Sei-hei-de&lt;br /&gt;
 und stapfst durch Eingewei-hei-de?&lt;br /&gt;
 steht dir das Chaos nur im Sinn&lt;br /&gt;
 dem Nagesh dem Nagesh&lt;br /&gt;
 gib dich einfach hin&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Ist dein Wille dein Gesetz&lt;br /&gt;
 und Willst du was du machst?&lt;br /&gt;
 Ein Leben voll Komfort und Sex&lt;br /&gt;
 so wie es dir grad passt?&lt;br /&gt;
 Soll diese Welt gene-he-sen&lt;br /&gt;
 an deinem Überwe-he-sen?&lt;br /&gt;
 Dann spreche die Kalisti an&lt;br /&gt;
 die Göttin der Willkür&lt;br /&gt;
 erfreut sich daran&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Veränderung ist Dir ein Greul&lt;br /&gt;
 weil alles Bestens ist?&lt;br /&gt;
 Die Sklaven stören mit Geheul&lt;br /&gt;
 weil Du der Meister bist?&lt;br /&gt;
 Du solltest sie hart stra-a-fen&lt;br /&gt;
 dann kannst du ruhig schla-a-fen&lt;br /&gt;
 Beständigkeit und Ordnung schafft&lt;br /&gt;
 Marilit Marilit&lt;br /&gt;
 mit aller Kraft&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Die Welt ist voller Schlechtigkeit&lt;br /&gt;
 in dieser harten Zeit?&lt;br /&gt;
 Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
 und bist zum Kampf bereit?&lt;br /&gt;
 Willst Böses du bekrie-i-gen&lt;br /&gt;
 auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&lt;br /&gt;
 Suchst du die Freiheit oder Tod?&lt;br /&gt;
 Der gute Moribulus&lt;br /&gt;
 hilft in der Not&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Bist du tatsächlich so voll Gier&lt;br /&gt;
 das nur der Reichtum zählt?&lt;br /&gt;
 Verdienst du mit an jedem Bier&lt;br /&gt;
 und machst kaputt die Welt?&lt;br /&gt;
 Versklavst du deine Muu-u-ter&lt;br /&gt;
 und sparst an ihrem Fu-u-ter?&lt;br /&gt;
 Betrügst du alle um ihr Geld&lt;br /&gt;
 dem Mammon dem Mammon&lt;br /&gt;
 das sehr gut gefällt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&lt;br /&gt;
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 Du Sünder bist ein armer Wicht&lt;br /&gt;
 und leidest Stück für Stück?&lt;br /&gt;
 Willst Du dich selbst Erke-he-nen&lt;br /&gt;
 statt später dann zu bre-he-nen?&lt;br /&gt;
 Strebe nach dem Guten dann&lt;br /&gt;
 der Wibolt der Wibolt&lt;br /&gt;
 der schaut dich nur an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Welt ist manchmal kompliziert ‎&amp;lt;br /&amp;gt;und Wissen ist dann Macht‎&amp;lt;br /&amp;gt;doch Du bist leider schwer verwirrt und hast nicht mitgedacht? ‎&amp;lt;br /&amp;gt;statt jetzt laut zu kla-a-gen‎&amp;lt;br /&amp;gt;kannst du auch jemand fra-a-gen‎&amp;lt;br /&amp;gt;ob Land ob Leute oder Bier‎&amp;lt;br /&amp;gt;die Pedia, die Pedia die antwortet Dir.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Damit ist alles nun gesagt&lt;br /&gt;
 die Wahrheit ist nun klar&lt;br /&gt;
 So mancher hat sich schwer beklagt&lt;br /&gt;
 der voller Sünden war&lt;br /&gt;
 Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&lt;br /&gt;
 wozu die Götter ra-a-ten&lt;br /&gt;
 Bedaure es nicht hinterher&lt;br /&gt;
 die Strafen der Götter&lt;br /&gt;
 die Treffen sehr schwer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<updated>2022-08-22T13:33:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gott&lt;br /&gt;
|Domänen = Reichtums, Geiz, Gier&lt;br /&gt;
|Bild =&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = korpulenten Mann in prächtigen Gewändern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Einst dachte man, Niemand könne zwei Herren dienen: Entweder er würde den einen Hassen und den andern Lieben, oder er würde an dem einen Hängen und den andern Verachten. Man könnte nicht [[Gott]] dienen und dem [[Mammon]]. Dabei ist auch [[Mammon]] ein [[Gott]]!&amp;quot; Ein Geistlicher mit Gläubigen ist mehr gesegnet als ein Priester mit Gläubigern; wer sich an seiner Herde bereichert ist wahrhaftig von Mammon bevorzugt. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mammon]] ist der [[Gott]] des Reichtums, des oft unrechtmäßig erworbenen Vermögens, des Geizes und der Gier. Die Prälaten Mammons wurden zu Pilaten, von Seelsorgern zu Geldsorgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darstellungen zeigen Mammon als korpulenten Mann in prächtigen Gewändern, mit goldenem Tand geschmückt, während er eine prall gefüllte Geldkatze streichelt.&lt;br /&gt;
Sein Avatar ist ein Geier, welcher den Armen das Fleisch von den Knochen reißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gott]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<title>Mammon</title>
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		<updated>2022-08-22T13:32:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gott&lt;br /&gt;
|Domänen = Reichtums, Geiz, Gier&lt;br /&gt;
|Bild =&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = korpulenten Mann in prächtigen Gewändern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Einst dachte man, Niemand könne zwei Herren dienen: Entweder er würde den einen Hassen und den andern Lieben, oder er würde an dem einen Hängen und den andern Verachten. Man könnte nicht [[Gott]] dienen und dem [[Mammon]]. Dabei ist auch [[Mammon]] ein [[Gott]]!&amp;quot; Ein Geistlicher mit Gläubigen ist mehr gesegnet als ein Priester mit Gläubigern; wer sich an seiner Herde bereichert ist wahrhaftig von Mammon bevorzugt. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mammon]] ist der [[Gott]] des Reichtums, des oft unrechtmäßig erworbenen Vermögens, des Geizes und der Gier. Die Prälaten Mammons wurden zu Pilaten, von Seelsorgern zu Geldsorgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darstellungen zeigen mammon als korpulenten Mann in prächtigen Gewändern, mit goldenem Tand geschmückt, während er eine prall gefüllte Geldkatze streichelt.&lt;br /&gt;
Sein Avatar ist ein Geier, welcher den Armen das Fleisch von den Knochen reißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gott]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Primas&amp;diff=4358</id>
		<title>Primas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Primas&amp;diff=4358"/>
		<updated>2022-07-21T17:11:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: Die Seite wurde neu angelegt: „Der Primas („Erster“, „Vornehmster“) ist in mehreren Kulten ein Ehrentitel. Einem Primas können bestimmte kirchenleitende Funktionen zugeordnet sein.…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Primas („Erster“, „Vornehmster“) ist in mehreren Kulten ein Ehrentitel. Einem Primas können bestimmte kirchenleitende Funktionen zugeordnet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Glauben des Moribulus beispielsweise bezeichnet der Primas den obersten geistigen Führer dieses Gottes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Religion_von_Theostelos&amp;diff=4357</id>
		<title>Religion von Theostelos</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Religion_von_Theostelos&amp;diff=4357"/>
		<updated>2022-07-21T17:00:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Religion Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
=== Aus den wiedergefundenen Archiven des Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Religionen von [[Theostelos]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Die alten Götter:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vier „alten Götter“ Kalisti, Nuit, Horus und Marilith sind die ältesten bekannten Götter. Sie werden besonders von den Bewohnern um Theosophia verehrt, da dies das Stammland der Theokraten ist und die Verehrung dieser Herrschaftsgötter eine besonders lange Tradition hat. Die Anhänger dieser Religion leben nach den Regeln der „12 Gesetze“ welche durch die Götter vor Urzeiten verkündet wurden. Weiterhin wird Horus besonders auf den Inseln Groß- und Klein-Santanien verehrt sowie im Herzogtum Talima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Die Götter der Provinzen:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wibolt, der Zweigesichtige, ist die Gottheit de Carmothianer. Er ist ein Gott mit zwei Gesichtern. Er hat sowohl ein gütiges und lächelndes Gesicht als auch ein strenges und ernstes Antlitz. Er zeigt je nach Laune eine seiner beiden Seiten. Sünder müssen das strenge Gesicht ertragen bis sie Reue und Besserung zeigen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moribulus, Kriegsgott aus Maringola, ruft dazu auf, alle Böse und Schlechte zu bekämpfen und dadurch ins Gute zu wandeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasson ist der Gott des Meeres und des Wassers der von Seeleuten und Fischern in Askatia verehrt wird. Er wird häufig als geschuppter Mann mit Rückenflosse dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Die neue Gottheit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nagesh ist eine Gottheit des Chaos, der Verwirrung und auch des Todes. Einige Anhänger dieser Gottheit erlangen große Macht, doch hat dies immer einen hohen Preis. Die meisten Menschen fürchten ihn und seine Kräfte. Wird er verehrt, so geschieht dies in der Regel zu seiner Besänftigung, um somit Chaos und Tod abzuwenden. Der Nagesh-Kult ist im ganzen Reich verbreitet und nicht auf einige Provinzen beschränkt. Nagesh wird als verhüllte Gestalt mit Totenkopf dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Die Religion des Kreises:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Religion um den Kreis ist besonders stark auf Askatia und im Nord-Osten des Kontinents ausgeprägt. Im Kern geht es um 1.) Vereinigung der Glaubensgrundsätze von Idee, Gedanke und Tat, 2.) Den Kampf von Gut gegen Böse und 3.) Der Kreis umfasst alle Götter; Götter sind nur ein kleiner Teil aus der Gesamtheit des Kreises. Aufgrund des starken philosophischen Grundgedankens stellt der Kult um den Kreis das vereinigende Element der theostelosischen Religionskultur dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion des Kreises ===&lt;br /&gt;
Die Religion des Kreises ist fast schon eine Philosophie und hat keinen eigenen Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundzüge sind folgende:&lt;br /&gt;
* Die Zahl drei ist heilig&lt;br /&gt;
* Ein Kreis ist perfekt und damit göttlich&lt;br /&gt;
* Vereinigung von Idee, Gedanke und Tat zu einem runden Ganzen (man beachte die drei Grundmotive!)&lt;br /&gt;
* Die Religion des Kreises sieht Entitäten (=Götter) vor, die letztendlich &amp;quot;nur&amp;quot; ein Teil des Ganzen sind. Daraus begründet ist jede Gottheit automatisch Teil des Pantheons und wird in den [[Kreishaus|Kreishäuser]]n verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Struktur:&lt;br /&gt;
* [[Kreisritter]] / Ritterschaft des Kreises&lt;br /&gt;
* [[Kreispriester]] / Priester des Kreises &lt;br /&gt;
* [[Kreistempler]] / Orden der Kreistempler &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbreitung: Alle Regionen, besonders aber in [[Askatia]] und der [[Hauptstadt]] [[Theosophia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kreisbuch ===&lt;br /&gt;
Das [[Kreisbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alphabetische Liste der bekannten Götter ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Gott!!Domäne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Aida]]|| Göttin des bequemen Reisens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[ALEXSMAIERFUßBALLGOTT]]|| Gott des göttlichen Spieles&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[BEK]]||[[Yaromo|yaromesischer]] Gott der Weisheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bokkus]]||Gott des guten Lebens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Cumulus]]||Gott der Regenwolken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Horus]]||Gott des Krieges&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jumonji]]|| Gott der unberechenbaren Natur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kalisti]]|| Göttin der Willkür und Herrschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kasson]]||Meeresgott&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Mammon]]|| Gott des Reichtums und der Gier&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marilith]]|| Göttin der Macht und Beständigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Masaka]] und [[Corgano]]|| Sonne und Mondgott, Götter der Suche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Moribulus]]|| Gott des redlichen Bemühens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nagesh]]||Chaos-Gott&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nuit]]||Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Pedia]]||Die allwissende Göttin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Schantalle Euterpe Göttin|Schantalle Euterpe]]||Göttin für Musik, Kunst und Kultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Wibolt]]|| Doppelgesichtiger Gott&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus&amp;diff=4356</id>
		<title>Magus Morbus</title>
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		<updated>2022-07-21T14:40:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Magus Morbus Icon.jpg|thumb|left|Magus Morbus Icon]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Charakter&lt;br /&gt;
|Name = Magus Morbus&lt;br /&gt;
|Rufname = Morbus&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Herkunft = [[Maringola]]&lt;br /&gt;
|Lehen = [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Titel = Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Weiser der [[Pedia]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Herold (Nuncius), Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]], Held von [[Avallon]], Magus Orkus, Reichslobträger [[Eoganachta]]s&lt;br /&gt;
|Typ = Priester&lt;br /&gt;
|Gerüstet = 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Magus Morbus]] wurde in [[Maringola]] geboren und sollte Priester des [[Gott]]es [[Moribulus]] werden.&lt;br /&gt;
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelangte er in den Besitz des Tempelschatzes der örtlichen [[Kreisritter]] und setzte sich nach [[Theosophia]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort machte er sich einen Namen durch seine ehrgeizigen Versuche, ein eigenes Lehen zu erlangen. Offenbar stand er zwischenzeitlich im Dienste des theostelotischen Geheimdienstes und war als yaromesischer Bernsteinhändler namens Anwar el-Hakim hinter den feindlichen Linien unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kreisritter]] entführten ihn später aus der Hauptstadt und versuchten, ihn in [[Maringola]] aburteilen zu lassen.&lt;br /&gt;
Seine Strafe war, dass er zum obersten Priester des [[Moribulus]] gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dient dem [[Reich]] [[Theostelos]] in verschiedenen Funktionen und hält inzwischen diverse Titel.&lt;br /&gt;
Er ist Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Weiser der [[Pedia]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Herold (Nuncius) und Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]].&lt;br /&gt;
Ausländische Ehrentitel: Held von [[Avallon]], Magus Orkus und Reichslobträger [[Eoganachta]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem drei Zauberer [[Helborn]]s sich zusammen taten und ihn auf dem Schlachtfeld meucheln wollten ist sein Familienmotto nun &#039;&#039;&amp;quot;Drei ist nicht genug&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abenteuer des Magus Morbus ==&lt;br /&gt;
* [[Vorstellung Magus Morbus]] (Anno 2008)&lt;br /&gt;
* [[Magus Morbus verdient sich sein Lehen]] (Anno 2009)&lt;br /&gt;
* [[Northeimer Spionageabenteuer]] (Anno 2009, aus thematischen Gründen ausgegliedert aus &amp;quot;Morbus verdient sich sein Lehen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* [[Morbus in der Unterwelt]] (Anno 2011, Fragment)&lt;br /&gt;
* [[Morbus geht ins Licht, oder auch nicht]] (Anno 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Charakter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus&amp;diff=4355</id>
		<title>Magus Morbus</title>
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		<updated>2022-07-21T14:38:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Magus Morbus Icon.jpg|thumb|left|Magus Morbus Icon]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Charakter&lt;br /&gt;
|Name = Magus Morbus&lt;br /&gt;
|Rufname = Morbus&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Herkunft = [[Maringola]]&lt;br /&gt;
|Lehen = [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Titel = Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Weiser der [[Pedia]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Herold (Nuncius), Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]], Held von [[Avallon]], Magus Orkus, Reichslobträger [[Eoganachta]]s&lt;br /&gt;
|Typ = Priester&lt;br /&gt;
|Gerüstet = 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Magus Morbus]] wurde in [[Maringola]] geboren und sollte Priester des [[Gott]]es [[Moribulus]] werden.&lt;br /&gt;
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelangte er in den Besitz des Tempelschatzes der örtlichen [[Kreisritter]] und setzte sich nach [[Theosophia]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort machte er sich einen Namen durch seine ehrgeizigen Versuche, ein eigenes Lehen zu erlangen. Offenbar stand er zwischenzeitlich im Dienste des theostelotischen Geheimdienstes und war als yaromesischer Bernsteinhändler namens Anwar el-Hakim hinter den feindlichen Linien unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kreisritter]] entführten ihn später aus der Hauptstadt und versuchten, ihn in [[Maringola]] aburteilen zu lassen.&lt;br /&gt;
Seine Strafe war, dass er zum obersten Priester des [[Moribulus]] gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dient dem [[Reich]] [[Theostelos]] in verschiedenen Funktionen und hält inzwischen diverse Titel.&lt;br /&gt;
Er ist Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Weiser der [[Pedia]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius und Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]].&lt;br /&gt;
Ausländische Ehrentitel: Held von [[Avallon]], Magus Orkus und Reichslobträger [[Eoganachta]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem drei Zauberer [[Helborn]]s sich zusammen taten und ihn auf dem Schlachtfeld meucheln wollten ist sein Familienmotto nun &#039;&#039;&amp;quot;Drei ist nicht genug&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abenteuer des Magus Morbus ==&lt;br /&gt;
* [[Vorstellung Magus Morbus]] (Anno 2008)&lt;br /&gt;
* [[Magus Morbus verdient sich sein Lehen]] (Anno 2009)&lt;br /&gt;
* [[Northeimer Spionageabenteuer]] (Anno 2009, aus thematischen Gründen ausgegliedert aus &amp;quot;Morbus verdient sich sein Lehen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* [[Morbus in der Unterwelt]] (Anno 2011, Fragment)&lt;br /&gt;
* [[Morbus geht ins Licht, oder auch nicht]] (Anno 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Charakter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=4354</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=4354"/>
		<updated>2022-07-21T14:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(Musik: Der Löwe ist los)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Text: [[Magus Morbus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du dich manchmal schon gefragt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wer gibt dir Rat und Tat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kreis hat viel dazu gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es hilft dir der Prälat&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst du dich Bekla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in allen Lebensla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei es aus Liebe oder Wut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Götter des Kreises&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie hören dich gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läufst Du durch die Wüstenei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Kamel verreckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zieht ein Sandsturm nun herbei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist schlecht versteckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du den Weg verlo-ho-ren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sand in deinen Oh-ho-ren?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist ohne Hilfe du nun dran?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den BEK einfach an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es los auf große Fahrt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sobald erst kommt die Flut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Wetter hat grad aufgeklart,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Winde stehen gut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und trotzdem die Galee-e-re&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Spielball wird der Mee-e-re?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gehst du gerade über Bord?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kasson schickt Delfine&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die bringen dich fort&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt, sie hält den Atem an,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leute schau&#039;n entsetzt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wind bläst um alle Ecken dann,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zelte sind zerfetzt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verschlammt sind die Gewä-hän-der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quer durch alle Lä-än-der?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Treffen versinkt im Morast?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cumulus, Cumulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ist eine Last&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehst Du alleine in der Schlacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hast dich gut gewehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder hast nach langer Wacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Feinde schwer versehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist deine Wehr gebro-ho-chen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dein Leib durchsto-ho-chen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kämpfst du bis zum letzten Mann?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Horus jetzt an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läuft deine Ehe nicht mehr gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Gemahl versagt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fehlt ein wenig dir die Glut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil ihr euch nicht vertragt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
benötigst du jetzt Li-i-ebe&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hoffst auf heiße Tri-i-be&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete diese Göttin an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Nuit die Nuit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die macht alles stramm&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleichst du mitten in der Nacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine durchs Revier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versprach dir jemand große Macht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Mord an Mensch und Tier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Opferst du Blut und Sei-hei-de&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und stapfst durch Eingewei-hei-de?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht dir das Chaos nur im Sinn&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Nagesh dem Nagesh&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gib dich einfach hin&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist dein Wille dein Gesetz&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Willst du was du machst?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Leben voll Komfort und Sex&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wie es dir grad passt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soll diese Welt gene-he-sen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
an deinem Überwe-he-sen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann spreche die Kalisti an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Göttin der Willkür&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
erfreut sich daran&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veränderung ist Dir ein Greul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil alles Bestens ist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Sklaven stören mit Geheul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Du der Meister bist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du solltest sie hart stra-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kannst du ruhig schla-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beständigkeit und Ordnung schafft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marilit Marilit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit aller Kraft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt ist voller Schlechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser harten Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bist zum Kampf bereit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Böses du bekrie-i-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Suchst du die Freiheit oder Tod?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gute Moribulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft in der Not&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du tatsächlich so voll Gier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das nur der Reichtum zählt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdienst du mit an jedem Bier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und machst kaputt die Welt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versklavst du deine Muu-u-ter&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sparst an ihrem Fu-u-ter?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrügst du alle um ihr Geld&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Mammon dem Mammon&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sehr gut gefällt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sie in Dich zurück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du Sünder bist ein armer Wicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und leidest Stück für Stück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Du dich selbst Erke-he-nen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
statt später dann zu bre-he-nen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Strebe nach dem Guten dann&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Wibolt der Wibolt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der schaut dich nur an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist alles nun gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Wahrheit ist nun klar&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So mancher hat sich schwer beklagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der voller Sünden war&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bedenk´ bei deinen Ta-a-ten&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wozu die Götter ra-a-ten&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bedaure es nicht hinterher&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Strafen der Götter&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Treffen sehr schwer&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=4353</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2022-07-21T13:44:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(Musik: Der Löwe ist los)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Text: [[Magus Morbus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du dich manchmal schon gefragt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wer gibt dir Rat und Tat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kreis hat viel dazu gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es hilft dir der Prälat&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst du dich Bekla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in allen Lebensla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei es aus Liebe oder Wut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Götter des Kreises&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie hören dich gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läufst Du durch die Wüstenei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Kamel verreckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zieht ein Sandsturm nun herbei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist schlecht versteckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du den Weg verlo-ho-ren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sand in deinen Oh-ho-ren?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist ohne Hilfe du nun dran?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den BEK einfach an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es los auf große Fahrt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sobald erst kommt die Flut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Wetter hat grad aufgeklart,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Winde stehen gut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und trotzdem die Galee-e-re&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Spielball wird der Mee-e-re?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gehst du gerade über Bord?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kasson schickt Delfine&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die bringen dich fort&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt, sie hält den Atem an,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leute schau&#039;n entsetzt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wind bläst um alle Ecken dann,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zelte sind zerfetzt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verschlammt sind die Gewä-hän-der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quer durch alle Lä-än-der?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Treffen versinkt im Morast?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cumulus, Cumulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ist eine Last&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehst Du alleine in der Schlacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hast dich gut gewehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder hast nach langer Wacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Feinde schwer versehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist deine Wehr gebro-ho-chen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dein Leib durchsto-ho-chen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kämpfst du bis zum letzten Mann?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Horus jetzt an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läuft deine Ehe nicht mehr gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Gemahl versagt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fehlt ein wenig dir die Glut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil ihr euch nicht vertragt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
benötigst du jetzt Li-i-ebe&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hoffst auf heiße Tri-i-be&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete diese Göttin an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Nuit die Nuit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die macht alles stramm&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleichst du mitten in der Nacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine durchs Revier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versprach dir jemand große Macht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Mord an Mensch und Tier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Opferst du Blut und Sei-hei-de&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und stapfst durch Eingewei-hei-de?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht dir das Chaos nur im Sinn&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Nagesh dem Nagesh&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gib dich einfach hin&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist dein Wille dein Gesetz&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Willst du was du machst?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Leben voll Komfort und Sex&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wie es dir grad passt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soll diese Welt gene-he-sen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
an deinem Überwe-he-sen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann spreche die Kalisti an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Göttin der Willkür&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
erfreut sich daran&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veränderung ist Dir ein Greul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil alles Bestens ist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Sklaven stören mit Geheul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Du der Meister bist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du solltest sie hart stra-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kannst du ruhig schla-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beständigkeit und Ordnung schafft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marilit Marilit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit aller Kraft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt ist voller Schlechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser harten Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bist zum Kampf bereit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Böses du bekrie-i-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Suchst du die Freiheit oder Tod?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gute Moribulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft in der Not&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sie in Dich zurück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du Sünder bist ein armer Wicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und leidest Stück für Stück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Du dich selbst Erke-he-nen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
statt später dann zu bre-he-nen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Strebe nach dem Guten dann&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Wibolt der Wibolt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der schaut dich nur an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du tatsächlich so voll Gier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das nur der Reichtum zählt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdienst du mit an jedem Bier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und machst kaputt die Welt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versklavst du deine Muu-u-ter&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sparst an ihrem Fu-u-ter?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrügst du alle um ihr Geld&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Mammon dem Mammon&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sehr gut gefällt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du dich manchmal schon gefragt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wer gibt dir Rat und Tat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kreis hat viel dazu gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es hilft dir der Prälat&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst du dich Bekla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in allen Lebensla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei es aus Liebe oder Wut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Götter des Kreises&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie hören dich gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=4352</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2022-07-21T13:36:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(Musik: Der Löwe ist los)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Text: [[Magus Morbus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du dich manchmal schon gefragt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wer gibt dir Rat und Tat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kreis hat viel dazu gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es hilft dir der Prälat&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst du dich Bekla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in allen Lebensla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei es aus Liebe oder Wut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Götter des Kreises&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie hören dich gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läufst Du durch die Wüstenei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Kamel verreckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zieht ein Sandsturm nun herbei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist schlecht versteckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du den Weg verlo-ho-ren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sand in deinen Oh-ho-ren?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist ohne Hilfe du nun dran?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den BEK einfach an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es los auf große Fahrt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sobald erst kommt die Flut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Wetter hat grad aufgeklart,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Winde stehen gut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und trotzdem die Galee-e-re&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Spielball wird der Mee-e-re?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gehst du gerade über Bord?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kasson schickt Delfine&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die bringen dich fort&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt, sie hält den Atem an,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leute schau&#039;n entsetzt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wind bläst um alle Ecken dann,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zelte sind zerfetzt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verschlammt sind die Gewä-hän-der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quer durch alle Lä-än-der?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Treffen versinkt im Morast?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cumulus, Cumulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ist eine Last&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehst Du alleine in der Schlacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hast dich gut gewehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder hast nach langer Wacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Feinde schwer versehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist deine Wehr gebro-ho-chen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dein Leib durchsto-ho-chen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kämpfst du bis zum letzten Mann?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Horus jetzt an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läuft deine Ehe nicht mehr gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Gemahl versagt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fehlt ein wenig dir die Glut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil ihr euch nicht vertragt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
benötigst du jetzt Li-i-ebe&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hoffst auf heiße Tri-i-be&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete diese Göttin an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Nuit die Nuit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die macht alles stramm&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleichst du mitten in der Nacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine durchs Revier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versprach dir jemand große Macht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Mord an Mensch und Tier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Opferst du Blut und Sei-hei-de&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und stapfst durch Eingewei-hei-de?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht dir das Chaos nur im Sinn&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Nagesh dem Nagesh&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gib dich einfach hin&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist dein Wille dein Gesetz&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und willst du was du machst?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Leben voll Komfort und Sex&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wie es dir grad passt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soll diese Welt gene-he-sen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
an deinem Überwe-he-sen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann spreche die Kalisti an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Göttin der Willkür&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
erfreut sich daran&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veränderung ist Dir ein Greul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil alles Bestens ist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Sklaven stören mit Geheul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Du der Meister bist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du solltest sie hart stra-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kannst du ruhig schla-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beständigkeit und Ordnung schafft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marilit Marilit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit aller Kraft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt ist voller Schlechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser harten Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bist zum Kampf bereit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Böses du bekrie-i-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Suchst du die Freiheit oder Tod?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gute Moribulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft in der Not&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sie in Dich zurück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du Sünder bist ein armer Wicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und leidest Stück für Stück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Du dich selbst Erke-he-nen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
statt später dann zu bren-he-nen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Strebe nach dem Guten dann&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Wibolt der Wibolt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der schaut dich nur an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du tatsächlich so voll Gier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das nur der Reichtum zählt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdienst du mit an jedem Bier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und machst kaputt die Welt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versklavst du deine Muu-u-ter&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sparst an ihrem Fu-u-ter?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrügst du alle um ihr Geld&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Mammon dem Mammon&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sehr gut gefällt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du dich manchmal schon gefragt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wer gibt dir Rat und Tat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kreis hat viel dazu gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es hilft dir der Prälat&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst du dich Bekla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in allen Lebensla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei es aus Liebe oder Wut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Götter des Kreises&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie hören dich gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_G%C3%B6tter_des_Kreises&amp;diff=4351</id>
		<title>Die Götter des Kreises</title>
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		<updated>2022-07-21T13:34:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(Musik: Der Löwe ist los)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Text: [[Magus Morbus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du dich manchmal schon gefragt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wer gibt dir Rat und Tat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kreis hat viel dazu gesagt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
es hilft dir der Prälat&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst du dich Bekla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in allen Lebensla-a-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sei es aus Liebe oder Wut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Götter des Kreises&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie hören dich gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läufst Du durch die Wüstenei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Kamel verreckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zieht ein Sandsturm nun herbei&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist schlecht versteckt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du den Weg verlo-ho-ren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sand in deinen Oh-ho-ren?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist ohne Hilfe du nun dran?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den BEK einfach an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es los auf große Fahrt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sobald erst kommt die Flut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Wetter hat grad aufgeklart,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Winde stehen gut?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und trotzdem die Galee-e-re&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Spielball wird der Mee-e-re?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gehst du gerade über Bord?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kasson schickt Delfine&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die bringen dich fort&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt, sie hält den Atem an,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leute schau&#039;n entsetzt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wind bläst um alle Ecken dann,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zelte sind zerfetzt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verschlammt sind die Gewä-hän-der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quer durch alle Lä-än-der?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Treffen versinkt im Morast?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cumulus, Cumulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ist eine Last&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehst Du alleine in der Schlacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hast dich gut gewehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder hast nach langer Wacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Feinde schwer versehrt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist deine Wehr gebro-ho-chen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dein Leib durchsto-ho-chen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kämpfst du bis zum letzten Mann?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete dann bete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Horus jetzt an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läuft deine Ehe nicht mehr gut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil dein Gemahl versagt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fehlt ein wenig dir die Glut&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil ihr euch nicht vertragt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
benötigst du jetzt Li-i-ebe&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hoffst auf heiße Tri-i-be&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann bete diese Göttin an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Nuit die Nuit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die macht alles stramm&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleichst du mitten in der Nacht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine durchs Revier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versprach dir jemand große Macht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Mord an Mensch und Tier?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Opferst du Blut und Sei-hei-de&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und stapfst durch Eingewei-hei-de?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht dir das Chaos nur im Sinn&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Nagesh dem Nagesh&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gib dich einfach hin&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist dein Wille dein Gesetz&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und willst du was du machst?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Leben voll Komfort und Sex&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wie es dir grad passt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soll diese Welt gene-he-sen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
an deinem Überwe-he-sen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann spreche die Kalisti an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Göttin der Willkür&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
erfreut sich daran&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veränderung ist Dir ein Greul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil alles Bestens ist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Sklaven stören mit Geheul&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Du der Meister bist?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du solltest sie hart stra-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kannst du ruhig schla-a-fen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beständigkeit und Ordnung schafft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marilit Marilit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit aller Kraft&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt ist voller Schlechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser harten Zeit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du sehnst dich nach Gerechtigkeit&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bist zum Kampf bereit?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Böses du bekrie-i-gen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn du nicht kanns sie-i-gen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Suchst du die Freiheit oder Tod?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gute Moribulus&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft in der Not&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blickst Du der Wahrheit ins Gesicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Sie in Dich zurück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du Sünder bist ein armer Wicht&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und leidest Stück für Stück?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willst Du dich selbst Erke-he-nen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
statt später dann zu bren-he-nen?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Strebe nach dem Guten dann&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Wibolt der Wibolt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der schaut dich nur an&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du tatsächlich so voll Gier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das nur der Reichtum zählt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdienst du mit an jedem Bier&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und machst kaputt die Welt?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versklavst du deine Muu-u-ter&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sparst an ihrem Fu-u-ter?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrügst du alle um ihr Geld&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Mammon dem Mammon&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sehr gut gefällt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Religion_von_Theostelos&amp;diff=4350</id>
		<title>Religion von Theostelos</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Religion_von_Theostelos&amp;diff=4350"/>
		<updated>2022-07-21T13:06:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Religion Zusammenfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Religion Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
=== Aus den wiedergefundenen Archiven des Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Religionen von [[Theostelos]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Die alten Götter:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vier „alten Götter“ Kalisti, Nuit, Horus und Marilith sind die ältesten bekannten Götter. Sie werden besonders von den Bewohnern um Theosophia verehrt, da dies das Stammland der Theokraten ist und die Verehrung dieser Herrschaftsgötter eine besonders lange Tradition hat. Die Anhänger dieser Religion leben nach den Regeln der „12 Gesetze“ welche durch die Götter vor Urzeiten verkündet wurden. Weiterhin wird Horus besonders auf den Inseln Groß- und Klein-Santanien verehrt sowie im Herzogtum Talima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Die Götter der Provinzen:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wibolt, der Zweigesichtige, ist die Gottheit de Carmothianer. Er ist ein Gott mit zwei Gesichtern. Er hat sowohl ein gütiges und lächelndes Gesicht als auch ein strenges und ernstes Antlitz. Er zeigt je nach Laune eine seiner beiden Seiten. Sünder müssen das strenge Gesicht ertragen bis sie Reue und Besserung zeigen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moribulus, Kriegsgott aus Maringola, ruft dazu auf, alle Böse und Schlechte zu bekämpfen und dadurch ins Gute zu wandeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasson ist der Gott des Meeres und des Wassers der von Seeleuten und Fischern in Askatia verehrt wird. Er wird häufig als geschuppter Mann mit Rückenflosse dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Die neue Gottheit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nagesh ist eine Gottheit des Chaos, der Verwirrung und auch des Todes. Einige Anhänger dieser Gottheit erlangen große Macht, doch hat dies immer einen hohen Preis. Die meisten Menschen fürchten ihn und seine Kräfte. Wird er verehrt, so geschieht dies in der Regel zu seiner Besänftigung, um somit Chaos und Tod abzuwenden. Der Nagesh-Kult ist im ganzen Reich verbreitet und nicht auf einige Provinzen beschränkt. Nagesh wird als verhüllte Gestalt mit Totenkopf dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Die Religion des Kreises:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Religion um den Kreis ist besonders stark auf Askatia und im Nord-Osten des Kontinents ausgeprägt. Im Kern geht es um 1.) Vereinigung der Glaubensgrundsätze von Idee, Gedanke und Tat, 2.) Den Kampf von Gut gegen Böse und 3.) Der Kreis umfasst alle Götter; Götter sind nur ein kleiner Teil aus der Gesamtheit des Kreises. Aufgrund des starken philosophischen Grundgedankens stellt der Kult um den Kreis das vereinigende Element der theostelosischen Religionskultur dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion des Kreises ===&lt;br /&gt;
Die Religion des Kreises ist fast schon eine Philosophie und hat keinen eigenen Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundzüge sind folgende:&lt;br /&gt;
* Die Zahl drei ist heilig&lt;br /&gt;
* Ein Kreis ist perfekt und damit göttlich&lt;br /&gt;
* Vereinigung von Idee, Gedanke und Tat zu einem runden Ganzen (man beachte die drei Grundmotive!)&lt;br /&gt;
* Die Religion des Kreises sieht Entitäten (=Götter) vor, die letztendlich &amp;quot;nur&amp;quot; ein Teil des Ganzen sind. Daraus begründet ist jede Gottheit automatisch Teil des Pantheons und wird in den [[Kreishaus|Kreishäuser]]n verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Struktur:&lt;br /&gt;
* [[Kreisritter]] / Ritterschaft des Kreises&lt;br /&gt;
* [[Kreispriester]] / Priester des Kreises &lt;br /&gt;
* [[Kreistempler]] / Orden der Kreistempler &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbreitung: Alle Regionen, besonders aber in [[Askatia]] und der [[Hauptstadt]] [[Theosophia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kreisbuch ===&lt;br /&gt;
Das [[Kreisbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alphabetische Liste der bekannten Göttern ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Gott!!Domäne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Aida]]|| Göttin des bequemen Reisens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[ALEXSMAIERFUßBALLGOTT]]|| Gott des göttlichen Spieles&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[BEK]]||[[Yaromo|yaromesischer]] Gott der Weisheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bokkus]]||Gott des guten Lebens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Cumulus]]||Gott der Regenwolken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Horus]]||Gott des Krieges&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Jumonji]]|| Gott der unberechenbaren Natur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kalisti]]|| Göttin der Willkür und Herrschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kasson]]||Meeresgott&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Mammon]]|| Gott des Reichtums und der Gier&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Marilith]]|| Göttin der Macht und Beständigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Masaka]] und [[Corgano]]|| Sonne und Mondgott, Götter der Suche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Moribulus]]|| Gott des redlichen Bemühens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nagesh]]||Chaos-Gott&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nuit]]||Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Pedia]]||Die allwissende Göttin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Schantalle Euterpe Göttin|Schantalle Euterpe]]||Göttin für Musik, Kunst und Kultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Wibolt]]|| Doppelgesichtiger Gott&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Handelsspiel&amp;diff=4331</id>
		<title>Handelsspiel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Handelsspiel&amp;diff=4331"/>
		<updated>2022-07-19T16:13:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Die Artefakte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bereits zu Beginn des [[Brettspiel]]s wurde das [[Wagenrennen]] und das [[Rollenspiel]] eingeführt.&lt;br /&gt;
20?? wurde dann das [[Handelsspiel]] als weiteres &amp;quot;Satellitenspiel&amp;quot; eingeführt, das als Ergänzung zum im Mittelpunkt stehenden Brettspiel betrachtet werden kann.&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um eine Art Sammelkartenspiel bei dem Gebäude und Artefakte gebaut werden können die dem Reich und seinen [[Charakter]]en zugute kommen.&lt;br /&gt;
Üblicherweise übernimmt ein [[Charakter]] aus jedem [[Reich]] die Rolle des [[Händler|Reichshändler]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Karten ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Alchimistensilber]]&lt;br /&gt;
* [[Mithril]]&lt;br /&gt;
* [[Spinnenseide]]&lt;br /&gt;
* [[Steinholz]]&lt;br /&gt;
* [[Sternenstaub]]&lt;br /&gt;
* [[Riesenkrankenhaut]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Edelholz]]&lt;br /&gt;
* [[Kristall]]&lt;br /&gt;
* [[Magiestein]]&lt;br /&gt;
* [[Marmor]]&lt;br /&gt;
* [[Zaubertinte]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Arienthium]]&lt;br /&gt;
* [[Erdium]]&lt;br /&gt;
* [[Luftilith]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Hexenkraut]]&lt;br /&gt;
* [[Koboldkraut]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Baumeister]]&lt;br /&gt;
* [[Schreiner]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Artefakte ==&lt;br /&gt;
Jedes Reich hat die Möglichkeit ein bestimmtes Artefakt herzustellen, welche einzelnen Spielern übereignet werden und im Rollenspiel benutzt werden können. Die Herstellung des Artefaktes verschlingt große Mengen unterschiedlichster Rohstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Avallon kann eine magische Waffe schmieden, während Theostelos ein Zauberamulett herstellen kann. Diese Artefakte müssen fest an einen Charakter gebunden werden und sind danach nicht mehr von anderen Spielern nutzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gebäude ==&lt;br /&gt;
TODO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Händlerrat ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Avallon]] || Michel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Commercium]] || &amp;quot;Abraham&amp;quot; (Christian)&amp;lt;br&amp;gt;[[Eloise Victoria Di Spira]] (Fredde)&amp;lt;br&amp;gt;[[Katharina Moretti]] (Sabine)&amp;lt;br&amp;gt;(Nono)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eoganachta]] || [[Caellach Calla Solveig]] (Anna)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Helborn]] || (Jan)&amp;lt;br&amp;gt;(Marc)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nordheim]] || [[Nyssa Njørdsdottír]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[O&#039;Har]] || [[Fargas]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[PPP]] || [[Anne Cormac]] (Sophi)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Theostelos]] || [[Magus Morbus]] (Stefan)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[USA]] || [[Firlefanz von Firle-Fanta]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vir&#039;Vachal]] || (Benni)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Yaromo]] || [[Bero]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenfara]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Jestocot&amp;diff=4325</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Jestocot</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Jestocot&amp;diff=4325"/>
		<updated>2022-07-19T15:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Handelsspiel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==O&#039;Hor==&lt;br /&gt;
Ist O&#039;Hor nicht auch O&#039;Har? Dann ist der Eintrag falsch. [[Benutzer:Jestocot|Jestocot]] ([[Benutzer Diskussion:Jestocot|Diskussion]])&lt;br /&gt;
: O&#039;Har ist richtig. Die Domain lautete auf ohar.de. Ich hatte bereits eine Umleitung eingerichtet. Ich mach mich an das Ersetzen .. kannst du mir das Recht geben Seiten zu löschen? Dann kann ich sowas bereinigen und muß keine Umleitungen hinterlassen ... [[Benutzer:Bero|Bero]] ([[Benutzer Diskussion:Bero|Diskussion]]) 15:27, 25. Jun. 2022 (UTC)&lt;br /&gt;
:: Alle Vorkommen von O&#039;Hor wurden durch O&#039;Har ersetzt. [[Benutzer:Bero|Bero]] ([[Benutzer Diskussion:Bero|Diskussion]]) 15:36, 25. Jun. 2022 (UTC)&lt;br /&gt;
::: Umleitung ist besser als löschen.[[Benutzer:Jestocot|Jestocot]] ([[Benutzer Diskussion:Jestocot|Diskussion]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handelsspiel==&lt;br /&gt;
War der Witz nicht ein Krankenhaus/Krakenhaut Tippfehler auf den Karten?[[Benutzer:Jestocot|Jestocot]] ([[Benutzer Diskussion:Jestocot|Diskussion]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdie hatte sich echt vertippt, aber es war eine Krankenhaut, kein Krankenhaus. Gruß Morbus&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Jestocot&amp;diff=4324</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Jestocot</title>
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		<updated>2022-07-19T15:16:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Handelsspiel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==O&#039;Hor==&lt;br /&gt;
Ist O&#039;Hor nicht auch O&#039;Har? Dann ist der Eintrag falsch. [[Benutzer:Jestocot|Jestocot]] ([[Benutzer Diskussion:Jestocot|Diskussion]])&lt;br /&gt;
: O&#039;Har ist richtig. Die Domain lautete auf ohar.de. Ich hatte bereits eine Umleitung eingerichtet. Ich mach mich an das Ersetzen .. kannst du mir das Recht geben Seiten zu löschen? Dann kann ich sowas bereinigen und muß keine Umleitungen hinterlassen ... [[Benutzer:Bero|Bero]] ([[Benutzer Diskussion:Bero|Diskussion]]) 15:27, 25. Jun. 2022 (UTC)&lt;br /&gt;
:: Alle Vorkommen von O&#039;Hor wurden durch O&#039;Har ersetzt. [[Benutzer:Bero|Bero]] ([[Benutzer Diskussion:Bero|Diskussion]]) 15:36, 25. Jun. 2022 (UTC)&lt;br /&gt;
::: Umleitung ist besser als löschen.[[Benutzer:Jestocot|Jestocot]] ([[Benutzer Diskussion:Jestocot|Diskussion]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handelsspiel==&lt;br /&gt;
War der Witz nicht ein Krankenhaus/Krakenhaut Tippfehler auf den Karten?[[Benutzer:Jestocot|Jestocot]] ([[Benutzer Diskussion:Jestocot|Diskussion]])&lt;br /&gt;
Erdie hatte sich echt vertippt, aber es war eine Krankenhaut, kein Krankenhaus. Gruß Morbus&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Die_Elementare&amp;diff=4322</id>
		<title>Die Elementare</title>
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		<updated>2022-07-19T14:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Thurr Orxam]] 1. Erdelementar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2001 ==&lt;br /&gt;
[[Mandragora]] wird Magie-Elementar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2004 ==&lt;br /&gt;
[[Alan el Kerim]] steigt auf in die Reihen der Elementare und ist nun bekannt als das Erdelementar Erdie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenfara]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Handelsspiel&amp;diff=4320</id>
		<title>Handelsspiel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Handelsspiel&amp;diff=4320"/>
		<updated>2022-07-19T12:33:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Die Artefakte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bereits zu Beginn des [[Brettspiel]]s wurde das [[Wagenrennen]] und das [[Rollenspiel]] eingeführt.&lt;br /&gt;
20?? wurde dann das [[Handelsspiel]] als weiteres &amp;quot;Satellitenspiel&amp;quot; eingeführt, das als Ergänzung zum im Mittelpunkt stehenden Brettspiel betrachtet werden kann.&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um eine Art Sammelkartenspiel bei dem Gebäude und Artefakte gebaut werden können die dem Reich und seinen [[Charakter]]en zugute kommen.&lt;br /&gt;
Üblicherweise übernimmt ein [[Charakter]] aus jedem [[Reich]] die Rolle des [[Händler|Reichshändler]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Karten ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Alchimistensilber]]&lt;br /&gt;
* [[Mithril]]&lt;br /&gt;
* [[Spinnenseide]]&lt;br /&gt;
* [[Steinholz]]&lt;br /&gt;
* [[Sternenstaub]]&lt;br /&gt;
* [[Riesenkrankenhaut]]&lt;br /&gt;
* [[Hexenkraut]]&lt;br /&gt;
* [[Koboldkraut]]&lt;br /&gt;
* [[Zaubertinte]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Edelholz]]&lt;br /&gt;
* [[Kristall]]&lt;br /&gt;
* [[Magiestein]]&lt;br /&gt;
* [[Marmor]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Arienthium]]&lt;br /&gt;
* [[Erdium]]&lt;br /&gt;
* [[Luftilith]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Baumeister]]&lt;br /&gt;
* [[Schreiner]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Artefakte ==&lt;br /&gt;
Jedes Reich hat die Möglichkeit ein bestimmtes Artefakt herzustellen, welche einzelnen Spielern übereignet werden und im Rollenspiel benutzt werden können. Die Herstellung des Artefaktes verschlingt große Mengen unterschiedlichster Rohstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Avallon kann eine magische Waffe schmieden, während Theostelos ein Zauberamulett herstellen kann. Diese Artefakte müssen fest an einen Charakter gebunden werden und sind daher nicht von anderen Spielern nutzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gebäude ==&lt;br /&gt;
TODO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenfara]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Handelsspiel&amp;diff=4319</id>
		<title>Handelsspiel</title>
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		<updated>2022-07-19T12:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Die Karten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bereits zu Beginn des [[Brettspiel]]s wurde das [[Wagenrennen]] und das [[Rollenspiel]] eingeführt.&lt;br /&gt;
20?? wurde dann das [[Handelsspiel]] als weiteres &amp;quot;Satellitenspiel&amp;quot; eingeführt, das als Ergänzung zum im Mittelpunkt stehenden Brettspiel betrachtet werden kann.&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um eine Art Sammelkartenspiel bei dem Gebäude und Artefakte gebaut werden können die dem Reich und seinen [[Charakter]]en zugute kommen.&lt;br /&gt;
Üblicherweise übernimmt ein [[Charakter]] aus jedem [[Reich]] die Rolle des [[Händler|Reichshändler]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Karten ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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* [[Alchimistensilber]]&lt;br /&gt;
* [[Mithril]]&lt;br /&gt;
* [[Spinnenseide]]&lt;br /&gt;
* [[Steinholz]]&lt;br /&gt;
* [[Sternenstaub]]&lt;br /&gt;
* [[Riesenkrankenhaut]]&lt;br /&gt;
* [[Hexenkraut]]&lt;br /&gt;
* [[Koboldkraut]]&lt;br /&gt;
* [[Zaubertinte]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Edelholz]]&lt;br /&gt;
* [[Kristall]]&lt;br /&gt;
* [[Magiestein]]&lt;br /&gt;
* [[Marmor]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Arienthium]]&lt;br /&gt;
* [[Erdium]]&lt;br /&gt;
* [[Luftilith]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Baumeister]]&lt;br /&gt;
* [[Schreiner]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Artefakte ==&lt;br /&gt;
TODO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gebäude ==&lt;br /&gt;
TODO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenfara]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<title>Handelsspiel</title>
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		<updated>2022-07-19T12:21:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Die Karten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bereits zu Beginn des [[Brettspiel]]s wurde das [[Wagenrennen]] und das [[Rollenspiel]] eingeführt.&lt;br /&gt;
20?? wurde dann das [[Handelsspiel]] als weiteres &amp;quot;Satellitenspiel&amp;quot; eingeführt, das als Ergänzung zum im Mittelpunkt stehenden Brettspiel betrachtet werden kann.&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um eine Art Sammelkartenspiel bei dem Gebäude und Artefakte gebaut werden können die dem Reich und seinen [[Charakter]]en zugute kommen.&lt;br /&gt;
Üblicherweise übernimmt ein [[Charakter]] aus jedem [[Reich]] die Rolle des [[Händler|Reichshändler]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Karten ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Alchimistensilber]]&lt;br /&gt;
* [[Mithril]]&lt;br /&gt;
* [[Spinnenseide]]&lt;br /&gt;
* [[Steinholz]]&lt;br /&gt;
* [[Sternstaub]]&lt;br /&gt;
* [[Riesenkrankenhaut]]&lt;br /&gt;
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* [[Edelholz]]&lt;br /&gt;
* [[Kristall]]&lt;br /&gt;
* [[Magiestein]]&lt;br /&gt;
* [[Marmor]]&lt;br /&gt;
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* [[Arienthium]]&lt;br /&gt;
* [[Erdium]]&lt;br /&gt;
* [[Luftilith]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Baumeister]]&lt;br /&gt;
* [[Schreiner]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Artefakte ==&lt;br /&gt;
TODO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gebäude ==&lt;br /&gt;
TODO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenfara]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Morbus_geht_ins_Licht,_oder_auch_nicht&amp;diff=4312</id>
		<title>Morbus geht ins Licht, oder auch nicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Morbus_geht_ins_Licht,_oder_auch_nicht&amp;diff=4312"/>
		<updated>2022-07-18T19:45:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kapitel 1: Im Handelskontor ==&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, euer Amulett hat sicherlich seinen Wert, aber ich habe für unser magisches Schwert andere Pläne. Da werden wir nicht ins Geschäft kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Handelsmeister [[Avallon]]s zuckte mit den Achseln. Das war schade, denn der Adel unseres Reiches war inzwischen mit unseren Schutz-Amuletten wohl versehen. Bei magischen Waffen sah das noch anders aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedauernd nickte er mir zu. „Außerdem muss ich jetzt zu einer kleinen Jagdpartie aufbrechen. Die Rehe im Revier nehmen Überhand. Daher muss ich unser Gespräch jetzt beenden.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Reisende soll man nicht aufhalten, das lehrt uns die Göttin [[Aida]]. Dann wünsche ich euch viel Glück mit euren Rehen…“ &amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Und mit dem Honig, wenn man den Gerüchten glauben wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinen avallonischen Jagdpartien hatten interessante Erzählungen ausgelöst darüber, was da wirklich gejagt wurde. Es war wohl besser das Thema nicht zu sehr zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verabschiedeten uns freundschaftlich und ich ging durch das Tor des avallonischen Kontors nach draussen. Dann umrundete ich die Wehrmauern, schlich mich zurück durch die kleine Seitenpforte und wartete im Schatten eines Zeltes bis der Handelsmeister hoch zu Ross in Richtung Jagdrevier aufgebrochen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann begab ich mich zur Handelsstube des Kontors. Dort sprach ich die Anwesenden an:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wohlan, werte Herren, ich bin mit dem Handelsmeister verabredet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein junger Mann in praktischer Gewandung verbeugte sich leicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Da habt Ihr leider Pech, mein Meister ist in Geschäften unterwegs und wird einige Tage nicht verfügbar sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Oh, das ist aber ärgerlich.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich machte ein überraschtes Gesicht und schüttelte den Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er hatte mir versprochen auf mich zu warten. Das ist kein vernünftiges Geschäftsgebaren von seiner Seite, ich habe meine anderen Geschäfte vernachlässigt nur um mit ihn zu reden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmte sogar, der Meister hatte tatsächlich versprochen auf mich zu warten. Und er hatte sein Versprechen gehalten, denn wir hatten ja miteinander geredet. Aber ich war trotzdem mit seinem Geschäftsgebaren unzufrieden. Wie konnte er ein Geschäft ablehnen an dem ich ein Interesse hatte? So etwas war zutiefst ungehörig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vielleicht kann ich euch ja helfen, Herr [[Magus Morbus|Morbus]]?“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zumindest kannte der Geselle meinen Namen. Aber ich hatte ebenfalls meine Vorbereitungen getroffen. „Ihr seid Cyan, nicht wahr?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fast richtig ausgesprochen, ja. Aber eigentlich ist mein Name [[Cryen]]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na gut, scheinbar hatte ich bei den Vorbereitungen etwas geschludert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vielleicht könnt ihr das tatsächlich, mir helfen meine ich.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich zog eine Schatulle aus Rosenholz hervor und öffnete es mit der gebührenden Sorgfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seht dieses magische Amulett. Euer Meister und ich waren an einem Tauschgeschäft interessiert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest für Einen von uns beiden traf das auch zu.&lt;br /&gt;
Cryen begutachtete das Amulett fachmännisch. „Das ist gute Handwerkskunst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir benutzen nur feinste Materialien, und unser handwerkliches Geschick wird nur noch von unseren Kenntnissen der Magie übertroffen. Niemand sonst ist in der Lage ein solches Meisterwerk zu schaffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht bis jemand herausfand wie man mit Spinnenseide Schutzsprüche in Mithril verweben konnte. Aber unsere Magiergilde würde Töten um dieses Geheimnis vor Fremden zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, was genau ist seine magische Macht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es spiegelt feindliche Zauber auf den Verursacher zurück. Dieses Amulett ist nicht nur sehr kleidsam (und Frauen mögen Qualität, zwinker zwinker) sondern auch ein echter Lebensretter. Und wenn ich sage Lebensretter, dann meine ich LEBENSRETTER in Großbuchstaben. Ich stehe nur noch hier weil ich eines bei mir hatte. Ich hatte einen Dämonen in einem Taschenuniversum gefangen, aber ihm gelang es mich ebenfalls hinein zu ziehen.  Ich war bereits erschöpft und fast tot. Aber nachdem er seinen härtesten Zauber auf mich abschoss und die Wirkung selbst abbekam habe ich überlebt und er nicht.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte stimmte sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das hört sich interessant an. Ich sollte das Amulett selbst nehmen. Ich bin ja nicht nur Händler, sondern auch Abenteurer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte ihm begeistert zu. „Ah, natürlich seid ihr das. Auch ich war Das einst, aber dann bekam ich ein Pfeil ins Knie. Es ist also abgemacht, das Amulett gegen das Schwert?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cryen wollte mir die Hand reichen, aber dann wurden wir unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nicht ganz so schnell. Ich habe da noch ein paar Fragen.“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weibliche Stimme ertönte hinter mir. Ich erkannte sie als [[Chellendrea]], die Mutter Cryens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich drehte mich um und verbeugte mich galant, was es mir erleichterte meine Gesichtszüge von Ärger zurück auf liebenswürdige Freundlichkeit umzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich antworte gerne auf alle Fragen. Bei einem solchen Premium Produkt habe ich so Gelegenheit endlich einmal so richtig angeben zu können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solche Gelegenheiten sind euch bekannter Weise willkommen. Nun denn, muss das Amulett an eine Person gebunden werden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ja, das ist aber leicht zu bewerkstelligen. Ich kann das Ritual gleich hier für euren Sohn durch führen wenn er dies wünscht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Damit ist es also unverkäuflich sobald es gebunden ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ja, aber wer würde sich denn von einem solchen Schutz freiwillig wieder trennen wollen? Außerdem ist das eher ein weiterer Vorteil für den Eigentümer: für Diebe ist das Amulett uninteressant.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Nachteil ein Verkaufsargument zu machen war das kleine Einmaleins des Handels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich nehme das Amulett.“ Cryen schüttelte mir energisch die Hand. „Bitte führt das Ritual durch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber gerne doch. Seht Ihr die Einkerbung auf der Rückseite? Dort müsst ihr Einfach etwas Blut hinein geben. Ein Haar oder ein Fingernagel reicht aber auch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Cryen mir das magische Schwert übergeben hatte ging ich meiner Wege. Ich hörte noch wie Chellendrea ihm Vorhaltungen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist wenn der Meister schon Abnehmer für das Schwert hatte?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mama, dann hat er einfach Pech.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unverblümtheit der Jugend war immer wieder erfrischend. Zufrieden mit dem Verlauf des Nachmittags ging ich meiner Wege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 2: Ein kleiner Stadtspaziergang durch Theosophia ==&lt;br /&gt;
Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte ich die Stadtmauern [[Theosophia]]s. Natürlich befand sich das avallonische Handelskontor nicht innerhalb der Mauer;  die Sicherheit der Stadt wäre dadurch kompromittiert worden. Es handelte sich bei [[Avallon]] um einen Feindstaat, und erst seit dem Waffenstillstand war ein Handel wieder möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem hatte man sich in der Bevölkerung ein gesundes Misstrauen gegen Händler bewahrt, welche sich allzu oft beim Kampf um finanzielle Gewinne unlauterer Mittel bedienten. Ein solches Verhalten lag mir natürlich vollkommen fern. Einst war ich ständig auf der Flucht vor dem Gesetz, verfolgt von wütenden Opfern meiner geschäftlichen Aktivitäten, aber diese Zeit war vorbei. All die Dinge, welche mich in der Vergangenheit ständig in Schwierigkeiten gebracht hatten, waren für manche Lebensbereiche gerade zu der Schlüssel zum Erfolg. Lug und Trug wurde von der Gesellschaft geächtet, waren aber die Grundvoraussetzung für eine Karriere in der Spionage und im Handel. Das Erstere hatte ich probiert und damit meine Baronie verdient; das Letztere versorgte mich gerade mit einer recht zufriedenstellenden Profitmarge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Händler von [[Audvacar]] pressten die gesamte bekannte Welt aus und lebten in Saus und Braus, ohne das ihnen ständig böswillige Autoritäten die Eingangstür eintraten. Dies sollte mein Vorbild für eine luxuriöse Zukunft sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadttor war offen, und die Wachen winkten mich einfach durch. Vor wenigen Wochen wäre so etwas unvorstellbar gewesen. Aber der Waffenstillstand hatte durchaus seine Vorteile. Außerdem hatte ich in den letzten Jahren genau dieses Tor so oft durchschritten das man mich hier gut kannte. Allzu oft hatte ich Verwundetentransporte von der Front hierher begleiten müssen; eine wahrhaft deprimierende Tätigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Betreten der Stadt sah ich kurz nach oben zu dem ehernen Käfig, der über dem Tor als Memento Mori aufgehängt war. Auf einem rostigen Schild fand sich die Inschrift: „Gebrochen der Wille, gebrochen der Mensch, arme Kreatur.“ Einige verrottete Knochen am Boden des Käfigs zeugten davon, das einst in diesem Käfig jemand gefangen gehalten worden war. Welches Verbrechen war wohl derartig grausam gestraft worden? Ich könnte einen der Weisen [[Pedia]]s fragen, aber deren Antwort war zumeist viel ausführlicher als nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte nicht nur in der Bevölkerung Spuren hinterlassen, sondern auch im Stadtbild. So war es leider nötig gewesen, alle Häuser abzureißen welche in Pfeilschussweite vor den Stadtmauern erbaut worden waren. In friedlicheren Zeiten war eine echte Bedrohung der Hauptstadt nicht erwartet worden, daher war man etwas zu nachlässig geworden wenn es um die Verteidigung ging. (Lediglich einige Gebetsstätten und Tempel waren verschont worden. Kriegszeiten waren kein guter Moment um unsere Götter zu verärgern.) Deren Baumaterial war benutzt worden um die Befestigungsanlagen der Stadt zu verstärken. Die heimatlos gemachten Bewohner lebten nun provisorisch in einigen Tempelanlagen innerhalb der Stadtmauern. Unsere Götter waren großzügige Gastgeber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbrucharbeiten wurden sogar zu einem unerwarteten Glücksfall, da in den Ruinen eines Hauses an der Stadtmauer ein verstecktes Archiv entdeckt wurde. Es handelte sich dabei um verschollen geglaubte historische und liturgische Texte bis zurück zur Zeit der Ausbreitung. Die Göttin [[Pedia]] schaute wahrhaftig freundlich auf uns herab. [[Bersena Pendragon|Bersena]] war völlig begeistert und übernahm in Eigenregie die Sichtung und öffentliche Bereitstellung dieses unerwarteten Schatzes. Ihre unermüdliche Energie und Ausdauer war ein ermutigender Anblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider erschien die Weltlage aktuell nicht allzu rosig. Große Teile unseres Reichsgebietes waren entweder vom Feind besetzt oder vom Gegner bedroht. Die Nachrichtenlage aus den besetzten Gebieten war schwierig, aber angeblich war die Burg der Kreisritter erobert und geschleift worden. Eine solch traditionsreiche Burg zu verlieren war ein schwerer Schlag. Gleichzeitig hatte es allerdings dafür gesorgt, das die ständigen Belästigungen in meiner Baronie durch überhebliche und ziemlich humorfreie Kreisritter aufgehört hatten. Hätten diese ehrenwerten Ritter ihre Zeit damit verbracht, ihrer Burg einige Katapulte zu spendieren anstatt hart arbeitenden Raubrittern das Beutemachen auf den Handelswegen zu erschweren gäbe es vielleicht weiterhin eine Kreisritter-Burg. Unsere Götter helfen denen die sich selber helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war da natürlich noch die Pestilenz, welche sich wie Mehltau über die gesamte Welt gelegt hatte. Aber in der Baronie von [[Moribundi]] war die Bevölkerung schon an Seuchen krepiert bevor es Modern wurde; daher waren die Überlebenden abgehärtet und nicht leicht zu verschrecken. Da ich einen Teil meiner Profite für die Verbesserung der Infrastruktur einsetzte und kurzerhand einige der lästigeren Banditenbanden selbst angeheuert hatte um sie die Zollabfertigung übernehmen zu lassen begannen meine Untertanen zu glauben das mir an ihrem Wohlergehen aufrichtig etwas liegen würde. Dies erleichterte das Regieren erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Augenblick war ich tatsächlich jemand, den man als „Stütze der Gesellschaft“ bezeichnen konnte. Ich führte das heimische Handelskontor, versorgte die Verwundeten in den Spitälern und begab mich immer wieder an die Front, um den Aufmarsch und die Rückzüge unserer Armee zu decken. Tatsächlich begann ich mich in dieser Rolle wirklich wohl zu fühlen. Als man mich einst zum Primas des [[Moribulus]] ernannte glaubte ich noch an einen bösen Scherz, den die Götter mir spielten. Schließlich war ich aus [[Maringola]] geflohen, um einem Leben im Dienste dieses Gottes zu entfliehen. Und trotzdem war dies nun seit Jahren meine Rolle und meine Aufgabe. Als meine Ernennung zum Primas im Reich bekannt wurde wurde die Behauptung &amp;quot;Morbus hat lebenslänglich bekommen&amp;quot; zu einem beliebten Scherz in der Priesterschaft des Kreises. Doch was mir zunächst wie das Joch erschien welches man einem Karrenochsen umzulegen pflegt, begann mir zu gefallen. Und es erschien mir längst nicht mehr so schrecklich wie noch vor ein paar Jahren. Es war nicht länger zu leugnen das ich weich wurde. [[Moribulus]] würde sich freuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Herr, Ihr werdet von [[Ursus Pater|Ursus]] erwartet.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wachposten salutierte vor mir und zeigte mit der Spitze seiner Hellebarde in die Richtung des Regierungssitzes.&lt;br /&gt;
„Ah, welche Ehre. Dann sollte ich mich wohl umkleiden.“ Ich wollte in Richtung [[Moribulus]]-Tempel gehen, aber dort stand mir plötzlich ein zweiter Gardist im Weg. Und hinter Ihm sah ich einen Kampfmagier aus dem Nichts erscheinen, der mir kollegial zunickte und dann den Weg zu Ursus wies. Entweder hatte er Unsichtbar auf mich gewartet oder war herbei teleportiert um mich aufzuhalten. Vor meinem „Unfall“ auf dem Schlachtfeld hätte er sich ein solches Verhalten nicht getraut. Aber die Situation war nun Mal wie sie war.&lt;br /&gt;
Offenbar war es nicht länger meine Entscheidung wohin mich meine Schritte führten. Da konnte ich zumindest so tun als ob käme ich freiwillig mit. Und sei es nur, damit ich sie später mit einem Fluchtversuch überraschen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 3: Am Kartentisch ==&lt;br /&gt;
Die Wachen führten mich auf die Stufen des Regierungspalastes und die Tore öffneten sich wie von Zauberhand; der mich begleitende Kampfmagier wollte wohl ein wenig angeben. Je mehr Erschöpfung er ansammelte umso besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachen lotsten mich an der repräsentativen Freitreppe vorbei, welche zu den oberen Stockwerken führte. Dort hatten sowohl seine Heiligkeit [[Tanfana B]] als auch der Kaiser ihre Amtsgemächer. Beide befanden sich aktuell aber nicht in der Stadt, daher war Dies keine große Überraschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] hatte es irgendwie geschafft, aus seiner Position als Herold eine unerwartet große Machtfülle zu generieren. Einst war ich Herold gewesen und hatte dieses Potential nicht erkannt. Nun war es zu spät dagegen anzukämpfen; Ursus hatte sowohl das Militär als auch den Hochadel auf seine Seite gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war schon seltsam, wie viele Menschen verschwanden, sobald sie sich gegen Ursus aussprachen. Die Pest war überraschend selektiv in der Wahl ihrer Opfer. Diesen Punkt sollte ich besser im Hinterkopf behalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg führte uns in das Labyrinth unter dem Palast. Die Korridore waren nicht erbaut worden, um einen schnellen Zugang zum „Kartenraum“ zu ermöglichen; das Gegenteil war richtig. Die Korridore sahen alle gleich aus und führten zumeist in Sackgassen, welche mit magischen Fallen versehen waren. So manche dekorative Steinfigur auf dem Dachfirst war ursprünglich ein unerwünschter Eindringling gewesen Welcher über keine ausreichende Magieresistenz verfügt hatte. Und Gerüchten zufolge war so mancher Besucher absichtlich in eine solche Falle geführt worden.  Daher achtete ich penibel darauf hinter den Wachen zu bleiben und versuchte, mir den Weg zu merken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besorgte Stimme einer Wache sprach mich plötzlich an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Herr Morbus, ihr verliert gerade Münzen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Danke, ich scheine ein Loch in meiner Geldkatze zu haben. Gut das Ihr so aufmerksam wart.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachen halfen mir dabei mein Gold einzusammeln, während mich der Kampfmagier süffisant anlächelte. Die Goldstücke hatten Lärm gemacht als sie zu Boden fielen. Man hat leider nicht immer Brotkrumen oder Apfelkerne dabei wenn man sie mal braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was kommt als Nächstes, verhakt sich die Ecke Eures Umhangs an einem Fackelhalter und hinterlässt einen Wollfaden?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte nur mit den Schultern und würdigte den Magier keiner Antwort. Ich hatte Dies durchaus in Erwägung gezogen, aber die Flure waren zu gut beleuchtet und ein Wollfaden wäre noch auffälliger gewesen. Mit etwas mehr Vorbereitung hätte ich mir die Sporen einer Pilzart aus [[Nordheim]] auf die Schuhsohlen reiben können; diese hinterlassen einen ganz schwachen Geruch nach Vanille und hätten mich sicher durch das Labyrinth geführt. Mit etwas Vorwarnung hätte ich diese Hürde spielend gemeistert, aber man hatte mich einfach auf dem falschen Fuß erwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flur führte nun in ein Vorzimmer zum Allerheiligsten des Reiches. Ein Wachlokal mit einem halben Dutzend Soldaten und einem diensthabendem Magier. Ich wurde ohne große Worte durchgewunken und betrat den Kartenraum. In der Mitte des Raumes befand sich ein großer Eichentisch, in dem die Welt [[Erkenfara]] detailliert eingraviert war. Anbei befanden sich die Pulte der Schreiber, welche pflichteifrig alle Befehle des Oberbefehlshabers notierten und seine Gedankengänge der Nachwelt überlieferten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor Kurzem hätte man hier Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] oder auch den Kaiser [[Yakuul Kahar]] antreffen können, aber nun wurde der Raum vom Alten Bären dominiert. [[Ursus Pater]] hatte seine Macht-Ambitionen erfüllen können und den Oberbefehl an sich gerissen, aber in Kriegszeiten waren die Aufgaben an der Spitze des Reiches deutlich Fordernder als erwartet. Ob er seinen Wunsch nach Macht inzwischen bedauerte? (Ich erkannte hier ein Muster und hörte [[Moribulus]] leise lachen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] debattierte gerade mit leiser Stimme mit Theorin, welcher ebenfalls einen kometenhaften Aufstieg hinter sich hatte seitdem [[Ursus Pater]] die Macht übernommen hatte. Mir war gar nicht bewusst gewesen das er solche Absichten verfolgte. Offenbar hatte er auf das richtige Pferd gesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater|Ursus]] sah von einem Schriftstück auf und sah mich mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck an.&lt;br /&gt;
„Werter Morbus, wir müssen reden. Und damit meine ich das ich rede und ihr ganz genau zuhört.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zustimmend. Es war wohl besser so wenig wie möglich zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid verantwortlich für das Einhandeln strategischer Güter. Allerdings wurde meine Aufmerksamkeit darauf gelenkt das es wohl zu einigen Engpässen gekommen ist. Möchtet Ihr näher Erläutern wie so etwas geschehen kann?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz eindeutig keine gute Frage….&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber sicher doch, Ursus, dies ist eine sehr gute Frage und leicht zu erklären. Einige Rohstoffe sind etwas knapp weil die Kriegslage die Transportwege bedroht. Invasionen von Barbarenhorden sind Gift für die Lieferketten. Die Engpässe sollten nur temporär sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann lasst Uns einfach hoffen das Ihr die Lage im Griff habt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr werdet Euch wundern.“ Mit etwas kreativer Buchführung würde sich hier so Einiges bereinigen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Euch ist damit immer zu rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann werde ich mich erneut auf den Weg machen um dafür zu sorgen.“ Ich verbeugte mich und ging in Richtung Vorzimmer. Aber ganz so schnell konnte ich mich dann doch nicht der Situation entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nicht ganz so schnell, mein lieber Morbus. Es finden gerade wieder Ausscheidungsrennen für das Wagenrennen statt. Leider sind die erfahrenen Fahrer aktuell alle an der Front, so das wir auf anderes Personal zugreifen müssen. Und Ihr ward früher doch ein recht passabler Wagenlenker.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war einst mehr als nur Passabel, aber es war wohl kaum ein guter Moment damit anzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich verstehe was ihr meint. Ich werde die neuen Rekruten sofort auf begabte Fahrer überprüfen und kann bei der Ausbildung helfen. Ich denke da an [[Brutus]] oder [[Prince Charming]]. Ein Trainerposten im Rennstall von [[Theostelos]] ist ja auch eine prestigeträchtige Aufgabe Für mich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Brutus]] oder [[Prince Charming|Charming]] wäre sicherlich eine gute Wahl. Aber wer entscheidet sich denn für junge Windhunde, wenn er auch einen erfahrenen alten Jagdhund ins Rennen schicken kann? Und damit meine ich Euch, Morbus, auch wenn Ihr Euch gerade verdutzt am Kopf kratzt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Meine Zeit als Sportsmann nähert sich dem Ende seitdem ich diesen Pfeil ins Knie bekommen habe…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] schüttelte traurig den Kopf. „Die Geschichte mit dem Pfeil klingt ja schön und gut, aber wir wissen beide das sie nicht Wahr ist. Der Grund für Eure Zurückhaltung ist doch ein Anderer.“&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] streckte eine Hand zur Seite und bekam von einem Gehilfen eine Schriftrolle gereicht. Der Gehilfe hatte eine Verbrennung in der Innenfläche der Hand, und ich versuchte, mir Nichts anmerken zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist ein Bericht über euer Magierduell an der Front. Drei Magier aus [[Helborn]] gegen Euch. Ihr erinnert Euch?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie konnte ich das Vergessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber sicher, das war ein Mordanschlag. Aber ich wehrte mich und entkam lachend. Seitdem habe ich das Motto „Drei sind nicht genug“ meinem Wappen hinzu gefügt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid entkommen, aber gerade so.“ [[Ursus Pater]] schüttelte traurig den Kopf. „Und seitdem seid ihr nicht mehr Der der ihr einst wart. Ich kann es kaum fassen das ich dies sage aber ich wünsche mir den alten [[Magus Morbus]] zurück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er drückte mir die Schulter. „Anders ausgedrückt: Ihr bleibt seitdem der Front so fern wie es nur geht und versteckt euch hinter der Heilkunst. Das Reich hat aber genügend Heiler, wir benötigen Kampfmagier, welche den Gegner auf 200 Schritt zu verbrennen vermögen. Und das war einstmals Eure Spezialität.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte traurig. „Wer weis ob das ich noch in mir habe? Meine Tätigkeit als Heiler hat mir jede Energie für Kampfmagie geraubt.“&lt;br /&gt;
Der Schreiber neben Ursus musterte mich mit säuerlichem Gesichtsausdruck, und auch Dies merkte ich mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da seid ihr unnötig pessimistisch. Angeblich ist Magie wie Segeln. Wenn man es erlernt hat kann man es nicht mehr vergessen. Ihr werdet sehen, das ist ein Klacks für einen Teufelskerl wie Euch. Und Ihr als bekannter Kriegsheld seid doch eine sehr gute Wahl, um die Farben unseres Reiches zu vertreten. Die Bevölkerung kennt euch und mag…. Na ja Sie kennt Euch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, Ursus. Wenn Ihr meint das ich als Wagenlenker dem Reiche dienen kann so werde ich natürlich die Pferde anspannen. Ich lebe um zu dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Natürlich tut ihr das. Ich freue mich schon auf den Bericht über eure kommenden Heldentaten. Wie gerne würde ich zusehen, aber die Pflicht lässt mir keine Zeit. Und jetzt ist der Moment gekommen an dem Ihr gehen dürft.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verbeugte mich und konnte endlich zurück ins Labyrinth. Die Wachen führten mich sicher durch das Gewirr. Mir kam es so vor als wäre es nicht derselbe Weg wie auf dem Hinweg, aber ich landete nicht in einer Falle und war dankbar dafür hier lebend heraus zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich brauchte jetzt ganz dringend etwas Erholung. Daher war es wohl nachvollziehbar wenn ich mich ein wenig in den Palastgärten entspannte. Daran würde kein noch so misstrauischer Spion Anstoß nehmen können, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leiterin unseres Geheimdiensts [[Primaganda]] hätte möglicher Weise etwas vermutet, aber sie war nicht in der Stadt. Nach Ausbruch der Seuche hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht die Familie des Kaisers zu schützen und befand sich mit ihm, seiner Frau und der Tochter an einem geheimen Ort. Von Ihr ging also keine Gefahr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 4: Im Palastgarten ==&lt;br /&gt;
Es war vermutlich eine wirklich gute Idee den Palastgarten aufzusuchen. Und das nicht nur wegen der schönen Aussicht. Der Palast war auf dem ganzen Kontinent für seine exotische Pflanzenwelt berühmt. [[Sandrose]]n aus [[Yaromo]] wuchsen hier neben Winterkirschen aus [[Nordheim]] oder Eisblumen aus [[Helborn]]; eine [[avallon]]ische Nebelkerze stand friedlich neben Gürtelrosen aus [[Vir&#039;Vachal]] oder einer Hefeblüte aus [[Eoganachta]]. Ein ganzes Regiment Gärtner sorgte für die Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze und war für den Schutz des Gartens vor Fressfeinden ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die üppige Natur verfehlte nicht ihre beruhigende Wirkung auf mich, und ich sah mich nach einer Sitzgelegenheit um. Ein junger Mann saß auf einer Marmorbank und übte ein religiöses Lied auf der Laute. Ich setzte mich auf eine Nachbarbank und hörte ihm eine Weile zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich sprach er mich an, wobei er einen leichten Plauderton anschlug: „Ihr wisst schon dass dies eine Falle sein könnte?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe so etwas schon vermutet. Aber ich brauche Antworten, da muss ich leider ein Risiko eingehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann fragt doch einen Weisen [[Pedia]]s, dort sind die Antworten umsonst. MEINE Antworten werden euch etwas kosten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wieviel Gold wollt ihr?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gold ist so langweilig. Ich möchte dass ihr mir etwas erzählt das mich belustigt oder von dem ich noch nie gehört habe.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, dann gibt es eine kleine Geschichte welche beide Kategorien abdecken könnte. Es ist jetzt etwa eine Woche her, als ich mich in der Sakristei des [[Moribulus]]-Tempels aufhielt. Meine Amtsgeschäfte führten mich dort hin, es wurde spät, es war dunkel, ich war Alleine.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Klingt nach einer Gute-Nacht-Geschichte. Erzählt weiter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plötzlich wurde es am Eingang des Tempels hell wie an einem Sommertag, es erklang himmlische Musik, welche mich an Engelschöre gewahrte, und eine eindrucksvolle Stimme sprach: „Ihr habt mir gut gedient, [[Magus Morbus|Morbus]]. Nun tretet ins Licht um eure Belohnung zu erhalten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr hattet eine religiöse Erfahrung? Ich gratuliere. So etwas ist nur Wenigen vergönnt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Naturgemäß war ich überrascht und ging auf den Lichtschein zu. Es passiert ja nicht alle Tage dass man die Stimme seines Gottes hört. Selbst dann nicht wenn man ein Priester dieses Gottes ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es wäre einfacher den Göttern zu vertrauen wenn sie ihren Willen in klaren Worten und mit eigener Stimme verkünden würden, statt sich auf Priester als Vermittler zu verlassen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin geneigt Euch zuzustimmen, allerdings bin ich Selbst ein solcher Vermittler. Daher bin ich mir aber auch sicher dass Götter nur selten die Sterblichen direkt ansprechen. Und es würde mir das Geschäft erschweren wenn sie es tun würden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das klingt als wart ihr nicht euphorisch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Moribulus möge mir verzeihen, ich war ein wenig skeptisch. Und mir sind dann auch schnell ein paar Dinge aufgefallen, die mich darin bestärkten. Am Boden vor dem Lichtschein lagen einige goldene Krumen. Ich bin lange genug im Handelsgeschäft um zu erkennen dass es sich nicht um echtes Gold handelte sondern um Narrengold.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Gott könnte sich sicher auch echtes Gold leisten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wichtiger als der mangelnde Wert des Materials ist dass es sich bei Narrengold um eine Komponente eines mächtigen Illusionszaubers handelt, mit dem man genau diese Art von Effekten erzeugen kann deren Zeuge ich gerade wurde. Es ist in manchen Religionen durchaus üblich die Gimpel … ahem Gläubigen damit zu traktieren um ihren Glauben zu stärken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Auch bei [[Moribulus]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Leider nicht … [[Moribulus]] mag keine Abkürzungen, bei Ihm muss man sich Alles hart erarbeiten. In seinem Tempel würde er einen solchen Betrug nicht zulassen. Deshalb war der Zauber auch VOR der Tempeltür.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Habt ihr den Betrügern eine Strafpredigt gehalten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„So könnte man es nennen. Ich habe den Eingang mit einigen Blitzen gereinigt, danach war der Spuk schnell vorbei. Es gab ein paar Schmerzensschreie, viel Gefluche und Gerenne. Ich habe wohl den Hexer gegrillt, denn die Illusion war danach zerstört. Leider ist sein Gesicht nicht unbedingt unversehrt geblieben. Eine Identifizierung war mir nicht möglich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gab es keine weiteren Hinweise?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es gab noch ein weiteres Indiz.“  Ich holte einen geschwärzten Eisendolch aus meiner Pilgertasche. Im Griff war ein stilisierter Einhorn-Kopf eingraviert. „Ein Blitz ist genau in der Spitze eingeschlagen. Die Dolchspitze hat auf mich gezeigt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber sah mich überrascht an. „[[Helborn]]? Warum sollten sie Euch ermorden wollen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich glaube es sollte nur so aussehen als wäre [[Helborn]] der Täter. Der Dolch muss sehr heiß geworden sein, ich fand verkohlte Hautfetzen am Griff. Und wie der Zufall so spielt habe ich inzwischen Jemanden gefunden der eine Brandwunde in der Hand hat, welche zu diesem Dolch hier passt. Einer der Schreiber von [[Ursus Pater|Ursus]] war etwas zu unvorsichtig.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, dann werde ich wohl meinen Teil des Geschäfts einhalten müssen. Meine Geschichte ist nicht ganz so ausufernd wie Eure. Mir wurde nur zugetragen dass der Organisator der [[Wagenrennen]] geschmiert worden ist um die Fahrer von [[Helborn]] und [[Nordheim]] in denselben Vorlauf zu stecken wie die Fahrer der Südallianz. Und ein unbekannter Gönner hat beiden Fahrern des Nordens eine Belohnung versprochen wenn Konkurrenten zu Tode kommen sollten. Sie wissen nicht wer Ihnen diese Belohnung versprochen hat. Ich jetzt schon.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum sollte Ursus so etwas tun? Er würde den Süden damit nur schwächen? …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, es ergibt sogar einen gewissen Sinn. Er hat erst kürzlich philosophiert dass ein toter Held den Eifer der Bevölkerung steigern kann und zu steigenden Rekrutenzahlen führt. Möglicherweise will er diese Theorie nun in die Tat umsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn [[Ursus Pater|Ursus]] mich tot sehen will sollte ich wohl fliehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Oder ihr vertraut mir in dieser Sache. Meine Hilfe hat natürlich ihren Preis.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Natürlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde eines Tages Verbündete brauchen. Kann ich auf euch zählen? Sicher kann ich das, ihr habt keine Wahl. Behaltet einfach diesen Dolch an Eurer Seite. Ihr werdet ihn noch brauchen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Habe ich Bedenkzeit? “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Habt Ihr, bis genau Jetzt. Ich erwarte eine Antwort. Sagt einfach Danke, dann halte ich euch am Leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Danke, [[Brutus]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 5: Das Wagenrennen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich die Pferde meines Wagengespannes ein letztes Mal kritisch musterte verabschiedeten sich [[Zinsus Crassus]] und [[Bersena Pendragon|Bersena]] von mir. Sie wollten ihre Plätze in der Arena von [[Audvacar]] einnehmen und wünschten mir viel Glück für das kommende Rennen. Ich würde es auch brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das erste Halbfinale noch relativ ereignislos durchgeführt worden war würde dies bei unserem Rennen nicht der Fall sein. Die Arena war auch deutlich besser besucht als noch vor ein paar Stunden, denn es gab sehr viel Gerüchte darüber das hier bedeutende Ereignisse zu erwarten waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Zusammensetzung des Rennens war etwas verdächtig. Es gab mit [[Helborn]] und [[Nordheim]] zwei Teilnehmer aus der Nordallinz, welche mit allen drei Reichen des Südens im selben Rennen waren. Dies für sich alleine war noch nicht ungewöhnlich; selbst in Kriegszeiten gab es in der Arena einen unausgesprochenen Waffenstillstand zwischen den Reichen. Aber alle neutralen Reiche hatten ihre Teilnahme an diesem Rennen abgesagt, und dies mit ziemlich unglaubwürdigen Erklärungen. Offenbar waren diese Rennställe unter Druck gesetzt worden. Ich hätte sehr gerne ebenfalls abgesagt, aber mir war ein solcher Ausweg nicht vergönnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reiche des Nordens hatten Fahrer nominiert, welche für ihre aggressive Fahrweise berüchtigt waren. Außerdem besagten einige neu aufgekommene Gerüchte, das der Fahrer von [[Vir&#039;Vachal]] Probleme bekommen würde. Man war sich uneins warum dies der Fall sein würde;  manche glaubten an den Streit um eine Frau, andere vermuteten nicht zurück gezahlte Spielschulden. Meine persönliche Vermutung war das [[Brutus]] den Konflikt zwischen dem Fahrer von [[Vir&#039;Vachal]] und den Attentätern des Nordens angeheizt hatte, um deren Energie auf andere Ziele umzulenken. Ich konnte nur hoffen das Dies nicht die einzige Hilfe war die ich bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Firlefanz]] erschien Persönlich um die Fahrer zur Startlinie zu rufen. Die Startplätze waren ausgelost wurden und ich landete auf Startposition drei und war damit seltsamer Weise genau zwischen den Wagen von [[Nordheim]] und [[Helborn]] platziert. Es gibt schon kuriose Zufälle. Der [[Nordheim]]er trug einen Greifenhelm und brüllte zusammenhanglos vor sich hin. Ich fragte mich ob er betrunken war. Aber vielleicht war er auch einfach nur Berserker. Der [[Helborn]]er war nüchtern und deutlich ruhiger. Beides war kein gutes Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Startsignal erklang und es begann die Rangelei darum, wer als erster um die Kurve kam und die Ideallinie fahren konnte. Ich kam recht gut ins Rennen, entschied mich aber für eine defensive Fahrweise und nahm die Außenbahn. Kein vernünftiger Fahrer würde mir auf diese Strecke folgen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgerichtig drängte sich der [[Nordheim]]er an der Außenbahn an mir vorbei und nahm sogar noch Geschwindigkeit heraus, um meinen Wagen möglichst effektiv zu beschädigen. Das war der Beweis den ich brauchte: er wollte nicht Gewinnen sondern Töten. Er schüttelte seine Streitaxt bedrohlich in meine Richtung. Die Fahrerin von [[Yaromo]] warf mir einen schockierten Blick zu; mit dieser Brutalität hatte sie offenbar nicht gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helborn]] nahm in der Zwischenzeit die Innenbahn und war offensichtlich nicht ganz so mörderisch veranlagt wie sein Kriegskamerad. Es mag aber auch daran gelegen haben das [[Vir&#039;Vachal]] sich ebenfalls für die Innenbahn entschied; auch hier kam es zu einer schweren Kollision. Die Geräusche von schreienden Pferden und brechendem Holz waren sehr laut und stachelten die Schlachtenbummler der Nordallianz zu triumphierendem Gebrüll auf. Sie hatten ganz eindeutig ihren Spaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich könnte nun jede Wendung des Rennens genau beschreiben, jeden erarbeiteten Vorteil bewerten oder das dumme Pech beklagen welches einzelne Fahrer ereilte. Aber nicht jeder Leser ist vom wahren Sportsgeist beseelt und kann sich an einer solch enthusiastischen Darstellung erfreuen. In Wahrheit will das Publikum doch einfach nur Blut sehen, und davon gab es an diesem denkwürdigen Tag auch genug!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Fahrer der Südallianz hatten relativ schnell begriffen das wir nicht an einem normalen Rennen teil nahmen sondern um unser Überleben kämpften. Jeder von Uns entschied sich für eine andere Taktik. Der Fahrer von [[Vir&#039;Vachal]] entschied sich dafür, sich an die Spitze des Feldes zu setzen und es den Gegnern damit zu erschweren ihn zu bedrängen. [[Yaromo]]s erfahrene Fahrerin fand es sinnvoller, mit etwas Abstand hinter dem Hauptfeld zu fahren und konnte so ihren Wagen intakt halten. Meine dahin stürmenden Pferde waren mir der Kontrolle längst entglitten, so das ich einfach nur hinter [[Vir&#039;Vachal]] her raste und auf das Beste hoffte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vir&#039;Vachal]] hatte in den ersten Runden die Spitze übernommen, aber er wurde immer wieder bedrängt und gerammt. In der dritten Runde geschah was kommen musste: sein Wagen zerbrach nach einem Ansturm von [[Helborn]]. Der Fahrer landete halb besinnungslos in der Innenbahn und wurde anschließend vom Fahrer aus [[Nordheim]] überrollt. Er überlebte dies nicht. Ich fuhr direkt dahinter und hatte einen sehr guten Blick auf die Ereignisse. Der überraschte Blick des sterbenden Mannes hat mich seitdem schon manche Nacht verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich raste an der Unfallstelle vorbei und schaffte es mich an die Spitze des Feldes zu setzen. Dies war allerdings nur eine kurze Freude, da sich nun beide feindliche Wagen an mich heran pirschten. Nachdem [[Vir&#039;Vachal]] erledigt war sollte ich nun offensichtlich das nächste Opfer werden. Dabei war der [[Nordheim]]er allerdings so aufgepeitscht, das er auch keine Rücksicht mehr auf den [[Helborn]]er nahm. Er beschädigte dessen Wagen schwer. Im Gegenzug zahlte dieser es mit gleicher Münze zurück und schaffte es tatsächlich, den Wagen zu zerstören. Nun lag auch der [[Nordheim]]er in der Innenbahn. Das Geräusch brechender Knochen war wirklich verstörend, als mein Wagen ihn überrollte. Der sterbende Mann versuchte noch, meinen Pferden mit seiner Axt in die Beine zu hacken, aber er war bereits zu sehr geschwächt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewalttätigkeit um mich herum hatte mich so schockiert, daß ich kaum registrierte wie ich über die Ziellinie fuhr. Man hatte mich zum Rennen geschickt damit ich dort starb. Stattdessen hatte ich es gewonnen. Mir war trotzdem nicht nach Jubeln zumute. Man überreichte mir etwas Arienthium für meinen Sieg, Das [[Consortium Commercialis]] hatte es für den Sieger des Halbfinales gestiftet. Es fühlte sich an wie Blutgeld. Ich begab mich zur Unfallstelle um zu sehen ob ich den Fahrern noch helfen konnte, aber da war nichts mehr zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Egil Wulfson]] lag regungslos am Rande der Bahn. Jemand hatte ihn seine Axt in die Hand gelegt und ein Schild auf den Schildarm. So erschienen seine erlittenen Verletzungen weit weniger gravierend, und sein Leichnam schien zu lächeln. Ich versuchte seinen Kameraden mein Mitgefühl auszudrücken, aber dies stieß auf taube Ohren. Angeblich war Egil nun unterwegs zu den Helden in Walhalla und Dies ein Grund großer Freude. Ich versuchte mich nun den Landesbräuchen anzupassen und freute mich einfach mit Ihnen das ich Ihm bei seinen Weg in die nächste Welt behilflich sein konnte. Dies war seltsamer Weise auch nicht die richtige Reaktion. Die Kultur der Nordmänner ist doch deutlich komplexer als man als Außenstehender so denken mag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was bedeutet eigentlich „Wergeld“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Morbus_geht_ins_Licht,_oder_auch_nicht&amp;diff=4311</id>
		<title>Morbus geht ins Licht, oder auch nicht</title>
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		<updated>2022-07-18T19:40:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Kapitel 5: Das Wagenrennen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kapitel 1: Im Handelskontor ==&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, euer Amulett hat sicherlich seinen Wert, aber ich habe für unser magisches Schwert andere Pläne. Da werden wir nicht ins Geschäft kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Handelsmeister [[Avallon]]s zuckte mit den Achseln. Das war schade, denn der Adel unseres Reiches war inzwischen mit unseren Schutz-Amuletten wohl versehen. Bei magischen Waffen sah das noch anders aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedauernd nickte er mir zu. „Außerdem muss ich jetzt zu einer kleinen Jagdpartie aufbrechen. Die Rehe im Revier nehmen Überhand. Daher muss ich unser Gespräch jetzt beenden.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Reisende soll man nicht aufhalten, das lehrt uns die Göttin [[Aida]]. Dann wünsche ich euch viel Glück mit euren Rehen…“ &amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Und mit dem Honig, wenn man den Gerüchten glauben wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinen avallonischen Jagdpartien hatten interessante Erzählungen ausgelöst darüber, was da wirklich gejagt wurde. Es war wohl besser das Thema nicht zu sehr zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verabschiedeten uns freundschaftlich und ich ging durch das Tor des avallonischen Kontors nach draussen. Dann umrundete ich die Wehrmauern, schlich mich zurück durch die kleine Seitenpforte und wartete im Schatten eines Zeltes bis der Handelsmeister hoch zu Ross in Richtung Jagdrevier aufgebrochen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann begab ich mich zur Handelsstube des Kontors. Dort sprach ich die Anwesenden an:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wohlan, werte Herren, ich bin mit dem Handelsmeister verabredet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein junger Mann in praktischer Gewandung verbeugte sich leicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Da habt Ihr leider Pech, mein Meister ist in Geschäften unterwegs und wird einige Tage nicht verfügbar sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Oh, das ist aber ärgerlich.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich machte ein überraschtes Gesicht und schüttelte den Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er hatte mir versprochen auf mich zu warten. Das ist kein vernünftiges Geschäftsgebaren von seiner Seite, ich habe meine anderen Geschäfte vernachlässigt nur um mit ihn zu reden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmte sogar, der Meister hatte tatsächlich versprochen auf mich zu warten. Und er hatte sein Versprechen gehalten, denn wir hatten ja miteinander geredet. Aber ich war trotzdem mit seinem Geschäftsgebaren unzufrieden. Wie konnte er ein Geschäft ablehnen an dem ich ein Interesse hatte? So etwas war zutiefst ungehörig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vielleicht kann ich euch ja helfen, Herr [[Magus Morbus|Morbus]]?“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zumindest kannte der Geselle meinen Namen. Aber ich hatte ebenfalls meine Vorbereitungen getroffen. „Ihr seid Cyan, nicht wahr?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fast richtig ausgesprochen, ja. Aber eigentlich ist er [[Cryen]]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na gut, scheinbar hatte ich bei den Vorbereitungen etwas geschludert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vielleicht könnt ihr das tatsächlich, mir helfen meine ich.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich zog eine Schatulle aus Rosenholz hervor und öffnete es mit der gebührenden Sorgfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seht dieses magische Amulett. Euer Meister und ich waren an einem Tauschgeschäft interessiert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest für Einen von uns beiden traf das auch zu.&lt;br /&gt;
Cryen begutachtete das Amulett fachmännisch. „Das ist gute Handwerkskunst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir benutzen nur feinste Materialien, und unser handwerkliches Geschick wird nur noch von unseren Kenntnissen der Magie übertroffen. Niemand sonst ist in der Lage ein solches Meisterwerk zu schaffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht bis jemand herausfand wie man mit Spinnenseide Schutzsprüche in Mithril verweben konnte. Aber unsere Magiergilde würde Töten um dieses Geheimnis vor Fremden zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, was genau ist seine magische Macht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es spiegelt feindliche Zauber auf den Verursacher zurück. Dieses Amulett ist nicht nur sehr kleidsam (und Frauen mögen Qualität, zwinker zwinker) sondern auch ein echter Lebensretter. Und wenn ich sage Lebensretter, dann meine ich LEBENSRETTER in Großbuchstaben. Ich stehe nur noch hier weil ich eines bei mir hatte. Ich hatte einen Dämonen in einem Taschenuniversum gefangen, aber ihm gelang es mich ebenfalls hinein zu ziehen.  Ich war bereits erschöpft und fast tot. Aber nachdem er seinen härtesten Zauber auf mich abschoss und die Wirkung selbst abbekam habe ich überlebt und er nicht.“ &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte stimmte sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das hört sich interessant an. Ich sollte das Amulett selbst nehmen. Ich bin ja nicht nur Händler, sondern auch Abenteurer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte ihm begeistert zu. „Ah, natürlich seid ihr das. Auch ich war Das einst, aber dann bekam ich ein Pfeil ins Knie. Es ist also abgemacht, das Amulett gegen das Schwert?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cryen wollte mir die Hand reichen, aber dann wurden wir unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nicht ganz so schnell. Ich habe da noch ein paar Fragen.“  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weibliche Stimme ertönte hinter mir. Ich erkannte sie als [[Chellendrea]], die Mutter Cryens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich drehte mich um und verbeugte mich galant, was es mir erleichterte meine Gesichtszüge von Ärger zurück auf liebenswürdige Freundlichkeit umzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich antworte gerne auf alle Fragen. Bei einem solchen Premium Produkt habe ich so Gelegenheit endlich einmal so richtig angeben zu können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solche Gelegenheiten sind euch bekannter Weise willkommen. Nun denn, muss das Amulett an eine Person gebunden werden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ja, das ist aber leicht zu bewerkstelligen. Ich kann das Ritual gleich hier für euren Sohn durch führen wenn er dies wünscht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Damit ist es also unverkäuflich sobald es gebunden ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ja, aber wer würde sich denn von einem solchen Schutz freiwillig wieder trennen wollen? Außerdem ist das eher ein weiterer Vorteil für den Eigentümer: für Diebe ist das Amulett uninteressant.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Nachteil ein Verkaufsargument zu machen war das kleine Einmaleins des Handels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich nehme das Amulett.“ Cryen schüttelte mir energisch die Hand. „Bitte führt das Ritual durch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber gerne doch. Seht Ihr die Einkerbung auf der Rückseite? Dort müsst ihr Einfach etwas Blut hinein geben. Ein Haar oder ein Fingernagel reicht aber auch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Cryen mir das magische Schwert übergeben hatte ging ich meiner Wege. Ich hörte noch wie Chellendrea ihm Vorhaltungen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist wenn der Meister schon Abnehmer für das Schwert hatte?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mama, dann hat er einfach Pech.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unverblümtheit der Jugend war immer wieder erfrischend. Zufrieden mit dem Verlauf des Nachmittags ging ich meiner Wege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 2: Ein kleiner Stadtspaziergang durch Theosophia ==&lt;br /&gt;
Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte ich die Stadtmauern [[Theosophia]]s. Natürlich befand sich das avallonische Handelskontor nicht innerhalb der Mauer;  die Sicherheit der Stadt wäre dadurch kompromittiert worden. Es handelte sich bei [[Avallon]] um einen Feindstaat, und erst seit dem Waffenstillstand war ein Handel wieder möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem hatte man sich in der Bevölkerung ein gesundes Misstrauen gegen Händler bewahrt, welche sich allzu oft beim Kampf um finanzielle Gewinne unlauterer Mittel bedienten. Ein solches Verhalten lag mir natürlich vollkommen fern. Einst war ich ständig auf der Flucht vor dem Gesetz, verfolgt von wütenden Opfern meiner geschäftlichen Aktivitäten, aber diese Zeit war vorbei. All die Dinge, welche mich in der Vergangenheit ständig in Schwierigkeiten gebracht hatten, waren für manche Lebensbereiche gerade zu der Schlüssel zum Erfolg. Lug und Trug wurde von der Gesellschaft geächtet, waren aber die Grundvoraussetzung für eine Karriere in der Spionage und im Handel. Das Erstere hatte ich probiert und damit meine Baronie verdient; das Letztere versorgte mich gerade mit einer recht zufriedenstellenden Profitmarge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Händler von [[Audvacar]] pressten die gesamte bekannte Welt aus und lebten in Saus und Braus, ohne das ihnen ständig böswillige Autoritäten die Eingangstür eintraten. Dies sollte mein Vorbild für eine luxuriöse Zukunft sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadttor war offen, und die Wachen winkten mich einfach durch. Vor wenigen Wochen wäre so etwas unvorstellbar gewesen. Aber der Waffenstillstand hatte durchaus seine Vorteile. Außerdem hatte ich in den letzten Jahren genau dieses Tor so oft durchschritten das man mich hier gut kannte. Allzu oft hatte ich Verwundetentransporte von der Front hierher begleiten müssen; eine wahrhaft deprimierende Tätigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Betreten der Stadt sah ich kurz nach oben zu dem ehernen Käfig, der über dem Tor als Memento Mori aufgehängt war. Auf einem rostigen Schild fand sich die Inschrift: „Gebrochen der Wille, gebrochen der Mensch, arme Kreatur.“ Einige verrottete Knochen am Boden des Käfigs zeugten davon, das einst in diesem Käfig jemand gefangen gehalten worden war. Welches Verbrechen war wohl derartig grausam gestraft worden? Ich könnte einen der Weisen [[Pedia]]s fragen, aber deren Antwort war zumeist viel ausführlicher als nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte nicht nur in der Bevölkerung Spuren hinterlassen, sondern auch im Stadtbild. So war es leider nötig gewesen, alle Häuser abzureißen welche in Pfeilschussweite vor den Stadtmauern erbaut worden waren. In friedlicheren Zeiten war eine echte Bedrohung der Hauptstadt nicht erwartet worden, daher war man etwas zu nachlässig geworden wenn es um die Verteidigung ging. (Lediglich einige Gebetsstätten und Tempel waren verschont worden. Kriegszeiten waren kein guter Moment um unsere Götter zu verärgern.) Deren Baumaterial war benutzt worden um die Befestigungsanlagen der Stadt zu verstärken. Die heimatlos gemachten Bewohner lebten nun provisorisch in einigen Tempelanlagen innerhalb der Stadtmauern. Unsere Götter waren großzügige Gastgeber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbrucharbeiten wurden sogar zu einem unerwarteten Glücksfall, da in den Ruinen eines Hauses an der Stadtmauer ein verstecktes Archiv entdeckt wurde. Es handelte sich dabei um verschollen geglaubte historische und liturgische Texte bis zurück zur Zeit der Ausbreitung. Die Göttin [[Pedia]] schaute wahrhaftig freundlich auf uns herab. [[Bersena Pendragon|Bersena]] war völlig begeistert und übernahm in Eigenregie die Sichtung und öffentliche Bereitstellung dieses unerwarteten Schatzes. Ihre unermüdliche Energie und Ausdauer war ein ermutigender Anblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider erschien die Weltlage aktuell nicht allzu rosig. Große Teile unseres Reichsgebietes waren entweder vom Feind besetzt oder vom Gegner bedroht. Die Nachrichtenlage aus den besetzten Gebieten war schwierig, aber angeblich war die Burg der Kreisritter erobert und geschleift worden. Eine solch traditionsreiche Burg zu verlieren war ein schwerer Schlag. Gleichzeitig hatte es allerdings dafür gesorgt, das die ständigen Belästigungen in meiner Baronie durch überhebliche und ziemlich humorfreie Kreisritter aufgehört hatten. Hätten diese ehrenwerten Ritter ihre Zeit damit verbracht, ihrer Burg einige Katapulte zu spendieren anstatt hart arbeitenden Raubrittern das Beutemachen auf den Handelswegen zu erschweren gäbe es vielleicht weiterhin eine Kreisritter-Burg. Unsere Götter helfen denen die sich selber helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war da natürlich noch die Pestilenz, welche sich wie Mehltau über die gesamte Welt gelegt hatte. Aber in der Baronie von [[Moribundi]] war die Bevölkerung schon an Seuchen krepiert bevor es Modern wurde; daher waren die Überlebenden abgehärtet und nicht leicht zu verschrecken. Da ich einen Teil meiner Profite für die Verbesserung der Infrastruktur einsetzte und kurzerhand einige der lästigeren Banditenbanden selbst angeheuert hatte um sie die Zollabfertigung übernehmen zu lassen begannen meine Untertanen zu glauben das mir an ihrem Wohlergehen aufrichtig etwas liegen würde. Dies erleichterte das Regieren erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Augenblick war ich tatsächlich jemand, den man als „Stütze der Gesellschaft“ bezeichnen konnte. Ich führte das heimische Handelskontor, versorgte die Verwundeten in den Spitälern und begab mich immer wieder an die Front, um den Aufmarsch und die Rückzüge unserer Armee zu decken. Tatsächlich begann ich mich in dieser Rolle wirklich wohl zu fühlen. Als man mich einst zum Primas des [[Moribulus]] ernannte glaubte ich noch an einen bösen Scherz, den die Götter mir spielten. Schließlich war ich aus [[Maringola]] geflohen, um einem Leben im Dienste dieses Gottes zu entfliehen. Und trotzdem war dies nun seit Jahren meine Rolle und meine Aufgabe. Als meine Ernennung zum Primas im Reich bekannt wurde wurde die Behauptung &amp;quot;Morbus hat lebenslänglich bekommen&amp;quot; zu einem beliebten Scherz in der Priesterschaft des Kreises. Doch was mir zunächst wie das Joch erschien welches man einem Karrenochsen umzulegen pflegt, begann mir zu gefallen. Und es erschien mir längst nicht mehr so schrecklich wie noch vor ein paar Jahren. Es war nicht länger zu leugnen das ich weich wurde. [[Moribulus]] würde sich freuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Herr, Ihr werdet von [[Ursus Pater|Ursus]] erwartet.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wachposten salutierte vor mir und zeigte mit der Spitze seiner Hellebarde in die Richtung des Regierungssitzes.&lt;br /&gt;
„Ah, welche Ehre. Dann sollte ich mich wohl umkleiden.“ Ich wollte in Richtung [[Moribulus]]-Tempel gehen, aber dort stand mir plötzlich ein zweiter Gardist im Weg. Und hinter Ihm sah ich einen Kampfmagier aus dem Nichts erscheinen, der mir kollegial zunickte und dann den Weg zu Ursus wies. Entweder hatte er Unsichtbar auf mich gewartet oder war herbei teleportiert um mich aufzuhalten. Vor meinem „Unfall“ auf dem Schlachtfeld hätte er sich ein solches Verhalten nicht getraut. Aber die Situation war nun Mal wie sie war.&lt;br /&gt;
Offenbar war es nicht länger meine Entscheidung wohin mich meine Schritte führten. Da konnte ich zumindest so tun als ob käme ich freiwillig mit. Und sei es nur, damit ich sie später mit einem Fluchtversuch überraschen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 3: Am Kartentisch ==&lt;br /&gt;
Die Wachen führten mich auf die Stufen des Regierungspalastes und die Tore öffneten sich wie von Zauberhand; der mich begleitende Kampfmagier wollte wohl ein wenig angeben. Je mehr Erschöpfung er ansammelte umso besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachen lotsten mich an der repräsentativen Freitreppe vorbei, welche zu den oberen Stockwerken führte. Dort hatten sowohl seine Heiligkeit [[Tanfana B]] als auch der Kaiser ihre Amtsgemächer. Beide befanden sich aktuell aber nicht in der Stadt, daher war Dies keine große Überraschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] hatte es irgendwie geschafft, aus seiner Position als Herold eine unerwartet große Machtfülle zu generieren. Einst war ich Herold gewesen und hatte dieses Potential nicht erkannt. Nun war es zu spät dagegen anzukämpfen; Ursus hatte sowohl das Militär als auch den Hochadel auf seine Seite gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war schon seltsam, wie viele Menschen verschwanden, sobald sie sich gegen Ursus aussprachen. Die Pest war überraschend selektiv in der Wahl ihrer Opfer. Diesen Punkt sollte ich besser im Hinterkopf behalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg führte uns in das Labyrinth unter dem Palast. Die Korridore waren nicht erbaut worden, um einen schnellen Zugang zum „Kartenraum“ zu ermöglichen; das Gegenteil war richtig. Die Korridore sahen alle gleich aus und führten zumeist in Sackgassen, welche mit magischen Fallen versehen waren. So manche dekorative Steinfigur auf dem Dachfirst war ursprünglich ein unerwünschter Eindringling gewesen Welcher über keine ausreichende Magieresistenz verfügt hatte. Und Gerüchten zufolge war so mancher Besucher absichtlich in eine solche Falle geführt worden.  Daher achtete ich penibel darauf hinter den Wachen zu bleiben und versuchte, mir den Weg zu merken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besorgte Stimme einer Wache sprach mich plötzlich an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Herr Morbus, ihr verliert gerade Münzen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Danke, ich scheine ein Loch in meiner Geldkatze zu haben. Gut das Ihr so aufmerksam wart.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachen halfen mir dabei mein Gold einzusammeln, während mich der Kampfmagier süffisant anlächelte. Die Goldstücke hatten Lärm gemacht als sie zu Boden fielen. Man hat leider nicht immer Brotkrumen oder Apfelkerne dabei wenn man sie mal braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was kommt als Nächstes, verhakt sich die Ecke Eures Umhangs an einem Fackelhalter und hinterlässt einen Wollfaden?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte nur mit den Schultern und würdigte den Magier keiner Antwort. Ich hatte Dies durchaus in Erwägung gezogen, aber die Flure waren zu gut beleuchtet und ein Wollfaden wäre noch auffälliger gewesen. Mit etwas mehr Vorbereitung hätte ich mir die Sporen einer Pilzart aus [[Nordheim]] auf die Schuhsohlen reiben können; diese hinterlassen einen ganz schwachen Geruch nach Vanille und hätten mich sicher durch das Labyrinth geführt. Mit etwas Vorwarnung hätte ich diese Hürde spielend gemeistert, aber man hatte mich einfach auf dem falschen Fuß erwischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flur führte nun in ein Vorzimmer zum Allerheiligsten des Reiches. Ein Wachlokal mit einem halben Dutzend Soldaten und einem diensthabendem Magier. Ich wurde ohne große Worte durchgewunken und betrat den Kartenraum. In der Mitte des Raumes befand sich ein großer Eichentisch, in dem die Welt [[Erkenfara]] detailliert eingraviert war. Anbei befanden sich die Pulte der Schreiber, welche pflichteifrig alle Befehle des Oberbefehlshabers notierten und seine Gedankengänge der Nachwelt überlieferten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor Kurzem hätte man hier Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] oder auch den Kaiser [[Yakuul Kahar]] antreffen können, aber nun wurde der Raum vom Alten Bären dominiert. [[Ursus Pater]] hatte seine Macht-Ambitionen erfüllen können und den Oberbefehl an sich gerissen, aber in Kriegszeiten waren die Aufgaben an der Spitze des Reiches deutlich Fordernder als erwartet. Ob er seinen Wunsch nach Macht inzwischen bedauerte? (Ich erkannte hier ein Muster und hörte [[Moribulus]] leise lachen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] debattierte gerade mit leiser Stimme mit Theorin, welcher ebenfalls einen kometenhaften Aufstieg hinter sich hatte seitdem [[Ursus Pater]] die Macht übernommen hatte. Mir war gar nicht bewusst gewesen das er solche Absichten verfolgte. Offenbar hatte er auf das richtige Pferd gesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater|Ursus]] sah von einem Schriftstück auf und sah mich mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck an.&lt;br /&gt;
„Werter Morbus, wir müssen reden. Und damit meine ich das ich rede und ihr ganz genau zuhört.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zustimmend. Es war wohl besser so wenig wie möglich zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid verantwortlich für das Einhandeln strategischer Güter. Allerdings wurde meine Aufmerksamkeit darauf gelenkt das es wohl zu einigen Engpässen gekommen ist. Möchtet Ihr näher Erläutern wie so etwas geschehen kann?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz eindeutig keine gute Frage….&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber sicher doch, Ursus, dies ist eine sehr gute Frage und leicht zu erklären. Einige Rohstoffe sind etwas knapp weil die Kriegslage die Transportwege bedroht. Invasionen von Barbarenhorden sind Gift für die Lieferketten. Die Engpässe sollten nur temporär sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann lasst Uns einfach hoffen das Ihr die Lage im Griff habt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr werdet Euch wundern.“ Mit etwas kreativer Buchführung würde sich hier so Einiges bereinigen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Euch ist damit immer zu rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann werde ich mich erneut auf den Weg machen um dafür zu sorgen.“ Ich verbeugte mich und ging in Richtung Vorzimmer. Aber ganz so schnell konnte ich mich dann doch nicht der Situation entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nicht ganz so schnell, mein lieber Morbus. Es finden gerade wieder Ausscheidungsrennen für das Wagenrennen statt. Leider sind die erfahrenen Fahrer aktuell alle an der Front, so das wir auf anderes Personal zugreifen müssen. Und Ihr ward früher doch ein recht passabler Wagenlenker.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war einst mehr als nur Passabel, aber es war wohl kaum ein guter Moment damit anzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich verstehe was ihr meint. Ich werde die neuen Rekruten sofort auf begabte Fahrer überprüfen und kann bei der Ausbildung helfen. Ich denke da an [[Brutus]] oder [[Prince Charming]]. Ein Trainerposten im Rennstall von [[Theostelos]] ist ja auch eine prestigeträchtige Aufgabe Für mich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Brutus]] oder [[Prince Charming|Charming]] wäre sicherlich eine gute Wahl. Aber wer entscheidet sich denn für junge Windhunde, wenn er auch einen erfahrenen alten Jagdhund ins Rennen schicken kann? Und damit meine ich Euch, Morbus, auch wenn Ihr Euch gerade verdutzt am Kopf kratzt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Meine Zeit als Sportsmann nähert sich dem Ende seitdem ich diesen Pfeil ins Knie bekommen habe…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] schüttelte traurig den Kopf. „Die Geschichte mit dem Pfeil klingt ja schön und gut, aber wir wissen beide das sie nicht Wahr ist. Der Grund für Eure Zurückhaltung ist doch ein Anderer.“&lt;br /&gt;
[[Ursus Pater]] streckte eine Hand zur Seite und bekam von einem Gehilfen eine Schriftrolle gereicht. Der Gehilfe hatte eine Verbrennung in der Innenfläche der Hand, und ich versuchte, mir Nichts anmerken zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist ein Bericht über euer Magierduell an der Front. Drei Magier aus [[Helborn]] gegen Euch. Ihr erinnert Euch?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie konnte ich das Vergessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber sicher, das war ein Mordanschlag. Aber ich wehrte mich und entkam lachend. Seitdem habe ich das Motto „Drei sind nicht genug“ meinem Wappen hinzu gefügt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid entkommen, aber gerade so.“ [[Ursus Pater]] schüttelte traurig den Kopf. „Und seitdem seid ihr nicht mehr Der der ihr einst wart. Ich kann es kaum fassen das ich dies sage aber ich wünsche mir den alten [[Magus Morbus]] zurück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er drückte mir die Schulter. „Anders ausgedrückt: Ihr bleibt seitdem der Front so fern wie es nur geht und versteckt euch hinter der Heilkunst. Das Reich hat aber genügend Heiler, wir benötigen Kampfmagier, welche den Gegner auf 200 Schritt zu verbrennen vermögen. Und das war einstmals Eure Spezialität.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte traurig. „Wer weis ob das ich noch in mir habe? Meine Tätigkeit als Heiler hat mir jede Energie für Kampfmagie geraubt.“&lt;br /&gt;
Der Schreiber neben Ursus musterte mich mit säuerlichem Gesichtsausdruck, und auch Dies merkte ich mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da seid ihr unnötig pessimistisch. Angeblich ist Magie wie Segeln. Wenn man es erlernt hat kann man es nicht mehr vergessen. Ihr werdet sehen, das ist ein Klacks für einen Teufelskerl wie Euch. Und Ihr als bekannter Kriegsheld seid doch eine sehr gute Wahl, um die Farben unseres Reiches zu vertreten. Die Bevölkerung kennt euch und mag…. Na ja Sie kennt Euch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, Ursus. Wenn Ihr meint das ich als Wagenlenker dem Reiche dienen kann so werde ich natürlich die Pferde anspannen. Ich lebe um zu dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Natürlich tut ihr das. Ich freue mich schon auf den Bericht über eure kommenden Heldentaten. Wie gerne würde ich zusehen, aber die Pflicht lässt mir keine Zeit. Und jetzt ist der Moment gekommen an dem Ihr gehen dürft.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verbeugte mich und konnte endlich zurück ins Labyrinth. Die Wachen führten mich sicher durch das Gewirr. Mir kam es so vor als wäre es nicht derselbe Weg wie auf dem Hinweg, aber ich landete nicht in einer Falle und war dankbar dafür hier lebend heraus zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich brauchte jetzt ganz dringend etwas Erholung. Daher war es wohl nachvollziehbar wenn ich mich ein wenig in den Palastgärten entspannte. Daran würde kein noch so misstrauischer Spion Anstoß nehmen können, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leiterin unseres Geheimdiensts [[Primaganda]] hätte möglicher Weise etwas vermutet, aber sie war nicht in der Stadt. Nach Ausbruch der Seuche hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht die Familie des Kaisers zu schützen und befand sich mit ihm, seiner Frau und der Tochter an einem geheimen Ort. Von Ihr ging also keine Gefahr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 4: Im Palastgarten ==&lt;br /&gt;
Es war vermutlich eine wirklich gute Idee den Palastgarten aufzusuchen. Und das nicht nur wegen der schönen Aussicht. Der Palast war auf dem ganzen Kontinent für seine exotische Pflanzenwelt berühmt. [[Sandrose]]n aus [[Yaromo]] wuchsen hier neben Winterkirschen aus [[Nordheim]] oder Eisblumen aus [[Helborn]]; eine [[avallon]]ische Nebelkerze stand friedlich neben Gürtelrosen aus [[Vir&#039;Vachal]] oder einer Hefeblüte aus [[Eoganachta]]. Ein ganzes Regiment Gärtner sorgte für die Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze und war für den Schutz des Gartens vor Fressfeinden ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die üppige Natur verfehlte nicht ihre beruhigende Wirkung auf mich, und ich sah mich nach einer Sitzgelegenheit um. Ein junger Mann saß auf einer Marmorbank und übte ein religiöses Lied auf der Laute. Ich setzte mich auf eine Nachbarbank und hörte ihm eine Weile zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich sprach er mich an, wobei er einen leichten Plauderton anschlug: „Ihr wisst schon dass dies eine Falle sein könnte?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe so etwas schon vermutet. Aber ich brauche Antworten, da muss ich leider ein Risiko eingehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann fragt doch einen Weisen [[Pedia]]s, dort sind die Antworten umsonst. MEINE Antworten werden euch etwas kosten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wieviel Gold wollt ihr?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gold ist so langweilig. Ich möchte dass ihr mir etwas erzählt das mich belustigt oder von dem ich noch nie gehört habe.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, dann gibt es eine kleine Geschichte welche beide Kategorien abdecken könnte. Es ist jetzt etwa eine Woche her, als ich mich in der Sakristei des [[Moribulus]]-Tempels aufhielt. Meine Amtsgeschäfte führten mich dort hin, es wurde spät, es war dunkel, ich war Alleine.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Klingt nach einer Gute-Nacht-Geschichte. Erzählt weiter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plötzlich wurde es am Eingang des Tempels hell wie an einem Sommertag, es erklang himmlische Musik, welche mich an Engelschöre gewahrte, und eine eindrucksvolle Stimme sprach: „Ihr habt mir gut gedient, [[Magus Morbus|Morbus]]. Nun tretet ins Licht um eure Belohnung zu erhalten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr hattet eine religiöse Erfahrung? Ich gratuliere. So etwas ist nur Wenigen vergönnt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Naturgemäß war ich überrascht und ging auf den Lichtschein zu. Es passiert ja nicht alle Tage dass man die Stimme seines Gottes hört. Selbst dann nicht wenn man ein Priester dieses Gottes ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es wäre einfacher den Göttern zu vertrauen wenn sie ihren Willen in klaren Worten und mit eigener Stimme verkünden würden, statt sich auf Priester als Vermittler zu verlassen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin geneigt Euch zuzustimmen, allerdings bin ich Selbst ein solcher Vermittler. Daher bin ich mir aber auch sicher dass Götter nur selten die Sterblichen direkt ansprechen. Und es würde mir das Geschäft erschweren wenn sie es tun würden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das klingt als wart ihr nicht euphorisch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Moribulus möge mir verzeihen, ich war ein wenig skeptisch. Und mir sind dann auch schnell ein paar Dinge aufgefallen, die mich darin bestärkten. Am Boden vor dem Lichtschein lagen einige goldene Krumen. Ich bin lange genug im Handelsgeschäft um zu erkennen dass es sich nicht um echtes Gold handelte sondern um Narrengold.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Gott könnte sich sicher auch echtes Gold leisten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wichtiger als der mangelnde Wert des Materials ist dass es sich bei Narrengold um eine Komponente eines mächtigen Illusionszaubers handelt, mit dem man genau diese Art von Effekten erzeugen kann deren Zeuge ich gerade wurde. Es ist in manchen Religionen durchaus üblich die Gimpel … ahem Gläubigen damit zu traktieren um ihren Glauben zu stärken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Auch bei [[Moribulus]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Leider nicht … [[Moribulus]] mag keine Abkürzungen, bei Ihm muss man sich Alles hart erarbeiten. In seinem Tempel würde er einen solchen Betrug nicht zulassen. Deshalb war der Zauber auch VOR der Tempeltür.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Habt ihr den Betrügern eine Strafpredigt gehalten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„So könnte man es nennen. Ich habe den Eingang mit einigen Blitzen gereinigt, danach war der Spuk schnell vorbei. Es gab ein paar Schmerzensschreie, viel Gefluche und Gerenne. Ich habe wohl den Hexer gegrillt, denn die Illusion war danach zerstört. Leider ist sein Gesicht nicht unbedingt unversehrt geblieben. Eine Identifizierung war mir nicht möglich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gab es keine weiteren Hinweise?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es gab noch ein weiteres Indiz.“  Ich holte einen geschwärzten Eisendolch aus meiner Pilgertasche. Im Griff war ein stilisierter Einhorn-Kopf eingraviert. „Ein Blitz ist genau in der Spitze eingeschlagen. Die Dolchspitze hat auf mich gezeigt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber sah mich überrascht an. „[[Helborn]]? Warum sollten sie Euch ermorden wollen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich glaube es sollte nur so aussehen als wäre [[Helborn]] der Täter. Der Dolch muss sehr heiß geworden sein, ich fand verkohlte Hautfetzen am Griff. Und wie der Zufall so spielt habe ich inzwischen Jemanden gefunden der eine Brandwunde in der Hand hat, welche zu diesem Dolch hier passt. Einer der Schreiber von [[Ursus Pater|Ursus]] war etwas zu unvorsichtig.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, dann werde ich wohl meinen Teil des Geschäfts einhalten müssen. Meine Geschichte ist nicht ganz so ausufernd wie Eure. Mir wurde nur zugetragen dass der Organisator der [[Wagenrennen]] geschmiert worden ist um die Fahrer von [[Helborn]] und [[Nordheim]] in denselben Vorlauf zu stecken wie die Fahrer der Südallianz. Und ein unbekannter Gönner hat beiden Fahrern des Nordens eine Belohnung versprochen wenn Konkurrenten zu Tode kommen sollten. Sie wissen nicht wer Ihnen diese Belohnung versprochen hat. Ich jetzt schon.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum sollte Ursus so etwas tun? Er würde den Süden damit nur schwächen? …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun, es ergibt sogar einen gewissen Sinn. Er hat erst kürzlich philosophiert dass ein toter Held den Eifer der Bevölkerung steigern kann und zu steigenden Rekrutenzahlen führt. Möglicherweise will er diese Theorie nun in die Tat umsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn [[Ursus Pater|Ursus]] mich tot sehen will sollte ich wohl fliehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Oder ihr vertraut mir in dieser Sache. Meine Hilfe hat natürlich ihren Preis.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Natürlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde eines Tages Verbündete brauchen. Kann ich auf euch zählen? Sicher kann ich das, ihr habt keine Wahl. Behaltet einfach diesen Dolch an Eurer Seite. Ihr werdet ihn noch brauchen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Habe ich Bedenkzeit? “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Habt Ihr, bis genau Jetzt. Ich erwarte eine Antwort. Sagt einfach Danke, dann halte ich euch am Leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Danke, [[Brutus]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitel 5: Das Wagenrennen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich die Pferde meines Wagengespannes ein letztes Mal kritisch musterte verabschiedeten sich [[Zinsus Crassus]] und [[Bersena Pendragon|Bersena]] von mir. Sie wollten ihre Plätze in der Arena von [[Audvacar]] einnehmen und wünschten mir viel Glück für das kommende Rennen. Ich würde es auch brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das erste Halbfinale noch relativ ereignislos durchgeführt worden war würde dies bei unserem Rennen nicht der Fall sein. Die Arena war auch deutlich besser besucht als noch vor ein paar Stunden, denn es gab sehr viel Gerüchte darüber das hier bedeutende Ereignisse zu erwarten waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Zusammensetzung des Rennens war etwas verdächtig. Es gab mit [[Helborn]] und [[Nordheim]] zwei Teilnehmer aus der Nordallinz, welche mit allen drei Reichen des Südens im selben Rennen waren. Dies für sich alleine war noch nicht ungewöhnlich; selbst in Kriegszeiten gab es in der Arena einen unausgesprochenen Waffenstillstand zwischen den Reichen. Aber alle neutralen Reiche hatten ihre Teilnahme an diesem Rennen abgesagt, und dies mit ziemlich unglaubwürdigen Erklärungen. Offenbar waren diese Rennställe unter Druck gesetzt worden. Ich hätte sehr gerne ebenfalls abgesagt, aber mir war ein solcher Ausweg nicht vergönnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reiche des Nordens hatten Fahrer nominiert, welche für ihre aggressive Fahrweise berüchtigt waren. Außerdem besagten einige neu aufgekommene Gerüchte, das der Fahrer von [[Vir&#039;Vachal]] Probleme bekommen würde. Man war sich uneins warum dies der Fall sein würde;  manche glaubten an den Streit um eine Frau, andere vermuteten nicht zurück gezahlte Spielschulden. Meine persönliche Vermutung war das [[Brutus]] den Konflikt zwischen dem Fahrer von [[Vir&#039;Vachal]] und den Attentätern des Nordens angeheizt hatte, um deren Energie auf andere Ziele umzulenken. Ich konnte nur hoffen das Dies nicht die einzige Hilfe war die ich bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Firlefanz]] erschien Persönlich um die Fahrer zur Startlinie zu rufen. Die Startplätze waren ausgelost wurden und ich landete auf Startposition drei und war damit seltsamer Weise genau zwischen den Wagen von [[Nordheim]] und [[Helborn]] platziert. Es gibt schon kuriose Zufälle. Der [[Nordheim]]er trug einen Greifenhelm und brüllte zusammenhanglos vor sich hin. Ich fragte mich ob er betrunken war. Aber vielleicht war er auch einfach nur Berserker. Der [[Helborn]]er war nüchtern und deutlich ruhiger. Beides war kein gutes Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Startsignal erklang und es begann die Rangelei darum, wer als erster um die Kurve kam und die Ideallinie fahren konnte. Ich kam recht gut ins Rennen, entschied mich aber für eine defensive Fahrweise und nahm die Außenbahn. Kein vernünftiger Fahrer würde mir auf diese Strecke folgen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgerichtig drängte sich der [[Nordheim]]er an der Außenbahn an mir vorbei und nahm sogar noch Geschwindigkeit heraus, um meinen Wagen möglichst effektiv zu beschädigen. Das war der Beweis den ich brauchte: er wollte nicht Gewinnen sondern Töten. Er schüttelte seine Streitaxt bedrohlich in meine Richtung. Die Fahrerin von [[Yaromo]] warf mir einen schockierten Blick zu; mit dieser Brutalität hatte sie offenbar nicht gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helborn]] nahm in der Zwischenzeit die Innenbahn und war offensichtlich nicht ganz so mörderisch veranlagt wie sein Kriegskamerad. Es mag aber auch daran gelegen haben das [[Vir&#039;Vachal]] sich ebenfalls für die Innenbahn entschied; auch hier kam es zu einer schweren Kollision. Die Geräusche von schreienden Pferden und brechendem Holz waren sehr laut und stachelten die Schlachtenbummler der Nordallianz zu triumphierendem Gebrüll auf. Sie hatten ganz eindeutig ihren Spaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich könnte nun jede Wendung des Rennens genau beschreiben, jeden erarbeiteten Vorteil bewerten oder das dumme Pech beklagen welches einzelne Fahrer ereilte. Aber nicht jeder Leser ist vom wahren Sportsgeist beseelt und kann sich an einer solch enthusiastischen Darstellung erfreuen. In Wahrheit will das Publikum doch einfach nur Blut sehen, und davon gab es an diesem denkwürdigen Tag auch genug!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Fahrer der Südallianz hatten relativ schnell begriffen das wir nicht an einem normalen Rennen teil nahmen sondern um unser Überleben kämpften. Jeder von Uns entschied sich für eine andere Taktik. Der Fahrer von [[Vir&#039;Vachal]] entschied sich dafür, sich an die Spitze des Feldes zu setzen und es den Gegnern damit zu erschweren ihn zu bedrängen. [[Yaromo]]s erfahrene Fahrerin fand es sinnvoller, mit etwas Abstand hinter dem Hauptfeld zu fahren und konnte so ihren Wagen intakt halten. Meine dahin stürmenden Pferde waren mir der Kontrolle längst entglitten, so das ich einfach nur hinter [[Vir&#039;Vachal]] her raste und auf das Beste hoffte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vir&#039;Vachal]] hatte in den ersten Runden die Spitze übernommen, aber er wurde immer wieder bedrängt und gerammt. In der dritten Runde geschah was kommen musste: sein Wagen zerbrach nach einem Ansturm von [[Helborn]]. Der Fahrer landete halb besinnungslos in der Innenbahn und wurde anschließend vom Fahrer aus [[Nordheim]] überrollt. Er überlebte dies nicht. Ich fuhr direkt dahinter und hatte einen sehr guten Blick auf die Ereignisse. Der überraschte Blick des sterbenden Mannes hat mich seitdem schon manche Nacht verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich raste an der Unfallstelle vorbei und schaffte es mich an die Spitze des Feldes zu setzen. Dies war allerdings nur eine kurze Freude, da sich nun beide feindliche Wagen an mich heran pirschten. Nachdem [[Vir&#039;Vachal]] erledigt war sollte ich nun offensichtlich das nächste Opfer werden. Dabei war der [[Nordheim]]er allerdings so aufgepeitscht, das er auch keine Rücksicht mehr auf den [[Helborn]]er nahm. Er beschädigte dessen Wagen schwer. Im Gegenzug zahlte dieser es mit gleicher Münze zurück und schaffte es tatsächlich, den Wagen zu zerstören. Nun lag auch der [[Nordheim]]er in der Innenbahn. Das Geräusch brechender Knochen war wirklich verstörend, als mein Wagen ihn überrollte. Der sterbende Mann versuchte noch, meinen Pferden mit seiner Axt in die Beine zu hacken, aber er war bereits zu sehr geschwächt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewalttätigkeit um mich herum hatte mich so schockiert, daß ich kaum registrierte wie ich über die Ziellinie fuhr. Man hatte mich zum Rennen geschickt damit ich dort starb. Stattdessen hatte ich es gewonnen. Mir war trotzdem nicht nach Jubeln zumute. Man überreichte mir etwas Arienthium für meinen Sieg, Das [[Consortium Commercialis]] hatte es für den Sieger des Halbfinales gestiftet. Es fühlte sich an wie Blutgeld. Ich begab mich zur Unfallstelle um zu sehen ob ich den Fahrern noch helfen konnte, aber da war nichts mehr zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Egil Wulfson]] lag regungslos am Rande der Bahn. Jemand hatte ihn seine Axt in die Hand gelegt und ein Schild auf den Schildarm. So erschienen seine erlittenen Verletzungen weit weniger gravierend, und sein Leichnam schien zu lächeln. Ich versuchte seinen Kameraden mein Mitgefühl auszudrücken, aber dies stieß auf taube Ohren. Angeblich war Egil nun unterwegs zu den Helden in Walhalla und Dies ein Grund großer Freude. Ich versuchte mich nun den Landesbräuchen anzupassen und freute mich einfach mit Ihnen das ich Ihm bei seinen Weg in die nächste Welt behilflich sein konnte. Dies war seltsamer Weise auch nicht die richtige Reaktion. Die Kultur der Nordmänner ist doch deutlich komplexer als man als Außenstehender so denken mag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was bedeutet eigentlich „Wergeld“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Moribulus&amp;diff=4309</id>
		<title>Moribulus</title>
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		<updated>2022-07-18T18:15:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gott&lt;br /&gt;
|Domänen = Kampf, Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
|Regionen = [[Maringola]], [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Gebote = Alles Böse und Schlechte kann sich ins Gute wenden, wenn Du, o Krieger, nur darum kämpfst&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wer kämpft kann verlieren; wer nicht kämpft hat schon verloren&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Moribulus]] ist weniger für die Domäne Krieg als eher (in allgemeiner und übergreifender Weise) für den Kampf zuständig.&lt;br /&gt;
Dieser kann auch spirituell statt körperlich ausgefochten werden. Dabei ist es unwichtig ob der Kampf erfolgreich endet. Das Streben nach einem besseren Leben erfüllt Moribulus mit Freude.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Wer kämpft kann verlieren; wer nicht kämpft hat schon verloren.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hohepriester des [[Moribulus]] trägt den Titel &amp;quot;[[Primas]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Der Titel wird vom amtierenden [[Primas]] weiter gegeben, indem er die [[Kreisscheibe]] des Glaubens an seinen Nachfolger weiter reicht.&lt;br /&gt;
Dies ist üblicher Weise eine hohe Ehre, kann aber auch als Bestrafung verstanden werden.&lt;br /&gt;
Schließlich werden dem Primas neue Aufgaben aufgebürdet, für die er kämpfen muss und an denen er Wachsen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle Primas dieses Ordens ist [[Magus Morbus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gott]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Maringola</title>
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		<updated>2022-07-18T18:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Volk von [[Maringola]] ist es gewöhnt hart zu arbeiten und musste vor Beginn der Ausbreitung unter der Schreckensherrschaft eines geheimnisvollen Mannes leiden, der&lt;br /&gt;
nur als der ”Mann aus dem Westen“ bekannt war.&lt;br /&gt;
König [[Hartim]] konnte den Tyrannen zum Kampfe stellen und aus dem Land vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertriebene schwor seinen Bezwingern sogar noch Freundschaft und Dankbarkeit, da sie ihn nicht getötet hatten.&lt;br /&gt;
So gelobte er dem Lande [[Maringola]] zu Hilfe zu eilen, wenn es seine Hilfe nötig haben sollte und verschwand. Das Land hatte schon oft Hilfe nötig, aber er ist nicht wieder aufgetaucht. Mehr ist dazu nicht zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des Königs [[Hartim]] im Kampf gegen [[Rhûn]] wurde der Königstitel in einen Herzogstitel umgewandelt und an den [[Kaiser]] vererbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist noch das Aufregendste, was man über dieses Land sagen kann, zumindest wenn man [[Magus Morbus]] fragt, welcher selbst aus [[Maringola]] stammt.&lt;br /&gt;
Einheimische Touristenführer zeigen auf Anfrage gerne den Stein vor, unter dem [[Magus Morbus]] hervor gekrochen sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Diskussion:Die_G%C3%B6tter_sind_gro%C3%9F&amp;diff=4307</id>
		<title>Diskussion:Die Götter sind groß</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Diskussion:Die_G%C3%B6tter_sind_gro%C3%9F&amp;diff=4307"/>
		<updated>2022-07-18T18:08:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: Die Seite wurde neu angelegt: „Wie löscht man solche Seiten? Gruß Morbus“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie löscht man solche Seiten? Gruß Morbus&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Position&amp;diff=4306</id>
		<title>Position</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Position&amp;diff=4306"/>
		<updated>2022-07-18T17:56:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Lokale Namen für Herolde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Brettspiel [[Phoenix]] sieht unterscheidliche Typen von [[Charakter]]en vor:&lt;br /&gt;
* [[Heerführer]] (HF)&lt;br /&gt;
* [[Zauberer]] (Z)&lt;br /&gt;
* [[Zivilist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es folgende [[Position]]en die von einem [[Reich]] besetzt werden müssen um am Spiel teilnehmen zu können:&lt;br /&gt;
* [[Herrscher]] (HF oder Z)&lt;br /&gt;
* [[Festungsherr]] (HF)&lt;br /&gt;
* [[Stadtherr]] (HF)&lt;br /&gt;
* [[Burgherr]] (HF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Position]]en können in den [[Reich]]en kulturspezifische Namen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Reich     !! Herrscher !! Festungsherr !! Stadtherr !! Burgherr!! Heerführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Eoganachta&lt;br /&gt;
| Khan      ||           ||              ||           || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Vir&#039;Vachal&lt;br /&gt;
| Hochlord  ||           ||              ||           || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Yaromo&lt;br /&gt;
| Padischah || Schah     || Scheich      || Amir      || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herold ==&lt;br /&gt;
[[Herold]]e sind das Sprachrohr eines [[Reich]]es und sind i.d.R. diejenigen, die im Kreis der [[Edlen Erkenfaras]] die Entscheidungen der Herrscher verkünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lokale Namen für Herolde ===&lt;br /&gt;
[[Herold|Muexxin]] ([[Yaromo]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herold|Nuncius]] ([[Theostelos]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenfara]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regeln]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Theosophia&amp;diff=4305</id>
		<title>Theosophia</title>
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		<updated>2022-07-18T17:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|Name = Theosophia&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Lehnsherr = &lt;br /&gt;
|Rüstort = &lt;br /&gt;
|Position = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theosophia]] liegt im Nordosten des Kontinents und ist die Haupstadt von [[Theostelos]]. Von hier aus begann die Ausbreitung. Es fehlen leider Dokumente welche das Gründungsjahr der Stadt belegen könnten, aber archäologische Funde lassen vermuten das die Besiedlung der Stadt bis weit in die dunklen Jahre zurück reicht. Die strategisch günstige Lage an einer für den Handel günstigen Bucht ließen die Stadt schneller wachsen als es Ihr im Einzelfall gut tat. Theosophia wurde das kulturelle und religiöse Zentrum des ganzen Landes, und die Anzahl der Tempel und Klöster in der Stadt ist legendär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der alte Kaiserpalast mit den eindrucksvollen Gartenanlagen als auch die Kathedrale seiner Heiligkeit Tanfana B sind hier zu finden. Der Kaiseralast ist auf dem ganzen Kontinent für seine exotische Pflanzenwelt berühmt. Sandrosen aus Yaromo wachsen hier neben Winterkirschen aus Nordheim oder Eisblumen aus Helborn; eine avallonische Nebelkerze steht friedlich neben Gürtelrosen aus Vir&#039;Vachal oder einer Hefeblüte aus Eoganachta. Ein ganzes Regiment Gärtner sorgt für die Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze und ist für den Schutz des Gartens vor Fressfeinden ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Invasionsgefahr während der Nordallianz-Kriege hat dazu geführt das für die Sicherheit der Stadt einige an der Stadtmauer ohne Genehmigung gebaute Stadtviertel  bereinigt und entfernt wurden. Auch zahlreiche Zelte vor den Toren mussten versetzt werden. Damit wurde nicht nur ein Umfeld erschaffen in welchem Katapulte und Bogenschützen effektiv arbeiten konnten, sondern die Brandgefahr in der Stadt wurde damit ebenfalls eingedämmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<updated>2022-07-18T17:44:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|Name = Theosophia&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Lehnsherr = &lt;br /&gt;
|Rüstort = &lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theosophia]] liegt im Nordosten des Kontinents und ist die Haupstadt von [[Theostelos]]. Von hier aus begann die Ausbreitung. Es fehlen leider Dokumente welche das Gründungsjahr der Stadt belegen könnten, aber archäologische Funde lassen vermuten das die Besiedlung der Stadt bis weit in die dunklen Jahre zurück reicht. Die strategisch günstige Lage an einer für den Handel günstigen Bucht ließen die Stadt schneller wachsen als es Ihr im Einzelfall gut tat. Theosophia wurde das kulturelle und religiöse Zentrum des ganzen Landes, und die Anzahl der Tempel und Klöster in der Stadt ist legendär. Sowohl der alte Kaiserpalast mit den eindrucksvollen Gartenanlagen als auch die Kathedrale seiner Heiligkeit Tanfana B sind hier zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Invasionsgefahr während der Nordallianz-Kriege hat dazu geführt das für die Sicherheit der Stadt einige an der Stadtmauer ohne Genehmigung gebaute Stadtviertel  bereinigt und entfernt wurden. Auch zahlreiche Zelte vor den Toren mussten versetzt werden. Damit wurde nicht nur ein Umfeld erschaffen in welchem Katapulte und Bogenschützen effektiv arbeiten konnten, sondern die Brandgefahr in der Stadt wurde damit ebenfalls eingedämmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|Name = Theosophia&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Lehnsherr = &lt;br /&gt;
|Rüstort = &lt;br /&gt;
|Position = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theosophia]] liegt im Nordosten des Kontinents und ist die Haupstadt von [[Theostelos]]. Von hier aus begann die Ausbreitung. Es fehlen leider Dokumente welches das Gründungsjahr der Stadt belegen könnten, aber archäologische Funde lassen vermuten das die Besiedlung der Stadt bis weit in die dunklen Jahre zurück reicht. Die strategisch günstige Lage an einer für den Handel günstigen Bucht ließen die Stadt schneller wachsen als es Ihr im Einzelfall gut tat. Theosophia wurde das kulturelle und religiöse Zentrum des ganzen Landes, und die Anzahl der Tempel und Klöster in der Stadt ist legendär. Sowohl der alte Kaiserpalast mit den eindrucksvollen Gartenanlagen als auch die Kathedrale seiner Heiligkeit Tanfana B sind hier zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Invasionsgefahr während der Nordallianz-Kriege hat dazu geführt das für die Sicherheit der Stadt einige an der Stadtmauer ohne Genehmigung gebaute Stadtviertel  bereinigt und entfernt wurden. Auch zahlreiche Zelte vor den Toren mussten versetzt werden. Damit wurde nicht nur ein Umfeld erschaffen in welchem Katapulte und Bogenschützen effektiv arbeiten konnten, sondern die Brandgefahr in der Stadt wurde damit ebenfalls eingedämmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<title>Magus Morbus</title>
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		<updated>2022-07-18T17:04:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Magus Morbus Icon.jpg|thumb|left|Magus Morbus Icon]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Charakter&lt;br /&gt;
|Name = Magus Morbus&lt;br /&gt;
|Rufname = Morbus&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Herkunft = [[Maringola]]&lt;br /&gt;
|Lehen = [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Titel = Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Weiser der [[Pedia]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius, Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]], Held von [[Avallon]], Magus Orkus, Reichslobträger [[Eoganachta]]s&lt;br /&gt;
|Typ = Priester&lt;br /&gt;
|Gerüstet = 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Magus Morbus]] wurde in [[Maringola]] geboren und sollte Priester des [[Gott]]es [[Moribulus]] werden.&lt;br /&gt;
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelangte er in den Besitz des Tempelschatzes der örtlichen [[Kreisritter]] und setzte sich nach [[Theosophia]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort machte er sich einen Namen durch seine ehrgeizigen Versuche, ein eigenes Lehen zu erlangen. Offenbar stand er zwischenzeitlich im Dienste des theostelotischen Geheimdienstes und war als yaromesischer Bernsteinhändler namens Anwar el-Hakim hinter den feindlichen Linien unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kreisritter]] entführten ihn später aus der Hauptstadt und versuchten, ihn in [[Maringola]] aburteilen zu lassen.&lt;br /&gt;
Seine Strafe war, dass er zum obersten Priester des [[Moribulus]] gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dient dem [[Reich]] [[Theostelos]] in verschiedenen Funktionen und hält inzwischen diverse Titel.&lt;br /&gt;
Er ist Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Weiser der [[Pedia]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius und Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]].&lt;br /&gt;
Ausländische Ehrentitel: Held von [[Avallon]], Magus Orkus und Reichslobträger [[Eoganachta]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem drei Zauberer [[Helborn]]s sich zusammen taten und ihn auf dem Schlachtfeld meucheln wollten ist sein Familienmotto nun &#039;&#039;&amp;quot;Drei ist nicht genug&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abenteuer des Magus Morbus ==&lt;br /&gt;
* [[Vorstellung Magus Morbus]] (Anno 2008)&lt;br /&gt;
* [[Magus Morbus verdient sich sein Lehen]] (Anno 2009)&lt;br /&gt;
* [[Northeimer Spionageabenteuer]] (Anno 2009, aus thematischen Gründen ausgegliedert aus &amp;quot;Morbus verdient sich sein Lehen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* [[Morbus in der Unterwelt]] (Anno 2011, Fragment)&lt;br /&gt;
* [[Morbus geht ins Licht, oder auch nicht]] (Anno 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Charakter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Invasion_durch_Theostelos&amp;diff=4301</id>
		<title>Invasion durch Theostelos</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.erkenfara.com/index.php?title=Invasion_durch_Theostelos&amp;diff=4301"/>
		<updated>2022-07-18T16:54:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Während des Krieges zwischen dem [[Nordbündnis]] und den verbündeten Reichen des Südens landete eine Invasionsstreitmacht angeführt von [[Theostelos]] in [[Brackheim]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was sich dort abgespielt haben könnte, wird in der [https://www.youtube.com/watch?v=R91T9ZsyQHI/ Nordheim-Saga] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch zeitgenössische Berichte aus theostelotischer Sicht im Umfeld des Krieges. Leider gilt der Autor vom [[Northeimer Spionageabenteuer]] nicht als besonders vertrauenswürdig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus&amp;diff=4300</id>
		<title>Magus Morbus</title>
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		<updated>2022-07-18T16:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Magus Morbus Icon.jpg|thumb|left|Magus Morbus Icon]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Charakter&lt;br /&gt;
|Name = Magus Morbus&lt;br /&gt;
|Rufname = Morbus&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Herkunft = [[Maringola]]&lt;br /&gt;
|Lehen = [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Titel = Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Weiser der [[Pedia]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius, Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]], Held von [[Avallon]], Magus Orkus, Reichslobträger [[Eoganachta]]s&lt;br /&gt;
|Typ = Priester&lt;br /&gt;
|Gerüstet = 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Magus Morbus]] wurde in [[Maringola]] geboren und sollte Priester des [[Gott]]es [[Moribulus]] werden.&lt;br /&gt;
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelangte er in den Besitz des Tempelschatzes der örtlichen [[Kreisritter]] und setzte sich nach [[Theosophia]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort machte er sich einen Namen durch seine ehrgeizigen Versuche, ein eigenes Lehen zu erlangen. Offenbar stand er zwischenzeitlich im Dienste des theostelotischen Geheimdienstes und war als Bernsteinhändler Anwar el-Hakim hinter den feindlichen Linien unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kreisritter]] entführten ihn später aus der Hauptstadt und versuchten, ihn in [[Maringola]] aburteilen zu lassen.&lt;br /&gt;
Seine Strafe war, dass er zum obersten Priester des [[Moribulus]] gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dient dem [[Reich]] [[Theostelos]] in verschiedenen Funktionen und hält inzwischen diverse Titel.&lt;br /&gt;
Er ist Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Weiser der [[Pedia]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius und Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]].&lt;br /&gt;
Ausländische Ehrentitel: Held von [[Avallon]], Magus Orkus und Reichslobträger [[Eoganachta]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem drei Zauberer [[Helborn]]s sich zusammen taten und ihn auf dem Schlachtfeld meucheln wollten ist sein Familienmotto nun &#039;&#039;&amp;quot;Drei ist nicht genug&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abenteuer des Magus Morbus ==&lt;br /&gt;
* [[Vorstellung Magus Morbus]] (Anno 2008)&lt;br /&gt;
* [[Magus Morbus verdient sich sein Lehen]] (Anno 2009)&lt;br /&gt;
* [[Northeimer Spionageabenteuer]] (Anno 2009, aus thematischen Gründen ausgegliedert aus &amp;quot;Morbus verdient sich sein Lehen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* [[Morbus in der Unterwelt]] (Anno 2011, Fragment)&lt;br /&gt;
* [[Morbus geht ins Licht, oder auch nicht]] (Anno 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Charakter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus&amp;diff=4299</id>
		<title>Magus Morbus</title>
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		<updated>2022-07-18T16:43:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Magus Morbus Icon.jpg|thumb|left|Magus Morbus Icon]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Charakter&lt;br /&gt;
|Name = Magus Morbus&lt;br /&gt;
|Rufname = Morbus&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Herkunft = [[Maringola]]&lt;br /&gt;
|Lehen = [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Titel = Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Weiser der [[Pedia]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius, Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]], Held von [[Avallon]], Magus Orkus, Reichslobträger [[Eoganachta]]s&lt;br /&gt;
|Typ = Priester&lt;br /&gt;
|Gerüstet = 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Magus Morbus]] wurde in [[Maringola]] geboren und sollte Priester des [[Gott]]es [[Moribulus]] werden.&lt;br /&gt;
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelangte er in den Besitz des Tempelschatzes der örtlichen [[Kreisritter]] und setzte sich nach [[Theosophia]] ab.&lt;br /&gt;
Dort machte er sich einen Namen durch seine ehrgeizigen Versuche, ein eigenes Lehen zu erlangen. Offenbar stand er zwischenzeitlich im Dienste des theostelotischen Geheimdienstes und war als Bernsteinhändler Anwar el-Hakim hinter den feindlichen Linien unterwegs.&lt;br /&gt;
Die [[Kreisritter]] entführten ihn später aus der Hauptstadt und versuchten, ihn in [[Maringola]] aburteilen zu lassen.&lt;br /&gt;
Seine Strafe war, dass er zum obersten Priester des [[Moribulus]] gemacht wurde.&lt;br /&gt;
Er dient dem [[Reich]] [[Theostelos]] in verschiedenen Funktionen und hält inzwischen diverse Titel.&lt;br /&gt;
Er ist Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Weiser der [[Pedia]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius und Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]].&lt;br /&gt;
Ausländische Ehrentitel: Held von [[Avallon]], Magus Orkus und Reichslobträger [[Eoganachta]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem drei Zauberer [[Helborn]]s sich zusammen taten und ihn auf dem Schlachtfeld meucheln wollten ist sein Familienmotto nun &#039;&#039;&amp;quot;Drei ist nicht genug&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abenteuer des Magus Morbus ==&lt;br /&gt;
* [[Vorstellung Magus Morbus]] (Anno 2008)&lt;br /&gt;
* [[Magus Morbus verdient sich sein Lehen]] (Anno 2009)&lt;br /&gt;
* [[Northeimer Spionageabenteuer]] (Anno 2009, aus thematischen Gründen ausgegliedert aus &amp;quot;Morbus verdient sich sein Lehen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* [[Morbus in der Unterwelt]] (Anno 2011, Fragment)&lt;br /&gt;
* [[Morbus geht ins Licht, oder auch nicht]] (Anno 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Charakter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4298</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 13 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um einen aus dem Astralraum kommender Großen Alten. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4297</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:35:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 12 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um einen aus dem Astralraum kommender Großen Alten. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4296</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:35:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 11 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um einen aus dem Astralraum kommender Großen Alten. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4295</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:32:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 9 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4294</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:28:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 8 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4293</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 7 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4292</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:24:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 6 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die niedere Gerichtsbarkeit keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4291</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:22:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 5 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
„Ich brenne darauf, in See zu stechen. Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die niedere Gerichtsbarkeit keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4290</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 4 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser in Zusammenarbeit mit seiner Heiligkeit den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
„Ich brenne darauf, in See zu stechen. Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die niedere Gerichtsbarkeit keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.erkenfara.com/index.php?title=Magus_Morbus_verdient_sich_sein_Lehen&amp;diff=4289</id>
		<title>Magus Morbus verdient sich sein Lehen</title>
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		<updated>2022-07-18T16:18:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Teil 3 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; [[Magus Morbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 1 ==&lt;br /&gt;
„….wie ich mein Lehen erhalten habe? Natürlich für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aufstieg in die Reihen des Hochadels begann an dem Tag, an dem ich einen Termin beim Kaiser [[Yakuul Kahar]] erhalten sollte. Mit stolz geschwellter Brust betrat ich den Audienzsaal, in dem sich bereits eine Menge niederes Volk eingefunden hatte. Huldvoll winkte ich den versammelten Hofschranzen, Speichelleckern und Intriganten zu, bevor ich mich nach dem Kaiser umsah. Er war noch nicht anwesend, was mich auch nicht weiter verwunderte. Er würde mich ja wohl kaum in Anwesenheit all dieser fragwürdigen Gesellen sprechen wollen.&lt;br /&gt;
Ich entschied, ihn direkt in seinen Privatgemächern aufzusuchen, wie es vermutlich seinem Willen entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zielsicher steuerte ich den Privatflügel seines Schlosses an. An der Tür zu seinen Privatgemächern standen zwei Ehrenwachen, welche mich misstrauisch beäugten. „Ihr könnt hier nicht hinein! Der Kaiser führt gerade eine Privataudienz!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist mir bekannt! Schließlich ist dies meine Privataudienz, und man erwartet mich bereits.“ Ich versetzte die Wachen in Stasis und tauchte geschickt zwischen den gekreuzten Hellebarden hindurch. Manchmal ist es schon von Vorteil, ein mächtiger Magier zu sein. Ich öffnete die Tür und betrat nun das Refugium des Fürsten. Auf einer langen Tafel standen verschiedenste Erfrischungen bereit. Der Kaiser unterhielt sich mit einem edel gekleideten Ritter, in welchem ich den Hochmeister von [[Helborn]] erkannte. Beide Herren betrachteten mich leicht verwundert. Vermutlich fragten sie sich, warum ich zu dieser wichtigen Audienz erst jetzt erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lage etwas zu entspannen, füllte ich ein herumstehendes Trinkhorn großzügig mit Met und prostete den hohen Herren fröhlich zu. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte leckte ich mir schmatzend die Lippen, denn dieser Met war von allerfeinster Qualität und stammte sicherlich aus dem Privatvorrat des Kaisers. Nur die allerwichtigsten Staatsgäste wurden mit diesem Met bewirtet. Ich musste tatsächlich in der höchsten Gunst des Kaisers stehen, wenn er mir solch exquisite Leckereien kredenzte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich kopfschüttelnd. „[[Magus Morbus]]! Habt ihr jedwede Erziehung vergessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich errötete, denn mein Verhalten bot wirklich Anlass zur Kritik. Wie konnte ich bloß so unaufmerksam sein und dem Trunke zusprechen, ohne unserem gemeinsamen Gast ebenfalls etwas zur Erfrischung anzubieten? Suchend blickte ich über den Tisch, aber ich erblickte kein weiteres Trinkhorn mehr. Leider gab es wohl nur eine einzige Möglichkeit, meinen Fehler zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trinkt mit mir, mein werter Ritter!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungvoll drückte ich dem Hochmeister mein Trinkhorn in die Hand, wobei ihm eine große Portion des Mets über die teuer aussehenden Wildlederhandschuhe schwappte. Vielleicht hatte ich das Horn doch etwas zu gut gefüllt. Der Hochmeister sah nicht allzu begeistert aus und betrachtete mein schönes Trinkhorn, als halte er einen mehrere Wochen alten Rattenkadaver in den Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, ich verzichte!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zuckte die Schultern, denn schließlich konnte mir dies nur recht sein. Sein Verlust war mein Gewinn, und zufrieden nahm ich das Horn aus seinen tropfenden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie Ihr wollt. In weniger zivilisierten Gegenden könnte das Ablehnen eines Getränkes allerdings als Beleidigung gewertet werden, wisst Ihr? Dies erwähne ich nur, weil Ihr ja als Hochmeister sicherlich auch diplomatische Aufgaben zu bewältigen habt.“ Freundlich lächelte ich unserem Gast zu, während sich der Kaiser die Hände vor das Gesicht schlug. Auch ihn schien der diplomatische Patzer des Ritters aus Helborn ziemlich zu wundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister zupfte sorgsam seine besudelten Handschuhe von den Händen und warf sie mir zu. Ich war überrascht, aber auch sehr erfreut über dieses wertvolle Geschenk. Ich habe sie inzwischen reinigen lassen und trage sie – wie ihr sehen könnt – heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Solltet Ihr Euch von mir beleidigt fühlen, bin ich gerne bereit, euch Satisfaktion mit dem Schwert oder der Lanze anzubieten.“ Der Hochmeister klang sehr ernst. Offenbar nahm er sich meinen Hinweis auf die Etikette doch sehr zu Herzen. Langsam sollte ich ihm doch zeigen, das ich keineswegs nachtragend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies wird keineswegs notwendig sein. Immerhin bin ich kein Schwertschwinger, sondern ein Magier. Ein Duell mit Feuerbällen würde ich dem Gefuchtel mit der Klinge jederzeit vorziehen!“&lt;br /&gt;
Der Gast aus [[Helborn]] nickte knapp. „Auch dies wäre eine Möglichkeit. Ich bin in arkanen Dingen nicht unbewandert und habe vermutlich in der magischen Kunst schon mehr Dinge vergessen als ihr jemals lernen werdet!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte er sich an den Kaiser: „Sind Eure Adligen eigentlich alle von diesem Schlag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser schüttelte den Kopf. „Mein guter [[Magus Morbus]] ist sicherlich in jeder Hinsicht einzigartig. Er ist recht geschwind mit der Zunge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dies ist mir auch schon aufgefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da kann man natürlich nicht erwarten, das seine Gedanken bei dieser Raserei immer mithalten können…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmeister lachte auf. „Dann sind sich unsere Reiche ja wieder einmal einig. Nun gut, eigentlich waren unsere Diskurse ja weitgehend beendet. Ihr habt nun sicherlich mit Eurem Magus noch einige interessante Gespräche zu führen… wie etwa über Gastfreundschaft, Etikette und Sekundanten…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser führte seinen Gast zur Türe und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ich nutzte die Zeit, mich ein wenig an den aufgetischten Spezereien zu laben. Dazu nahm ich mir eine handvoll Kirschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Yakuul Kahar]] zurück kehrte, lächelte ich ihn freundlich an. „Das ist doch gar nicht schlecht gelaufen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopfschüttelnd setzte sich der Kaiser zurück in seinen Sessel und betrachtete mich streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Morbus, ich würde Euch ja den Mund zunähen lassen…. Aber wie würdet Ihr dann Eure Kampfzauber einsetzen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 2 ==&lt;br /&gt;
„Wenn Ihr mir den Mund stopfen wollt, könntet Ihr mir ja einfach ein Lehen zugestehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rieb sich das Kinn. „Diese Diskussionen hatten wir doch schon mehrmals. Ihr seid ein Zauberer und benötigt kein eigenes Lehen. Die Verwaltung eigenen Grundbesitzes nimmt viel Zeit in Anspruch, welche Euch dann zu der Vervollkommnung Eurer magischen Fähigkeiten fehlen würde. Seid ihr euch nicht der Verantwortung bewusst, die solch eine arkane Fähigkeit mit sich bringt? Den wahren Großmeister der Magie erkennt man an der Größe seiner Hingabe an die Zauberkunst, nicht an der Menge seines Ackerlandes. Diesem Ideal solltet auch Ihr nachstreben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflückte einige Erdbeeren aus einer kunstvoll verzierten Sahnetorte. „Mit etwas Gold im Beutel müsste ich mir nicht ständig Sorgen machen und könnte noch viel eifriger an meiner Zauberkunst arbeiten. Euer hingebungsvoller Großmeister könnte sich leicht als armer Tropf mit Löchern in den Socken erweisen. Ich bin zwar ein Zauberer, aber trotzdem nur ein Mensch! Wenn ich hungere, knurrt mein Magen, und bei Regenwetter benötigt mein armer langsamer Kopf ein Dach über selbigen, auf das die geschwinde Zunge nicht von einem Wirbelsturm hinweg gefegt wird.“ Interessiert drückte ich mit beiden Händen auf einem paar Honigmelonen herum, um deren Festigkeit zu prüfen. „Und Morganas Haus der süßen Schmerzen braucht man ohne gut gefüllten Geldbeutel gar nicht erst zu betreten…. Der Schmerz würde sonst länger anhalten als mir lieb wäre. Besonders süß wäre er vermutlich auch nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yakuul Kahar]] schüttelte den Kopf. Dies tat er neuerdings recht oft in meiner Gegenwart. „Ich will das alles gar nicht hören. Und hört endlich auf, an diesen Melonen herum zu fummeln! Ein Lehen bekommt man nur für geradezu übermenschliche Anstrengungen im Dienste des Reiches! Und eine solche Tat fällt mir bei Euch auf Anhieb nicht ein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann gebt mir eine Aufgabe, auf das ich mir das Lehen verdienen kann. Ich bin zu allem bereit!“ Kaum hatte ich diesen Satz gesagt wünschte ich mir, der Kaiser hätte mir tatsächlich den Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 3 ==&lt;br /&gt;
Manchmal sollte ich vielleicht doch lieber nachdenken, bevor ich allzu großzügige Versprechungen abgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fürst musterte mich von oben bis unten und sah plötzlich deutlich besser gelaunt aus. Dies war eine Entwicklung, welche mich mit ziemlicher Sorge erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein werter Morbus, es gibt da sicherlich so Einiges, welches Ihr für das Reich und für mich tun könntet. Und solltet Ihr erfolgreich sein, wäre die Verleihung eines Lehens durchaus im Bereich des Möglichen.“ [[Yakuul Kahar]] lümmelte sich in seinen Sessel, während er sich für seine Idee zu erwärmen begann. „Wie ihr wohl wisst findet demnächst das jährliche [[Wagenrennen]] von Erkenfara statt. Im vorigen Jahr habe ich daran Teil genommen und bin von dem Fahrer aus Nordheim derartig schwer bedrängt worden, das man fast schon von einem Mordversuch sprechen könnte. Er hat sich äußerst wortreich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, den Versuch in diesem Jahr wiederholen zu wollen. Da wir kurz vor dem offenen Krieg mit den Nordmännern stehen dürfte dies ein äußerst schmutziges Rennen werden. Und da kommt Ihr ins Spiel!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte ich den Wettbewerb mit meinen magischen Kräften manipulieren. Dies war zwar nicht ohne Risiken, aber vermutlich machbar. Ich begann zu lächeln und nickte begeistert. Bei einem rechtzeitigen Wetteinsatz mochte dies eine recht einträgliche Queste werden. „Verfügt über mich nach Belieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Eifer wärmt mir das Herz. Mit dieser Einstellung dürfte Euch tatsächlich gelingen, das Rennen für [[Theostelos]] zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich werde mein Bestes tun. Eine heimlich gezauberte Wand im Weg des Favoriten oder einen Becher Gift für die Pferde des Nordheimers dürften sicherlich einen entscheidenden Unterschied bedeuten und Eurem Sieg in diesem Jahr zur unausweichlichen Gewissheit machen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser betrachtete mich verwundert. „MEINEN Sieg? Mir dünkt, Ihr habt mich völlig falsch verstanden. Nicht ich werde an dem Wettbewerb teilnehmen, sondern ihr. Vergesst dabei aber niemals, das ihr in den Augen der Welt [[Theostelos]] repräsentiert. Ich verbiete Euch daher jeden Einsatz von Gift, und leider ist der Einsatz von Magie in der Arena nicht zugelassen. Versucht dies also gar nicht erst, oder aber die Arena-Gardisten werden euch mit Pfeilen spicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich griff nach meinem Trinkhorn und stürzte den gesamten Inhalt in einem Zug herunter, um meine Bestürzung zu verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hmmmpf..... und ich bekomme also mein Lehen, wenn ich dieses Rennen überlebe?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn Ihr gewinnt, Morbus. Nur wenn ihr gewinnt. Ich werde 5000 auf den Sieg unseres neuen [[Theostelos|theostelotischen]] Titelaspiranten setzen. Enttäuscht mich also nicht!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 4 ==&lt;br /&gt;
So kam es, das ich mich einige Tage später in der Arena wieder fand, um mich für Kaiser und Vaterland völlig sinnlos in Lebensgefahr zu bringen. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings doch nicht ganz so schlimm, denn das Rennen machte mir tatsächlich Spaß. Ich startete auf der innersten Bahn und war damit beruhigend weit entfernt von dem blutdürstigen Massenmörder aus [[Nordheim]]. Er war mit eigenen Bardinnen angereist, welche gefühlvoll von dem herumspritzenden Blut sangen, welches er gefälligst zu vergießen habe. Er tat ihnen den Gefallen, warf den fliegenden Teppich von [[Yaromo]] aus dem Rennen und rammte die Wagen aus [[Eoganachta]] und [[Helborn]. Dem Fahrer aus [[Helborn]] half ich hier übrigens aus der Gefahrenzone, indem ich seine Pferde zu etwas höherer Geschwindigkeit animierte. Er war aufrichtig dankbar dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unangenehmste Situation für mich kam kurz darauf, als einige betrunkene Schlachtenbummler aus dem [[Theostelos|theostelotischen]] Fanblock mich mit leeren Amphoren bewarfen. Ich musste den Wurfgeschossen ausweichen, merkte mir für meine spätere Rache die Gesichter der Übeltäter, fuhr als Vierter über die Ziellinie und war ganz überrascht, wie schnell das Rennen vorüber war. Das mit dem Sieg hatte nicht geklappt, also konnte ich mein eigenes Lehen erst einmal vergessen. Trotzdem war ich irgendwie nicht unzufrieden. Schließlich hatte ich diese Platzierung auf ehrliche Weise errungen. Ich hätte es berichtet, wenn dies Anders gewesen wäre. Meine ehrliche und offene Art ist schließlich fast schon sprichwörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Tage waren durchaus arbeitsintensiv. Ich setzte mich auf die Spur der Amphorenwerfer und ließ mir von ihnen bei einem Becher Blutwein schwören, das sie derlei Unfug in Zukunft unterlassen würden. Das Blut im Trank stammte übrigens von ihnen selber. Ihre verzweifelten Beteuerungen waren jedenfalls derart glaubwürdig, das ich sie um ein Haar fast doch noch am Leben gelassen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Regierung von [[Theostelos]] war in der Zwischenzeit nicht untätig und erklärte Nordheim den Krieg. Da diese Erklärung inzwischen fast schon legendär geworden ist, möchte ich sie gerne in kompletter Länge nacherzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser rief die Adligen zu sich und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hiermit erklären wir [[Nordheim]] den Krieg.“ Die Vorführung vollendete ein wortloser Abgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erklärungen waren offensichtlich nicht nötig. Die verblüfften Gesichter der versammelten Diplomaten nach dieser minimalistischen Vorführung waren allerdings sehenswert. Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 5 ==&lt;br /&gt;
Die ausländischen Gesandten wären vermutlich noch verwunderter gewesen, wenn sie geahnt hätten, das der Kaiser in Zusammenarbeit mit seiner Heiligkeit den nächsten Kriegsgegner einfach ausgewürfelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich wollte ich ja berichten, wie ich zu meinem Lehen gekommen bin. Noch am selben Tag wurde ich zu seiner Heiligkeit in die Kathedrale gerufen. Neugierig betrat ich sein Officium, küsste seinen Ring und wunderte mich, was unser Kanzler wohl von mir wollte. Schon seine ersten Worte bewiesen seine tiefe Einsicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Sohn, Ihr wundert Euch sicher, was der Kanzler von euch will?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Euer Heiligkeit haben vollkommen recht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mir ist zu Ohren gekommen, das ihr euch im Dienste des Reiches auszeichnen möchtet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War dieses dumme Gerücht immer noch nicht erledigt? „Es steht mir sicherlich nicht zu, mich hierbei unziemlich vorzudrängen und anderen Recken ihre Chance auf Heldentum zu nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Genau diese Art von bedächtiger Bescheidenheit zeichnet den wahren Helden aus. Ihr prahlt nicht vor euch hin, sondern tut, was getan werden muss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure gute Meinung über meine Einsatzbereitschaft erfreuen mich unendlich. Aber leider: meine anfällige Gesundheit hindert mich allzu oft daran, mich so sehr für [[Theostelos]] einzusetzen, wie es dies verdient hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin traurig, dies zu hören. Dabei habe ich euch noch gestern in einer verrufenen Kneipe beobachtet, wo ihr mit einem wohlgefüllten Trinkhorn in einer Hand und einer verschreckten Dirne auf dem Schoß ein unzüchtiges Trinklied von Euch gabt. Ich erwähne besser nicht, was ihr mit der anderen Hand so getrieben habt. Man konnte tatsächlich den Eindruck von beneidenswert ungeschmälerter Gesundheit und Lebensfreude bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja, ich erinnerte mich dunkel an den letzten Abend. So ungefähr wenigstens. „Was hat Euch den in diese Kneipe geführt, Eure Heiligkeit?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seelsorgerische Gründe, mein Sohn. Unsere Arbeit bringt uns mitunter an sehr ungewöhnliche Orte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dasselbe scheint wohl für mich zu gelten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie wahr. Jedenfalls bin ich sicher, das eine kleine Seereise schnell Wunder wirken und zu Eurer Gesundung beitragen wird. Ich benötige einen Herold, der dem Fürsten von Eoganachta eine Botschaft überbringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das klang ja gar nicht so schlimm wie zunächst erwartet. Offensichtlich sollte ich recht billig davon kommen. „Ein solcher Gang wird sicherlich meine schwachen Kräfte nicht überstrapazieren. Ich höre und gehorche.“ Ich verneigte mich, drehte mich um und ging in Richtung Ausgang. Doch ganz so einfach ließ Seine Heiligkeit [[Tanfana B]] mich dann doch nicht vom Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein, mein Sohn. Ein solch einfacher Botendienst wäre doch deutlich unter Eurer Würde. Ich freue mich aber, Euch mitteilen zu können, das ich noch einen weiteren Auftrag für Euch habe! Diese Queste ist extrem gefährlich und ihr seid ohne jede weitere Hilfe komplett auf euch alleine gestellt. Ehrlich gesagt ist es zweifelhaft, ob Ihr unversehrt aus diesem Abenteuer zurückkehrt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freude war tatsächlich unverkennbar, so breit wie er mich gerade angrinste. „Auf zweifelhafte Abenteuer will ich mich eigentlich nicht einlassen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr seid doch ein findiger Meistermagus, allgemein geachtet und fähig. Ihr werdet schon einen Weg finden, mit allen notwendigen Informationen heil zurück zu kehren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin keineswegs ein solcher Teufelskerl wie ihr vermutet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da weiter keine Sorgen, ihr seid entwicklungsfähig. Sobald ihr in einige Schlachten geraten seid, werdet ihr eure Streitaxt mit derselben Begeisterung schwingen, mit der ihr bislang Schlösser geknackt und Pferde gestohlen habt. Zumindest lassen einige Berichte aus [[Maringola]] auf ein solches Vorleben schließen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gestikulierte wütend: „Dabei handelt es sich um haltlose Beschuldigungen von Ehrabschneidern und Neidern! Nichts davon ist gerichtsrelevant!“&lt;br /&gt;
„Ich bin beruhigt das zu hören. Genau genommen habe ich dem Großinquisitor bereits eine ähnliche Versicherung gegeben, als er mich letztlich aufsuchte und eine exemplarische Strafe forderte. Allerdings schien er nicht besonders überzeugt zu sein das ich recht hatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er ist über die Maßen misstrauisch und nachtragend. Ich vermute, das er kein besonders glücklicher Mann ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Gegensatz zu Euch, würde ich sagen. Wie schade, das Ihr die Anschuldigungen momentan nicht aus der Welt schaffen könnt. Da ihr schon bald auf See seid, wird sich die Inquisition wohl erst mal nicht mit eurem schillernden Vorleben befassen können. Ich empfehle euch trotzdem, nicht allzu lang mit dieser Reise zu warten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 6 ==&lt;br /&gt;
„Ich brenne darauf, in See zu stechen. Wie lautet denn nun eurer zweifellos tödlicher Auftrag?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte, das ihr nach [[Nordheim]] geht…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stützte mich auf meinen Drachenstab, denn ich brauchte Halt. „Mitten im Krieg? Das wird sicher lustig. Man wird euch meinen Schädel in Met eingelegt zurück senden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nur wenn ihr euch als Spion aus [[Theostelos]] zu erkennen gebt. Ihr könnt euch als [[Yaromo|Yaromese]] kleiden, dann solltet Ihr sicher sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde vermutlich sogar funktioniern, immerhin sprach ich fließend yaromesisch. „Was wird meine Aufgabe sein? Soll ich [[Nordheim]]s Werften niederbrennen oder doch lieber ihren Stammesführer meucheln?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn sich eine derartige Gelegenheit ergeben sollte wäre ein solcher Streich wahrhaftig lohnend. Aber ich möchte nicht zuviel erwarten. Mir würde es schon genügen, wenn ihr unser Auge und Ohr im Feindesland seid. Immerhin muss ich anerkennen, das ihr ziemlich exponiert sein werdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Entbehrlich wäre wohl die genauere Bezeichnung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Heiligkeit lachte fröhlich. Offensichtlich amüsierte er sich gerade blendend. „Entbehrlichkeit ist der übliche Zustand für einen Krieger in der [[Nordheim]]er Kultur. Der Tod in der Schlacht ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden Krieger. So zumindest erläuterte mir dies ein Nordland-Reisender.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum verstecken sich dann die hohen Stammesführer seit Jahren in ihren Festungen, statt sich begeistert in die finale Schlacht zu werfen? Hat man sie versehentlich an die Burgmauern genagelt ?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es mag sein, das für die Herrscher des Reiches andere Prioritäten gelten. Dies zu untersuchen wird eure Aufgabe sein. Und falls ihr entsprechende Nägel findet: zieht sie heraus!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wird meine Belohnung sein? Das Schafott, sobald ich zurückkehre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich dachte da schon an etwas Lohnenderes. Ihr wollt ein Lehen, und ich werde es Euch tatsächlich auch geben! Vorausgesetzt natürlich, das bei eurem Besuch in [[Nordheim]] etwas Substanzielles heraus kommt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die Inquisition wird auf die Untersuchung meiner Jugendsünden verzichten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die Inquisition keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 7 ==&lt;br /&gt;
„Sobald ihr in den Hochadel aufgenommen werdet, hat die niedere Gerichtsbarkeit keinerlei Befugnis mehr, Euch zu verurteilen. Ihr solltet also vor dem Gesetz sicher sein. Betrachtet diesen Auftrag nicht als Strafe, sondern als Chance. Und nun nehmt meinen Segen, ich habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wankte aus dem Officium und dachte ernsthaft über eine Auswanderung nach [[Yaromo]] nach. Der Arm seiner Heiligkeit reichte allerdings weit, und der theokratische Geheimdienst galt als recht effizient. Meine neuen Kollegen würden auf eine Fahnenflucht wohl kaum allzu erfreut reagieren. Wahrscheinlich war es gesünder, den Auftrag des Kanzlers auszuführen und auf mein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenigstens schien meine Reise gut vorbereitet zu sein. Die Fahrt nach [[Eoganachta]] diente der Tarnung und sollte eine Erklärung für meine Abwesenheit vom Hofe liefern. Entsprechend unspektakulär verlief dann auch dieser Teil der Reise. Ich überreichte dem Fürsten von [[Eoganachta]] eine versiegelte Schriftrolle, deren Inhalt ich nicht kannte, und erhielt als Dank ein kühles Lebwohl. Mein Küstensegler steuerte anschließend einen Rendezvouspunkt an, um mich an ein nordländisches Drachenschiff zu übergeben. Dieses Schiff war kürzlich erbeutet worden und inzwischen mit Seeleuten aus [[Theostelos]] bemannt. Die Matrosen wirkten in ihrem barbarischen Ornat recht authentisch. Die Gefechtsschäden des Schiffes wirkten leider ebenfalls recht glaubwürdig. Es hatte ganz offensichtlich erst nach hartem Kampf den Besitzer gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wechselte meine höfischen Gewänder um in yaromesische Tracht und bereitete mich auf meine neue Karriere als Spion vor. Offiziell war ich nun der Bernsteinhändler Anwar el-Hakim auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Zu meinen neuen Besitztümern gehörten auch mehrere Vogelkäfige mit einem halben Dutzend Brieftauben. Offenbar erwartete der Geheimdienst, das ich meine karg bemessene Freizeit mit der Pflege von Flugratten verbringen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ließ sich abhelfen. Ich beschriftete ein Pergament mit dem Text: „Werden von Seeungeheuer angegriffen! Tauben gefressen, Schiff am Sinken!“, unterschrieb mit meinem Agentennamen und vertraute diese wichtige Nachricht einer der Tauben an. Die anderen 5 Vögel überließ ich anschließend dem Schiffskoch und konnte mich zur Belohnung meines Geistesblitzes am Abend an verkochter Taubenbrust erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns nach einigen Tagen den nordheimischen Küsten näherten, bereiteten sich die Matrosen auf Ärger vor und machten ihre Waffen bereit. Auch die Katapulte wurden gespannt. Besorgt wandte ich mich an den Kapitän: „Wird es zum Kampf kommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Schultern und starrte mit zusammengekniffenen Augen zur Küste hinüber. „Das kann man nie wissen an feindlichen Küsten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir sind doch offiziell ein nordheimisches Schiff und sollten hier unter Freunden sein. Wirkt es da nicht etwas auffällig, wenn wir die Katapulte laden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wird keinen [[Nordheim]]er stören. Schließlich sind sie im Krieg, da wird eine gewisse Wehrhaftigkeit erwartet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff näherte sich in Rammgeschwindigkeit der fremden Küste und lief in einen Fjord ein. Ich sprang auf einen Landungssteg, meine Ausrüstung wurde mir unzeremoniell nach geworfen, und schon legte das Drachenschiff wieder ab. Von nun an war ich auf mich selbst gestellt. Neugierig sah ich mich um. Vor mir lag eine unerwartet große Stadt, welche sich auf das Trefflichste in die zerklüftete Fjordlandschaft einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trupp Nordmänner trat auf mich zu. „Zollkontrolle!“ Ungewaschene Hände durchwühlten mein Gepäck, während ich ausführlich erläutern musste, was ich im Hafen wollte und wieso ich mir erdreistete, überhaupt am Leben zu sein. Meine vorbereiteten Schriftstücke wurden sehr gründlich begutachtet, obwohl sich die hohe Kunst des Lesens offenbar noch nicht bis in den hohen Norden vorgewagt hatte. Die Höhe des erhobenen Einfuhrzolles grenzte dafür an Straßenraub, also kamen die Wachen wohl auch ohne Schriftsprache gut über die Runden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine großzügige Spende für den nordheimischen Analphabetenfonds hatte die Zöllner in bessere Stimmung versetzt; daher wagte ich zu fragen, ob es Neuigkeiten von der Front gebe. Die sofort einsetzende Stille zeigte mir, das ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anführer der Zöllner zischte mir zornig zu:&lt;br /&gt;
„Fremden stehen solche Fragen nicht zu! Kümmert Euch um Eure Handelsangelegenheiten und überlasst das Kriegshandwerk echten Männern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausfordernd zog er sein Schwert und fuchtelte mir damit vor der Nase herum. „Fremde können sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben. Aber der [[Nordheim]]er wird entscheiden, ob der Fremde dieses Gebiet unversehrt wieder verlassen kann!“ Er steckte seine Waffe wieder fort. „Ihr könnt gehen… für dieses Mal!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich entschied mich, diesen guten Rat zu beherzigen, bevor die Wachen mir aus purer Bosheit noch weitere Gebühren auferlegten. In meinen yaromesischen Gewändern würde ich hier auffallen wie ein Papagei unter einem Schwarm Spatzen. Ich sollte mir schnellstens Unterkunft in einem der Handelskontore besorgen und konnte nur hoffen, das man mir meine Tarngeschichte weiterhin abnehmen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann starrte ich verblüfft die vorbei eilenden Passanten an: ich sah einen [[Nordheim]]-Krieger samt Gefährtin, welche eine sich sträubende Frau in Ketten hinter sich her schleiften. Zuhause bekam man so etwas allenfalls in Morganas „Schloss der Schmerzen“ zu sehen…. Wenn man sich die Eintrittspreise leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 8 ==&lt;br /&gt;
Leise flüsterte ich vor mich hin: „Blondinen in Ketten, Blondinen in Ketten. Mein lieber Morbus, vielleicht bist du hier doch ganz passend aufgehoben…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich ein wenig nach weiteren wehrlosen Objekten potentieller Begierden umsah stellte ich fest: es war kalt. Richtig kalt. Total KALT mit Großbuchstaben. Zuhause war Sommer, aber hier straften die Götter die Menschheit für ihre Sünden mit Frostbeulen und klappernden Zähnen. In meinen leichten yaromesischen Gewändern wusste ich diese Strafe wahrhaftig zu würdigen und gelobte baldige Besserung. Trotzdem blieb es kalt, was mich den nordheimischen Göttern endgültig entfremdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde es verdammt neblig, und schon bald konnte ich mich nur noch tastend weiter bewegen. So mancher einheimische Zecher stolperte mir halb blind entgegen, ein Trinkhorn in einer Hand und mit der zweiten Hand ziellos im Nebel herum fummelnd. Die armen Kerle merkten es kaum, als sie mit einem Todschläger gestreichelt wurden. Ich nutzte die gute Gelegenheit, um meine Reisekasse etwas aufzubessern; der theokratische Geheimdienst war für seinen Geiz berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige schaurig klingende Stimmen gaben im Nebel unverständliche Richtungsanweisungen, welche mich bei gehorsamer Befolgung zielsicher mitten in einen Misthaufen geführt hätten. Nach nordheimischem Glaube handelt es sich bei diesen Rufen um die Stimmen der Ahnen, welche auch im Nachleben auf ihre Verwandtschaft aufpassten. Ich habe eher halbwüchsige Spaßvögel im Verdacht, sich mit den Betrunkenen einen Spaß zu erlauben. Aus purem Forscherinteresse probierte ich ebenfalls einige Rufe aus und wurde mit lauten Flüchen belohnt, als ein armer Zecher über eine Sitzbank stolperte und sich böse die Stirn aufschlug. Ich leistete mit meinem Todschläger erste Hilfe und erreichte um einige lohnende Erfahrungen leichter das Kontor der Handelsgilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 9 ==&lt;br /&gt;
Das Kontor war von starken Mauern umgeben und wirkte eher wie ein Wehrkloster denn ein friedlicher Handelsposten. Gute Verteidigungsanlagen waren vermutlich eine gute Idee, solange [[Nordheim]]er in der Nähe waren. Die Wache am Tor winkte mich ungerührt durch, als sie meine yaromesische Tracht sah. Ich betrat die Eingangshalle und betrat zielsicher die Kneipe des Kontors. Dort empfing mich ein Wirt namens Rob, welcher eher wie ein verkappter Pirat denn wie ein einfacher Händler wirkte. Er vermietete mir eine Unterkunft im Hauptgebäude und nannte mir ein Geschäft, in welchem ich warme Kleidung erstehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warme Kleidung ist ja gut und schön, aber wir könnten ja mit heißen Getränken beginnen.“ Ich sah mich in der nicht gerade überfüllten Kneipe um. „Ich schmeiße eine Lokalrunde, wenn ihr mir die anderen Gäste vorstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirt deutete auf einige Einheimische an einem Ecktisch. „Dort sind einige Kapitäne auf der Suche nach Fracht und Passagieren. Passt bei dem Mann links hinten auf; seine Hobbies sind Flötenspiel und das Tragen von Frauenkleidern. Zwei Tische weiter sind einige Pelzhändler aus [[Eoganachta]], aber die sind bereits derartig abgefüllt, das ich Ihnen lieber nichts mehr servieren würde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann mache ich mich erst einmal mit den Einheimischen bekannt.“ Freundlich nickend trat ich an den Tisch der einheimischen Seeleute und begann, sie in ein Gespräch über das einheimische Klima, steigende Frachtgebühren, unwegsame Gletscherspalten und willige Frauen zu verwickeln. Hauptsächlich über Letzteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mürrischer Wachmann erschien in der Tür zur Kneipe: „Heda, Yaromese! Draußen stehen einige [[Nordheim]]er auf der Suche nach einem Straßenräuber. Er soll ein ausländisches Kleid von weißer Farbe tragen. So wie du.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 10 ==&lt;br /&gt;
„Das ist eine lächerliche Unterstellung. Ich trage eine cremefarbene Robe und komme schon daher kaum in Betracht. Außerdem würde ich es niemals wagen, Krieger aus [[Nordheim]] anzugreifen. Die sind doch alle viel größer als ich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachmann zuckte mit den Schultern. „Klingt für mich durchaus glaubwürdig und überzeugend. Würdet Ihr diese vernünftige Erklärung nun bitte dem wütenden Mob vor dem Tor darlegen, auf das er sich verstreut und nicht weitere unliebsame Aufmerksamkeit auf sich zieht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich reichte ihm einen Beutel mit Münzen. „Dies ist Euch gerade aus der Tasche gefallen, guter Mann. Ein Glück, das Ihr hier unter ehrlichen Männern seid. Ich ziehe es momentan vor, bei meinem Humpen Met zu bleiben. Könnt Ihr nicht einfach dem Volk draußen mitteilen, das sich im Kontor niemand befindet, auf den die Beschreibung des Gesuchten passt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte kurz in den Beutel und ließ ihn zufrieden grinsend in seinem Wams verschwinden. „Das lässt sich sicherlich machen.“ Er salutierte und verschwand nach draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich widmete mich wieder meinen freundlich lächelnden Trinkkumpanen. Einer der Kapitäne meinte: „Falls ihr eine kurzfristige Passage auf einem Schiff benötigen solltet, kann ich Euch da weiter helfen. Es wird nicht ganz billig, ist aber sicherlich gut angelegtes Geld.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kratzte mich nachdenklich am Kopf. „Sind Seereisen für [[Nordheim]]er nicht im Moment recht gefährlich geworden? Ihr habt doch Krieg mit [[Theostelos]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser neue Krieg macht uns die Sache sicherlich kaum einfacher. Aber solange wir in Küstennähe bleiben und uns von den großen Truppentransporten fern halten sollte die Gefahr kalkulierbar bleiben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nickte zufrieden. „Sobald ich meine Handelsgüter zusammen habe würde ich gerne auf dieses Angebot zurückkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flötenspieler mischte sich nun ein. „Bei der Beschaffung dieser Handelsgüter könnte ich euch möglicherweise behilflich sein. Dies würde ich allerdings lieber unter vier Augen besprechen. Außerdem möchte ich Euch etwas Wichtiges zeigen. Bitte folgt mir. “ Er zwinkerte mir zu, während die Kapitäne unverständliche Bemerkungen im heimischen Dialekt machten und leise zu kichern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zögernd folgte ich ihm und stellte fest, das er sich in Richtung Innenhof begab. Dem Geruch nach zu urteilen befanden sich die Aborte ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist weit genug.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, suchend in seiner Kleidung zu nesteln, und noch bevor ich mich fragen konnte, WAS genau er denn im Schritt seiner Hose suchte, zog er ein blausilbern schimmerndes Seil hervor. Geschickt warf er die Schnur in meine Richtung, und ich konnte der sich daraus bildenden Fessel gerade noch in einer Reflexbewegung ausweichen. Die Fessel sank zu Boden und kroch in meine Richtung, als wäre sie mit einem eigenen Willen ausgestattet. Was natürlich auch der Fall war. Ich hatte von diesen magischen Fesselseilen schon gehört, aber noch keines gesehen. Es würde nicht eher ruhen, bis es mich vollkommen umschlungen hatte und ich keinen Muskel mehr rühren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du stellst zu viele Fragen für einen einfachen Kriminellen. Nur Spione sind so neugierig!“ Mein Häscher leckte sich die Lippen. „Darauf steht der Scheiterhaufen… und vielleicht noch weitere lustige Dinge…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 11 ==&lt;br /&gt;
Ich rannte in Richtung Abort und versuchte, meine magischen Energien zu sammeln. Das Seil kroch inzwischen hinter mir her und sah dabei aus wie eine ziemlich gierige Schlange. Wie war noch mal der Zauberspruch für die Rettungsteleportation? Gerade als es mir wieder eingefallen war, umschlang das Seil meine Beine und hangelte sich an meinen Beinen nach oben. Würde es mich fesseln, bevor ich entkommen konnte? Würde ich nun für das Vaterland sterben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr könntet ja zumindest so tun, als ob ihr mitfiebert, schließlich war ich in Lebensgefahr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gegenüber lachte auf, während sie mich amüsiert musterte. „Da Ihr ja nun vor mir steht wäre das doch vergebliche Mühe, oder? Bei all euren ausschweifenden Erzählungen würde ich es allerdings vorziehen, wenn Ihr wieder zu den wesentlichen Fragen zurückkommen würdet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie ihr möchtet, Lady [[Primaganda]]. Gerne sogar, aber irgendwie habe ich gerade etwas den Faden verloren und komme nicht drauf, was Ihr damit meint.“ Unwissenheit war im Gespräch mit der geheimnisumwitterten theokratischen Geheimdienstchefin vermutlich nicht die allerbeste Taktik, aber ich hatte schließlich einige nervenaufreibende Erlebnisse hinter mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dann will ich Euch gerne mit einigen Fragen behilflich sein. Erstens: wieso schickt Ihr eine Brieftaubenbotschaft mit der Meldung, Meeresungeheuer griffen Euch an und das Schiff sei am Sinken? Nach meinen Informationen hattet ihr eine recht ruhige Überfahrt, und die Besatzung hat keine Ungeheuer gesehen. Das Ganze klingt mehr nach einer ungeheuerlichen Lüge!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, dieser kleine Scherz auf dem Schiff. „Das war ein Missverständnis. Natürlich handelte es sich nicht um ein allgemein sichtbares Ungeheuer, sondern um ein aus dem Astralraum kommender Großer Alter. Während des Angriffes war die Mannschaft gelähmt und hat von dem Angreifer auch nichts mitbekommen. Ich konnte ihn vertreiben, bevor er wirklichen Schaden anrichten konnte. Dazu benötigte ich leider das Taubenblut. In der verkürzten Sprache einer Taubenbotschaft war dies vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Dies tut mir leid, aber ich war in Eile.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 12 ==&lt;br /&gt;
„Nun gut, lassen wir das für den Moment. Secundus: Was habt ihr in [[Nordheim]] herausgefunden… außer das es dort kalt ist?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich sollte doch wirklich mit irgendeiner Information aufwarten können, oder? Da erinnerte ich mich plötzlich an den gierigen Zöllnertrupp und die Drohung dessen Anführers. Wie war das noch mal? Fremde könnten sich jederzeit in den Schwertkreis eines [[Nordheim]]ers begeben…? Das klang ja nun nicht gerade nach uneingeschränktem Angriffskrieg, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Nordheim]] ist derzeit eher defensiv eingestellt. Ernst zu nehmende Gegenaktionen sind erst zu erwarten, wenn sie größere Truppenkontingente einschiffen konnten.“ Klang doch eigentlich ganz gut, und wenn ich mit dieser Vermutung vollkommen falsch lag konnte ich immer noch behaupten, das sich ein lokaler nordländischer Heerführer nicht an seine defensiven Befehle gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] sah mich ernst an: „Morbus, ist euch bekannt, wie ich in meine Position gelangt bin? Ich erkenne meistens, wenn mich jemand anlügt, und das ist im Spionagegeschäft eine sehr nützliche Fähigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte ich gelogen? Keine Ahnung. Wahrheit oder Lüge waren meiner Meinung nach keine besonders wichtigen Kategorien und wurden ziemlich überbewertet. Schließlich handelte es sich hierbei nur um rein subjektive Begriffe ohne jeden Hintergrund in der kalten Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte. „Ihr scheint tatsächlich die Wahrheit zu sagen, so überraschend dies auch erscheint. Eure Meldung passt sehr gut zu den neuesten Meldungen von der Front, wo unsere Flottenverbände auf defensiv agierende Gegner gestoßen sind. Ich gratuliere, Ihr habt eure Aufgabe gut erfüllt und sollt Euer Lehen erhalten!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte nichts anderes erwartet!“ Dies war nun wirklich eine Lüge. „Ich hätte gerne einen Küstenstreifen mit gutem Klima, einem verspielten Lustschloss, einer prosperierenden Hafenstadt und einem Dutzend Bauerndörfer für die wohlfeile Versorgung meiner Bevölkerung…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(wird fortgesetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil 13 ==&lt;br /&gt;
„Haltet ein! Wir haben längst ein passendes Lehen für euch ausgesucht… genauer gesagt, haben wir dies einem zuverlässigen Mann überlassen. Der Primas des [[Moribulus]]-Ordens wollte sich höchstpersönlich darum kümmern!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Mann hasst mich in geradezu manischer Weise! Das kann nicht euer Ernst sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Macht euch da keine Sorgen. Er hat seine Meinung über euch geändert. Anfänglich war er schon etwas reserviert, als der Kanzler ihn über eine mögliche Lehensvergabe an euch informierte. Aber nach kurzem Nachdenken schien er sich richtiggehend für diesen Plan zu begeistern und bat von sich aus darum, das richtige Lehen für euch zu finden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang ja gar nicht gut. „Der Primas ist für seine Rachsucht bekannt. Es fällt mir schwer, ihm zu vertrauen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Primaganda]] lächelte mir ermutigend zu. „Und ihm ist es schwer gefallen, Euch zu vertrauen. Aber das Schicksal macht Euch ja nun zu Nachbarn, wie es aussieht. Man hat die Baronie [[Moribundi]] für Euch ausersehen. Euere Ländereien grenzen direkt an das Gebiet des [[Moribulus]]-Ordens an, so das Ihr euch von nun an regelmäßig sehen werdet. Er hat sich insbesondere bereit erklärt, eine Abteilung Ordensritter auf eurem Land zu stationieren, um jeden Übeltäter zu bekämpfen, welchem sie habhaft werden können. Warum verzieht ihr so das Gesicht? Nun freut Euch doch, ihr werdet Baron!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe schon immer die Ansicht vertreten, das gute Zäune gute Nachbarn machen. Ich lege keinen Wert darauf, fremde Truppen über mein Land ziehen zu lassen. Meine Bevölkerung könnte dies als Zeichen der Schwäche auslegen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eure Bevölkerung hatte letztlich tatsächlich unter marodierenden Söldnern zu leiden. Diese sind unter dem Vorwand, abtrünnige [[Nagesh]]-Assassinen zu jagen, in euere Baronie eingedrungen und haben dort schwer gewütet. Eine Abteilung Ordensritter könnte die Situation entspannen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie viele Tote hat meine Baronie durch diese Untat zu beklagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das lässt sich so einfach noch nicht beantworten. Ich habe zwar einen Agenten in Marsch gesetzt, der die Situation untersuchen sollte, aber leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen. Entweder wurden seine Brieftauben allesamt von Monstern gefressen, oder aber er ist der momentan grassierenden Pest erlegen. In euren Sümpfen muss man mit derlei Unfällen rechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer in meiner sumpfigen Baronie nicht von marodierenden Horden massakriert wurde verreckt also gerade an der Pest?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nein, das kann man so nicht sagen. Zum Glück für uns waren ja die meisten Einwohner bereits vor den [[Drache]]n geflohen und konnten so dem Tode entkommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mehr als ein einziger [[Drache]]? Bemüht euch nicht um eine Antwort, ich kann es mir denken. Pestilenz, Meuchler, Söldner und [[Drache]]n... Respekt. Der Primas hat sich tatsächlich selbst übertroffen, scheint mir…“ So viel Humor hätte ich ihm gar nicht zugetraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er schien mir tatsächlich recht guter Dinge zu sein, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er betonte, das die Verwaltung dieses Lehens jeden einfachen Manne vor unlösbare Aufgaben stellen würde, und ergo gerade die rechte Aufgabe für einen Meister-Magus sei. Der Kanzler schloss sich seiner Meinung an, und die Entscheidung ist gefällt. Nehmt dieses Lehen an oder verzichtet für Immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was geschieht, wenn ich ablehne?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das wäre vermutlich keine gute Idee. In diesem Falle würde der Primas Euch erneut vor der Inquisition anzeigen. Nur als Baron seid ihr davor sicher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Magus Morbus]] von [[Moribundi]]? Dies ist sicherlich ein klangvoller Name. Darf ich meinem Wappen einen [[Drache]]n hinzufügen…?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies jedenfalls war die Art und Weise, wie ich mein Lehen erhielt. Und vermutlich hätte ich mich lieber von der Inquisition hinrichten lassen sollen, anstatt diesen Titel anzunehmen. Dies ist allerdings eine Geschichte für einen anderen Tag…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ende... vorerst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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		<title>Magus Morbus</title>
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		<updated>2022-07-18T16:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Magus Morbus: /* Die Abenteuer des Magus Morbus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Magus Morbus Icon.jpg|thumb|left|Magus Morbus Icon]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Charakter&lt;br /&gt;
|Name = Magus Morbus&lt;br /&gt;
|Rufname = Morbus&lt;br /&gt;
|Reich = [[Theostelos]]&lt;br /&gt;
|Herkunft = [[Maringola]]&lt;br /&gt;
|Lehen = [[Moribundi]]&lt;br /&gt;
|Titel = Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Weiser der [[Pedia]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius, Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]], Held von [[Avallon]], Magus Orkus, Reichslobträger [[Eoganachta]]s&lt;br /&gt;
|Typ = Priester&lt;br /&gt;
|Gerüstet = 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Magus Morbus]] wurde in [[Maringola]] geboren und sollte Priester des [[Gott]]es [[Moribulus]] werden.&lt;br /&gt;
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelangte er in den Besitz des Tempelschatzes der örtlichen [[Kreisritter]] und setzte sich nach [[Theosophia]] ab.&lt;br /&gt;
Dort machte er sich einen Namen durch seine ehrgeizigen Versuche, ein eigenes Lehen zu erlangen.&lt;br /&gt;
Die [[Kreisritter]] entführten ihn zwischenzeitlich aus der Hauptstadt und versuchten, ihn in [[Maringola]] aburteilen zu lassen.&lt;br /&gt;
Seine Strafe war, dass er zum obersten Priester des [[Moribulus]] gemacht wurde.&lt;br /&gt;
Er dient dem [[Reich]] [[Theostelos]] in verschiedenen Funktionen und hält inzwischen diverse Titel.&lt;br /&gt;
Er ist Baron von [[Moribundi]], [[Primas]] des [[Moribulus]], Weiser der [[Pedia]], Groß-Invocator, Guter Magier des Südens, Mitglied des [[Konzil der Magier|Konzils der Magier]], Seelensammler, Wagenlenker, ehemaliger Nuncius und Handelsherr des [[Reich]]es [[Theostelos]].&lt;br /&gt;
Ausländische Ehrentitel: Held von [[Avallon]], Magus Orkus und Reichslobträger [[Eoganachta]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem drei Zauberer [[Helborn]]s sich zusammen taten und ihn auf dem Schlachtfeld meucheln wollten ist sein Familienmotto nun &#039;&#039;&amp;quot;Drei ist nicht genug&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abenteuer des Magus Morbus ==&lt;br /&gt;
* [[Vorstellung Magus Morbus]] (Anno 2008)&lt;br /&gt;
* [[Magus Morbus verdient sich sein Lehen]] (Anno 2009)&lt;br /&gt;
* [[Northeimer Spionageabenteuer]] (Anno 2009, aus thematischen Gründen ausgegliedert aus &amp;quot;Morbus verdient sich sein Lehen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* [[Morbus in der Unterwelt]] (Anno 2011, Fragment)&lt;br /&gt;
* [[Morbus geht ins Licht, oder auch nicht]] (Anno 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Charakter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theostelos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Magus Morbus</name></author>
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